Abo
  • Services:
Anzeige
Der Akkordtrainer zeigt an, welche Saiten falsch gespielt wurden.
Der Akkordtrainer zeigt an, welche Saiten falsch gespielt wurden. (Bild: Uberchord)

Akkorde lernen zum Einstieg

So weit ist die App allerdings noch nicht. Im Vordergrund steht derzeit das intensive Üben von Akkorden. Die Macher sehen das als einen Einstieg und Weg, Nutzer mit der App und ihrer Funktionsweise vertraut zu machen. "Mancher Einsteiger will erst einmal nur eine Handvoll selbst gewählter Lieder am Lagerfeuer spielen können", so Barkow-Oesterreicher, auch wenn eher ernsthaft am Lernen und Lehren von Musik Interessierte die eigentliche Zielgruppe sind. So steht in der App auch das Erlernen der Akkorde und von Akkordfolgen in der aktuell verfügbaren Version im Vordergrund.

Anzeige

Im Übungsmodus lernen wir deshalb Griffe und kurze Akkordsequenzen zu spielen. Neben diesen vorgegebenen, nach Schwierigkeitsgrad sortierten Tutorials können wir auch eigene Sequenzen festlegen, bis hin zu ganzen Songs. Die können auch an Freunde und Bekannte weitergegeben werden - oder wie es ganz im Sinne der Macher wäre: Unser Gitarrenlehrer stellt Stücke für uns, seine Schüler, zusammen. Was allerdings derzeit noch fehlt, ist eine öffentliche Datenbank für selbst erstellte Stücke. Hier besteht laut Barkow-Oesterreicher das Problem, dass Nutzer urheberrechtlich geschützte Titel einstellen.

Wo die Musik spielt, sind Lizenzen im Spiel

Die rechtliche Problematik ist auch der Grund, warum Uberchord selbst noch keinen bekannten Titel anbietet. Die Gründer mussten bei diesem Thema viel dazulernen. Dass sie für existierende Lieder die notwendigen Lizenzen einholen mussten, war ihnen bewusst. Doch die App spielt oder streamt die Musik schließlich nicht selbst, die Musiklabels waren die falsche Adresse. Sie fragten bei Musikverlagen an, die sie an Notenverlage weiterverwiesen. Diese publizieren heute die vielen Musikern bekannten Notenblätter zum Nachspielen.

Doch bevor die Gründer überhaupt an Rechteverhandlungen denken konnten, galt es, eine funktionierende App zu programmieren. Die Idee für die App hatten Barkow-Oesterreicher und Burgwedel, als sie 2012 zusammen im Flugzeug saßen. Kurz darauf lernten sie Martin Polak kennen, der ihre Begeisterung für die Idee teilte und auch das notwendige Entwickler-Know-how einbrachte. Laut Burgwedel verstanden sich die drei damals derart gut, dass sie den grundlegenden Vertrag zwischen ihnen auf die Rechnung einer Pizzeria schrieben, in der sie sich trafen.

Der Programmcode passt nicht auf eine Quittung

Doch die Gründungsromantik vereinfacht die Programmierung nicht. Die Auswertung der Gitarrenklänge verlangt eine aufwendige Analyse des Mikrofonsignals, um den gespielten Akkord zu erkennen. Wird eine Gitarrensaite angeschlagen, entstehen neben dem eigentlichen Ton weitere Obertöne. Beim Spiel eines einzelnen Akkords erklingen so unter Umständen mehr als 100 Töne gleichzeitig - von denen das menschliche Ohr aber nicht alle wahrnimmt. Das Mikrofon nimmt diese aber trotzdem auf, sie müssen bei der Analyse und Auswertung des Signals beachtet werden. Burgwedel glaubt, dass ihre seit zwei Jahren entwickelte Analysetechnik "die einzige der Welt ist, die komplexe Akkorde in Echtzeit erkennen kann".

An einer anderen Stelle gab es bei der Entwicklung weniger Probleme. Uberchord gibt es aktuell nur für iOS und laut Barkow-Oesterreicher ist die Qualität des Mikrofons in den mobilen Geräten von Apple recht gut. Allerdings sei die iOS-API für den Zugriff auf das Mikrofonsignal von Apple etwas "stiefmütterlich" dokumentiert und nicht immer ganz einfach zu meistern.

