Abo
  • Services:
Anzeige
Taxibranche wehrt sich gegen Internetkonkurrenz.
Taxibranche wehrt sich gegen Internetkonkurrenz. (Bild: Emanuele/CC BY-SA 2.0)

Uber und Wundercar: Deutsche haben großes Interesse an Taxi-Alternativen

Alternativen zum Taxi stehen in Deutschland hoch im Kurs - auch wenn die Verwaltungen und die Taxibranche einen Gegenkurs fahren. 10 Millionen Deutsche könnten sich die Buchung alternativer Fahrdienste vorstellen. Bitkom fordert für die Startups nun Rechtssicherheit.

Anzeige

Sie stehen im Kreuzfeuer der Kritik: Unternehmen, die Alternativen zum Taxi anbieten. Politik und die sich dadurch bedroht fühlenden Taxiunternehmen laufen Sturm gegen die Markteintritte von Uber und Wundercar. In Hamburg sind beide Dienste sogar verboten worden, in Berlin wurde eine einstweilige Verfügung erlassen. Doch das Problem würde sich ganz von allein lösen, wenn die Kundschaft kein Interesse an der Dienstleistung hätte. Dem ist nicht so, wie eine repräsentative Studie im Auftrag des Bitkom-Verbands zeigt.

Etwa 10 Millionen Deutsche können sich vorstellen, Fahrten mit Uber oder Wundercar zu buchen - das entspricht 14 Prozent der Gesamtbevölkerung. Das ist nicht die Mehrheit, aber eine interessante Zielgruppengröße.

Die Online-Dienste vermitteln Fahrten - sowohl als Mietlimousine mit professionellen Fahrern als auch mit Privatpersonen in deren eigenen Autos. Letztere Dienstleistung steht im Mittelpunkt der Kritik: Die Privatfahrer haben in der Regel keine Personenbeförderungserlaubnis. Bei den Limousinendiensten wird beanstandet, wenn sie unterwegs nach Abschluss der Fahrt wieder neue Gäste aufnehmen - und dann so agieren wie ein Taxi.

Der Studie nach haben die Befragten in Großstädten mit mehr als 500.000 Einwohnern, in denen die Anbieter derzeit aktiv sind, schon Erfahrungen machen können. Bereits 13 Prozent der Bewohner dieser Städte haben einen solchen Dienst einmal ausprobiert und weitere 12 Prozent sind interessiert.

Rechtssicherheit für Uber und Co gefordert

"Die Angebote der Start-ups gehen flexibel auf die individuellen Bedürfnisse der Nutzer ein. Sie sind die ideale Ergänzung zu Bussen, Bahnen und Taxis", so Ulrich Dietz vom Bitkom. "Die Angebote haben einen Nerv getroffen und stoßen auf eine rege Nachfrage. Die jungen Unternehmen brauchen jetzt vor allem Rechtssicherheit", sagte Dietz im Hinblick auf die Versuche, die neue Konkurrenz von Taxis zu verbieten. Eigentlich könnte aber nur eine Änderung der Rechtslage dafür sorgen, dass diese Dienste auf juristisch einwandfreiem Boden stehen.

"Eine Abschottung des Marktes zum Schutz der bestehenden Anbieter darf es nicht geben. Die Politik will Deutschland zur Start-up-Nation machen. Und so darf sie neue Geschäftsmodelle nicht durch den Schutz traditioneller Angebote von vornherein zunichtemachen", meint Dietz.

Wundercar vermittelt über das Internet Fahrer, die den Kunden chauffieren. Das soll grundsätzlich nichts kosten, doch man könne ein Trinkgeld in beliebiger Höhe zahlen. Das erfolgt bargeldlos übers Netz und Wundercar erhält davon 20 Prozent. Der Dienst wurde in Hamburg ebenso verboten wie Uber Pop. Beide Anbieter wollen trotzdem weitermachen.

In zahlreichen europäischen Städten hatten Taxifahrer Mitte Juni 2014 gegen die neue Internetkonkurrenz demonstriert. Über die Apps wird nach Ansicht der Taxifahrer versucht, die strenge Regulierung des Taxibetriebs auszuhebeln. Uber und ähnliche Anbieter betreiben keine eigene Fahrzeugflotte, sondern sind Vermittler zwischen selbstständigen Fahrern und Fahrgästen.

Die Berliner Taxivereinigung ließ dem US-Unternehmen per einstweiliger Verfügung untersagen, in Berlin mit der Smartphone-App Uber einen taxiähnlichen Verkehr mit Limousinen zu betreiben. Bei den Fahrern handele es sich um Mietwagenunternehmer, die laut Gesetz verpflichtet seien, nach der Fahrt an ihren Betriebssitz zurückzukehren, was sie nicht täten, argumentieren die Taxiunternehmen.


eye home zur Startseite
User_x 25. Jul 2014

------------------------------------------------------------------------------ +1 auf...

bernd71 25. Jul 2014

Diese Gefälligkeit ist wirklich lustig. Wenn man lust hat Leute durhc die gegend zu...

Jakelandiar 25. Jul 2014

Diese Diskussion ist meiner Ansicht nach hinfällig. Es würde so oder so nur als...

DrWatson 25. Jul 2014

Angenommen, der Taxi-Dienst wäre qualitativ wirklich besser, dann würden die Kunden nur...

Kevin17x5 25. Jul 2014

meine Einstellung... ich habe mal gesagt, bei 5 Euro lassen Sie uns raus...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. persona service Freiberg, Freiberg
  2. Viking River Cruises AG, Basel (Schweiz)
  3. UNIQ GmbH, Holzwickede
  4. Robert Bosch GmbH, Böblingen


Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. (u. a. Hobbit Trilogie Blu-ray 43,89€ und Batman Dark Knight Trilogy Blu-ray 17,99€)
  2. 61,99€

Folgen Sie uns
       


  1. Facebook Messenger

    Bug lässt iPhone-Nutzer nur wenige Wörter tippen

  2. Multi-Shot-Kamera

    Hasselblad macht 400-Megapixel-Fotos mit 2,4 GByte Größe

  3. Mitsubishi

    Rückkamera identifiziert Verkehrsteilnehmer

  4. Otherside Entertainment

    Underworld Ascendant soll mehr Licht ins Dunkle bringen

  5. Meltdown und Spectre

    "Dann sind wir performancemäßig wieder am Ende der 90er"

  6. Google Play Services

    Update gegen Chromecast-WLAN-Blockade kommt bald

  7. Cars 3 und Coco in HDR

    Die ersten Pixar-Filme kommen als Ultra-HD-Blu-ray

  8. Überwachungstechnik

    EU-Parlament fordert schärfere Ausfuhrregeln

  9. Loki

    App zeigt Inhalte je nach Stimmung des Nutzers an

  10. Spielebranche

    Fox kündigt Studiokauf und Alien-MMORPG an



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Kryptowährungen: Von Tulpen, Berg- und Talfahrten
Kryptowährungen
Von Tulpen, Berg- und Talfahrten
  1. Bitcoin Israels Marktaufsicht will Kryptoverbot an Börse durchsetzen
  2. Geldwäsche EU will den Bitcoin weniger anonym machen
  3. Kryptowährung 4.700 Bitcoin von Handelsplattform Nicehash gestohlen

IT-Sicherheit: Der Angriff kommt - auch ohne eigene Fehler
IT-Sicherheit
Der Angriff kommt - auch ohne eigene Fehler
  1. eID Willkommen in der eGovernment-Hölle
  2. Keeper Security Passwortmanager-Hersteller verklagt Journalist Dan Goodin
  3. Windows 10 Kritische Lücke in vorinstalliertem Passwortmanager

Elektroauto: War es das, Tesla?
Elektroauto
War es das, Tesla?
  1. Elektroauto Norwegische Model-S-Fahrer klagen gegen Tesla
  2. Erneuerbare Energien Tesla soll weitere Netzspeicher in Australien bauen
  3. Elektroauto Teslas Probleme mit dem Model 3 sind nicht gelöst

  1. Re: Kein verstellen von Spiegeln nötig

    das_mav | 15:16

  2. Re: Unitymedia 50 Mbit

    Coding4Money | 15:14

  3. Re: Ups ...

    Gamma Ray Burst | 15:13

  4. Re: Trotz gesteigerter Qualität fehlen mir noch...

    der_wahre_hannes | 15:13

  5. Immer wenn ich sowas lese:

    das_mav | 15:12


  1. 13:15

  2. 13:00

  3. 12:45

  4. 12:30

  5. 12:00

  6. 11:58

  7. 11:48

  8. 11:27


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel