Uber: KI-System soll betrunkene Fahrgäste erkennen
Lallen, randalieren, übergeben: Betrunkene sind bestimmt nicht immer die angenehmsten Fahrgäste. Der US-Fahrdienst Uber hat ein System mit künstlicher Intelligenz (KI) entwickelt, das erkennen soll, ob ein Kunde, der eine Fahrt bestellt, zu viel Alkohol oder Drogen konsumiert hat.
Das System wertet aus, wie der Nutzer die App bedient und erstellt daraus ein Profil. Die KI wertet aus, wie der Nutzer tippt, ob er viele Fehler macht, in welchem Winkel er sein Smartphone hält, wie schnell er geht oder wie lange er benötigt, um eine Fahrt zu bestellen.
Die KI vergleicht das aktuelle Verhalten mit dem gespeicherten Profil. Zudem zieht sie die Umstände in Betracht, unter denen die Dienste von Uber in Anspruch genommen werden sollen: Wochentag, Uhrzeit und Ort. Befindet sich der Nutzer etwa an einem Samstag mitten in der Nacht aus einem Ausgehviertel, ist die Chance, dass er betrunken ist, größer, als wenn er eine Fahrt zu Mittag in einem Geschäftsviertel bestellt.
Aus dem Nutzungsverhalten und den Umständen soll die KI ermitteln, ob der Fahrgast betrunken oder nüchtern ist. Angetrunkene Fahrgäste sind ein Problem für Uber. Es ist schon mehrfach vorgekommen, dass sie den Fahrer belästigt oder sogar angegriffen haben. Das KI-System könnte beispielsweise dann einen erfahrenen Fahrer auswählen, der darauf geschult ist, mit solchen Fahrgästen umzugehen.
Uber hat 2016 einen Patentantrag auf diese Technik(öffnet im neuen Fenster) beim US-Patentamt (US Patent and Trademark Office, USPTO) eingereicht. Der Antrag ist jetzt veröffentlicht worden. Ob und wann Uber dieses System einsetzen wird, ist nicht bekannt.
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