Uberchord selbst hat laut eigenen Angaben mittlerweile 470 Betatester für seine App, darunter viele professionell arbeitende Musiker in den USA. Doch nicht nur beim Testen der App arbeiten sie mit Musikern und Lehrern zusammen, auch an der eigentlichen Entwicklung und der Verbesserung der Erkennungsalgorithmen sind sie beteiligt. Allein um die korrekte Nomenklatur der Akkordbenennung in der App zu gewährleisten, war das Fachwissen von Jonas Schoen-Philbert unverzichtbar. Der Professor für Komposition und Musiktheorie gehört mittlerweile auch zum Mitarbeiterstamm, wie auch der Musiklehrer Enzo Galli, der sich nicht nur um die Ausarbeitung der Lektionen kümmert.

 Uberchord ausprobiert: Besser spielen statt Highscore jagenNoch ist Selbstmotivation wichtig 

eye home zur Startseite
mwi 19. Sep 2015

Vielen Dank, Simon, für die ausführlicheren Informationen. Dann bin ich ja mal gespannt...

menno 07. Sep 2015

Weil Du schon mal da bist und ich auf eurer Seite dazu nichts gefunden habe. Laut...

Plasma 28. Aug 2015

I don't think so, Tim!

sre 28. Aug 2015

YMMD

Markus06 26. Aug 2015

Vielleicht nicht 100% das gleiche für Klavier aber auch sehr gut ist http://www...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. BRUNATA Wärmemesser GmbH & Co. KG, München
  2. über Hays AG, Bad Homburg
  3. Wüstenrot Bank AG Pfandbriefbank, Ludwigsburg
  4. Helvetia schweizerische Lebensversicherungs-AG, Frankfurt am Main


Anzeige
Top-Angebote
  1. 39,99€
  2. 219,00€
  3. 15,99€

Folgen Sie uns
       


  1. Hoversurf

    Hoverbike Scorpion-3 ist ein Motorradcopter

  2. Rubbelcard

    Freenet-TV-Guthabenkarten gehen in den Verkauf

  3. Nintendo

    Interner Speicher von Switch offenbar schon jetzt zu klein

  4. Noch 100 Tage

    Unitymedia schaltet Analogfernsehen schrittweise ab

  5. Routerfreiheit

    Tagelange Störung bei Aktivierungsportal von Vodafone

  6. Denverton

    Intel plant Atom C3000 mit bis zu 16 Goldmont-CPU-Kernen

  7. Trotz Weiterbildung

    Arbeitslos als Fachinformatiker

  8. Klage gegen Steuernachzahlung

    Apple beruft sich auf europäische Grundrechte

  9. 3D Studio

    Nvidia spendiert Qt Hunderttausende Zeilen Code

  10. Horizon Zero Dawn im Test

    Abenteuer im Land der Maschinenmonster



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Kernfusion: Angewandte Science-Fiction
Kernfusion
Angewandte Science-Fiction
  1. Kernfusion Wendelstein 7-X funktioniert nach Plan

MX Board Silent im Praxistest: Der viel zu teure Feldversuch von Cherry
MX Board Silent im Praxistest
Der viel zu teure Feldversuch von Cherry
  1. MX Board Silent Mechanische Tastatur von Cherry bringt Ruhe ins Büro
  2. Smartphone TCL will neues Blackberry mit Tastatur bringen
  3. Tastaturhülle Canopy hält Magic Keyboard und iPad zum Arbeiten zusammen

Der große Ultra-HD-Blu-ray-Test (Teil 2): 4K-Hardware ist nichts für Anfänger
Der große Ultra-HD-Blu-ray-Test (Teil 2)
4K-Hardware ist nichts für Anfänger
  1. Der große Ultra-HD-Blu-ray-Test (Teil 1) 4K-Filme verzeihen keine Fehler
  2. Deutsche Verkaufszahlen Unberechtigter Jubel über die UHD-Blu-ray
  3. 4K Blu-ray Sonys erster UHD-Player kommt im Frühjahr 2017

  1. Re: arbeitssuchende Fachinformatiker? Her damit

    bjs | 19:44

  2. Re: Erfahrungsbericht aus der echten Praxis...

    Fenster | 19:44

  3. Re: Jemanden zu finden der weiß was er tut ist...

    JohnStones | 19:43

  4. Realität erschlägt Theorie

    derfunker | 19:43

  5. Re: bewerbungsfragen... mal zum self assessment. :-)

    Hades85 | 19:43


  1. 18:30

  2. 18:14

  3. 16:18

  4. 15:53

  5. 15:29

  6. 15:00

  7. 14:45

  8. 14:13


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel