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Uber startet neuen Dienst in Deutschland.
Uber startet neuen Dienst in Deutschland. (Bild: David Ramos/Getty Images)

Uberx in Deutschland: Uber wagt Neustart mit neuem Dienst

Uber startet neuen Dienst in Deutschland.
Uber startet neuen Dienst in Deutschland. (Bild: David Ramos/Getty Images)

Früher als erwartet startet Uber den neuen Dienst Uberx in Deutschland. Der umstrittene Fahrdienstvermittler will sich damit künftig an bestehende Regulierungen halten. Das Unternehmen hält seine Kritik am deutschen Personenbeförderungsgesetz aber aufrecht.

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Mit dem neuen Dienst Uberx will sich der umstrittene Fahrdienstleister Uber aus der Schusslinie manövrieren. Das Angebot sei speziell an die bestehenden Regulierungsvorschriften in Deutschland angepasst, teilte Uber mit. Eigentlich sollte der Dienst erst im Sommer in Deutschland starten. Die Taxi-Branche bezweifelt aber, dass sich das Verhalten von Uber mit Uberx ändern werde.

Bislang hatte das kalifornische Start-up vor allem mit dem umstrittenen Dienst Uberpop die Taxibranche in Deutschland auf die Barrikaden gebracht. Der Service halte sich nicht an die Rechtsvorschriften und Regularien und sei deshalb wettbewerbswidrig, lautete der Vorwurf.

Uber gesteht Startschwierigkeiten ein

Uberx gibt es zum Start in Frankfurt am Main, in Hamburg, in Düsseldorf und in München. Für Berlin werde es das Angebot erst in einigen Wochen geben. Alle Partner der neuen Vermittlungsplattform besäßen entsprechende Genehmigungen nach dem Personenbeförderungsgesetz, sagte Fabien Nestmann, Sprecher von Uber Deutschland, der dpa. Der Anbieter schränkt allerdings ein, dass es zum Start von Uberx zu Kapazitätsproblemen kommen könne und keine Uberx-Fahrgelegenheit zur Verfügung stehe. Dieser Zustand könne mehrere Wochen anhalten.

Das war bislang einer der Hauptkritikpunkte der Taxibranche an Uberpop. Das Landgericht Frankfurt hatte den Dienst, mit dem das Unternehmen Kunden an private Fahrer vermittelt, deutschlandweit für rechtswidrig erklärt. Ohne einen Schein zur Personenbeförderung dürfe auch ein privater Fahrer seine Dienste nur zum Selbstkostenpreis anbieten, befand das Gericht.

Bei Uberx sind laut Uber nun alle Fahrzeuge offiziell als Mietwagen zugelassen und entsprechend versichert. Uber will auch mit Partnern zusammenarbeiten, die selbst über eine Flotte verfügen und mehrere Fahrer beschäftigen. Trotz der Anpassungen an geltendes Recht wolle Uber preislich die Durchschnittstarife um bis zu 20 Prozent unterbieten. Dies werde dadurch erreicht, dass der Dienst eine deutlich höhere Auslastung als etwa traditionelle Taxi-Unternehmen erreichen würde, erklärte das Unternehmen.

Taxigewerbe sieht Uberx kritisch

Das Taxigewerbe bleibt indes skeptisch. "Wir haben Zweifel, dass Uberx ein Angebot ist, das den deutschen Gesetzen vollständig entspricht", sagte Dieter Schlenker, Vorsitzender der Genossenschaft Taxi Deutschland. "Denn das Oberverwaltungsgericht Berlin hat Ubers offenbar baugleiches Modell UberBlack längst verboten."

Über UberBlack vermittelt das Unternehmen Limousinen inklusive Fahrer. Auch mit den so konzessionierten Fahrzeugen und Fahrern inklusive Versicherung habe Uber es geschafft, das Personenbeförderungsgesetz zu brechen, und wurde daraufhin vom Gericht (OVG Berlin) verboten. "Wir werden beobachten, ob Uber hier wieder ohne Genehmigung Taxi spielt oder die Gesetze für Mietwagenverkehr erstmalig beachtet", sagte Schlenker. In letzterem Fall freue sich das Gewerbe auf den Wettbewerb.

Der in San Francisco gegründete Fahrdienstvermittler ist in der Vergangenheit weltweit massiv auf Konflikte mit dem traditionellen Taxigewerbe und den Behörden gestoßen. Mit Uberpop hatte sich das Unternehmen, das sich mehrere Milliarden US-Dollar von Investoren holte, über nationale Regelungen hinweggesetzt. Trotz des Starts von Uberx halte Uber aber an der Forderung fest, die Rahmenbedingungen zu modernisieren.

"Wir sind der Meinung, dass die Regelungen im deutschen Personenbeförderungsgesetz nach wie vor überholungsbedürftig sind", sagte Nestmann. Sie stammten im Wesentlichen aus den 1960er-Jahren, als es weder Internet noch Smartphones oder Satellitennavigation gab. So habe die Prüfung der Ortskenntnisse einen anderen Stellenwert in einer Zeit, in der alle Wagen mit Navigationsgeräten ausgestattet seien. Auch die Rückkehrpflicht für Mietwagen sei weder ökonomisch noch ökologisch zeitgemäß.

Mit Uberx wolle das Unternehmen das Angebot an Mobilitätslösungen erweitern, sagte Nestmann. Bisherige Uberpop-Partner sollen auch finanziell unterstützt werden, um alle Prüfungen für Mietwagen zu absolvieren sowie den Personenbeförderungsschein zu machen. Uber hat nach eigenen Angaben rund 50.000 aktive Nutzer in Deutschland.


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dudida 15. Mär 2016

Und genau das ist falsch - selbstverständlich musst du alle Kosten überschlagen, die ein...

raskani 05. Jul 2015

warum soll sich die politik eines landes der doktrien ausländischer firmen anpassen...

Uranium235 19. Mai 2015

Nein, das tut es nicht. Als Gegner der Schiedsgerichte sollte man wenigstens fundiert...



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