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Ubisoft-Gründer: Claude Guillemot bei Cessna-Crash in Frankreich getötet

Beim Anflug auf den Flugplatz La Baule ist eine Cessna 421 abgestürzt. Unter den Opfern ist Claude Guillemot, Mitgründer von Ubisoft.
/ Andreas Donath
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Ubisoft auf der Gamescom 2025 (Bild: Ina Fassbender/AFP via Getty Images)
Ubisoft auf der Gamescom 2025 Bild: Ina Fassbender/AFP via Getty Images

Beim Absturz einer Cessna 421, die am 19. Juni 2026 gegen 17:20 Uhr vom Flughafen Rennes in Richtung La Baule gestartet war, sind zwei Menschen ums Leben gekommen. Neben einem Fluglehrer aus Rennes war der 69 Jahre alte Claude Guillemot, einer der Gründer von Ubisoft, an Bord, wie Ouest-France berichtete.(öffnet im neuen Fenster)

Die Maschine stürzte in der Nähe der Landebahn ab, jedoch abseits der normalen Einflugschneise. Guillemot soll selbst am Steuer gesessen haben. Die Cessna 421(öffnet im neuen Fenster), ein zweimotoriges Geschäftsreiseflugzeug, dessen Produktion bereits Ende der 1980er-Jahre endete, gilt als anspruchsvoll zu fliegen.

Ermittler untersuchen Wrack und Flugdaten

Die Staatsanwaltschaft Saint-Nazaire sowie Vertreter des Bureau d'Enquetes et d'Analyses(öffnet im neuen Fenster) waren bereits am Freitagabend vor Ort. Am Samstagmorgen kehrten Ermittler der Luftfahrtgendarmerie zum Absturzort zurück, das Wrack verblieb an Ort und Stelle.

Technische Faktoren, Wetterbedingungen und das Verhalten der Piloten beim Anflug sollen nun systematisch ausgewertet werden. Die formale Identifizierung der beiden Todesopfer steht noch aus, Guillemots Familie wurde noch am Unglücksabend benachrichtigt.

Wer war Claude Guillemot?

Der am 30. Oktober 1956 in der Bretagne geborene Guillemot gründete Ubisoft im März 1986 gemeinsam mit seinen vier Brüdern Yves, Michel, Gérard und Christian. Das Unternehmen bestand schon vorher als Versandhandel für Computersoftware und gewann durch den Import günstigerer Spiele aus dem Ausland rasch Marktanteile in Europa. Ab 1986 wurden eigene Spiele entwickelt und verkauft.

Innerhalb von Ubisoft gehörte Guillemot dem Verwaltungsrat an und war als stellvertretender Geschäftsführer für den operativen Bereich verantwortlich. Er wirkte überwiegend im Hintergrund und half dabei, Ubisoft zu einem der größten Videospielunternehmen der Welt zu formen.

Ubisoft betonte seine Erfahrung auf dem asiatischen Markt sowie seine Kenntnisse der Hardware- und Vertriebsbranche, was dem Unternehmen dabei geholfen habe, frühzeitig auf neue Konsolengenerationen zu reagieren.

Neben seiner Rolle bei Ubisoft leitete Guillemot die Guillemot Corporation, bekannt durch die Marken Thrustmaster und Hercules, die unter anderem Lenkräder, Flightsticks und weiteres Gaming-Zubehör entwickeln.

Die französische Ministerin für Künstliche Intelligenz und Digitalisierung, Anne Le Hénanff(öffnet im neuen Fenster), bezeichnete Guillemot als einen der Pioniere der französischen Videospielbranche.


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