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Uber: Europaweite Taxi-Proteste gegen Internetkonkurrenz

Die Taxibranche fürchtet um ihre Existenz – Grund sind Konkurrenzangebote wie Uber. Nun regt sich europaweit Protest. Allein in Berlin wollen heute 1.000 Taxifahrer dabei sein.
/ Michael Linden und dpa
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Taxikonkurrenz Uber gerät ins Kreuzfeuer (Bild: blu-news.org/CC BY-SA 2.0)
Taxikonkurrenz Uber gerät ins Kreuzfeuer Bild: blu-news.org/CC BY-SA 2.0

Taxifahrer fürchten die neue Onlinekonkurrenz durch Dienste wie Uber und wollen am heutigen Mittwoch einen europaweiten Aktionstag starten, um ihren Sorgen Gehör zu verschaffen. Neben London, Paris, Madrid und Mailand sind auch deutsche Städte wie Berlin und Hamburg mit dabei. Nach Informationen der dpa wollen in Berlin 1.000 Taxis bei einer Sternfahrt am Mittwochnachmittag mitmachen. "Das wird man auch merken im Straßenverkehr", sagte ein Polizeisprecher. Deutlich größer wird der Protest wohl in London ausfallen, wo laut Veranstalter 10.000 bis 12.000 Teilnehmer erwartet werden.

In einer Finanzierungsrunde hat der Fahrdienst Uber reichlich Mittel für die weitere Expansion erhalten. Er hatte sich von Investoren die Summe von 1,2 Milliarden Dollar besorgt. Uber kämpft in Berlin gegen ein Verbot. Die Berliner Taxivereinigung hat dem US-Unternehmen per einstweiliger Verfügung untersagen lassen, in Berlin mit der Smartphone-App Uber einen taxenähnlichen Verkehr mit Limousinen zu betreiben. Bei den Fahrern handele es sich um Mietwagenunternehmer, die laut Gesetz verpflichtet seien, nach der Fahrt an ihren Betriebssitz zurückzukehren, was sie nicht täten, argumentieren die Taxiunternehmen. In Brüssel wurde der Dienst verboten.

Über die Apps wird nach Ansicht der Taxifahrer versucht, die strenge Regulierung des Taxibetriebs auszuhebeln.

Der Präsident des Deutschen Taxi- und Mietwagenverbands BZP(öffnet im neuen Fenster), Michael Müller, kritisiert die private Konkurrenz: "Wir wehren uns mit allen Mitteln gegen die ungesetzliche Konkurrenz in Form von Uber und Co. Der Rechtsbruch dieser Unternehmen besteht nicht darin, dass sie das Internet nutzen, um Beförderungsleistungen anzubieten. Der Rechtsbruch besteht darin, dass diese Fahrten an nichtberechtigte Konkurrenten vermittelt werden. Private Fahrer haben nun mal keine Zulassung auf dem Taximarkt – und sie zahlen in der Regel keine Steuern auf diese Fahrten, sind oft nicht für die Beförderung versichert, unterziehen sich keinen regelmäßigen Gesundheitschecks und legen oftmals keine Prüfungen über ihre Ausbildung und den technischen Zustand des Autos ab."

Ziel der Sternfahrt in Berlin ist das Olympiastadion.


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