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UAV: Biologisch abbaubare Drohne aus Pilzen und Bakterien

Bakterienzellulose und Wespenspeichel: Diese Drohne macht keinen sehr appetitlichen Eindruck. Aber dafür ist sie weitgehend biologisch abbaubar. Die Entwickler wollen noch mehr Komponenten aus Bakterien herstellen.
/ Werner Pluta
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Rumpf der biologisch abbaubaren Drohne: Verpackungen für Weinflaschen und Kerne von Surfbrettern (Bild: Team: StanfordBrownSpelman)
Rumpf der biologisch abbaubaren Drohne: Verpackungen für Weinflaschen und Kerne von Surfbrettern Bild: Team: StanfordBrownSpelman

Appetitlich klingt anders: Ein unbemanntes Fluggerät (UAV) aus Pilzen und Bakterien(öffnet im neuen Fenster) hat ein Team aus den USA konstruiert. Der Vorteil der Biodrohne: Stürzt sie ab, verwest sie.

Entwickelt wurde die Biodrohne von Studenten der US-Universitäten Stanford, Brown und Spelman sowie der US-Raumfahrtbehörde Nasa. Mit dem UAV hat das Team an dem Wettbewerb International Genetically Engineered Machine(öffnet im neuen Fenster) teilgenommen.

Pilze bilden den Rumpf

Der Rumpf des UAV besteht aus Myzel. Das sind die Fadenzellen eines Pilzes, die den größten Teil eines Pilzes ausmachen. Das, was wir als Speisepilz essen, ist nur der Fruchtstand. Hergestellt wurde die Konstruktion aus dem Biomaterial von Ecovative Design(öffnet im neuen Fenster) . Das Unternehmen aus Green Island im US-Bundesstaat New York stellt aus dem haltbaren und leichten Material Verpackungen für Weinflaschen oder den Kern von Surfbrettern her.

Um dem Rumpf mehr Stabilität zu verleihen, wird das Myzel mit einer Schicht aus einer lederartigen Zellulose überzogen. Die Zellulose stammt von Bakterien. Um die Konstruktion wasserdicht zu machen, wurde sie mit einem Protein überzogen. Es ist der Speichel einer Wespe, die damit ihr Nest vor dem Nasswerden schützt.

Nicht alles ist abbaubar

Dieser Teil der Drohne ist biologisch abbaubar. Allerdings gebe es auch Komponenten, die nicht verrotten, sagt Raman Nelakanti von der Stanford-Universität dem britischen Wissenschaftsmagazin New Scientist(öffnet im neuen Fenster) . Dazu gehören die Schaltkreise, die mit einer Tinte aus Silbernanopartikeln gedruckt werden. Hinzu kommen der Antrieb, bestehend aus vier Propellern und Motoren, sowie der Akku.

In der nächsten Ausbaustufe soll die Drohne auch biologisch abbaubare Sensoren bekommen. Die Entwickler wollen sie aus dem Bakterium Escherichia coli herstellen.


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