Zum Hauptinhalt Zur Navigation

U3014 und U2913WM: Dells Ultrasharp-Monitore mit 30 Zoll oder im Kinoformat

Zwei neue Vertreter der Monitorserie Ultrasharp hat Dell angekündigt: Der U3014 ist das Flaggschiff mit großem Farbraum und 30 Zoll Diagonale. Mit dem U2913WM gibt es Dells ersten Monitor im Format 21:9. Als Zubehör sind Halterungen angekündigt, auch für zwei große Displays.
/ Nico Ernst
112 Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)
Der 21:9-Monitor U2913WM (Bild: Dell)
Der 21:9-Monitor U2913WM Bild: Dell

Die neuen Dell-Monitore U3014 (30 Zoll) und U2913WM (29 Zoll) gehören zur Serie Ultrasharp, mit der das Unternehmen blickwinkelstabile Displays mit IPS-Panels anbietet, die je nach Modell auch einen für Bildverarbeitung wichtigen großen Farbraum bieten. Noch geizt Dell mit technischen Daten des 30-Zollers, fest steht aber, dass der U3014 das neue Flaggschiff darstellt und den älteren U3011 ablösen wird.

Im Seitenverhältnis von 16:10 stellt der Monitor 2.560 x 1.600 Pixel dar, die bei ergonomischem Betrachtungsabstand kaum noch einzeln wahrnehmbar sind. Durch das heute selten gewordene Seitenverhältnis ergeben sich 160 Zeilen mehr als beim schon erhältlichen U2713H.

Die übliche Anwendung für solche Monitore ist die Bildverarbeitung, für die sich der U3014 gut eignen soll. Angaben zum Farbraum fehlen noch, so dass nicht ausgeschlossen ist, dass es wie bei den neuen 27-Zollern ein weiteres Modell geben wird. Bei diesen kleineren Monitoren gibt es den U2713H und den U2713HM , nur Ersterer bietet Funktionen wie eine Abdeckung nach Adobe RGB von 99 Prozent und interne 10-Bit-Verarbeitung für jeden Farbkanal. Der U3014 soll 1.499 US-Dollar kosten; einen deutschen Preis und die Bestückung mit Bildeingängen nannte das Unternehmen noch nicht, ebenso keinen Liefertermin. "Bald" , so Dell, soll es aber so weit sein.

Konkreter sind die Angaben zum ersten 21:9-Ultrasharp U2913WM, der auch schon im deutschen Onlineshop(öffnet im neuen Fenster) zu finden ist. Er kann dort für aktuell 785 Euro vorbestellt werden und soll Mitte März 2013 ausgeliefert werden. Das Display ist in einem von vielen Kinofilmen genutzten Seitenverhältnis gehalten, so dass entsprechendes Material beispielsweise beim Bearbeiten von Filmen mit schmalen Balken dargestellt werden kann.

Kinomonitor ab März 2013

Diese Balken befinden sich bei einer Darstellung ohne Skalierung aber an der Seite, denn die am weitesten verbreitete 2K-Auflösung beträgt 2.048 x 1.080 Pixel und das Panel des U2913WM stellt 2.560 x 1.080 Pixel dar. Mehr Auflösung als 27-Zöller mit 2.560 x 1.440 Pixeln bietet der neue Monitor also nicht, das Besondere ist vielmehr das extreme Breitbildformat.

Auch der Farbraum ist mit 99 Prozent Abdeckung von sRGB nach den Angaben im deutschen Onlineshop nicht so groß wie bei einem Bildverarbeitungsmonitor üblich: Hier sind Werte von 120 Prozent und mehr gängig. Entsprechende Monitore stellen also mehr Farbabstufungen dar, als per sRGB definiert sind, weshalb zum Vergleich auch der größere Farbraum nach Adobe RGB genannt wird. Eine Pivot-Funktion besitzt der U2913WM nicht.

Umfangreich ist das Schnittstellenangebot: Je einmal Dual-Link-DVI, Displayport 1.2, Mini-Displayport 1.2, HDMI und auch noch VGA stehen bereit. Die analogen Videoeingänge hat sich Dell sonst bei den neuen Ultrasharps gespart. Zudem verfügt der 29-Zoller auch über einen Ausgang für einen Displayport, darüber können mehrere Monitore im Daisy-Chaining-Verfahren mit nur einem Kabel zum PC genutzt werden. Ein USB-3.0-Hub mit vier Ausgängen ist ebenfalls eingebaut, anders als bei anderen Ultrasharps gibt es aber keinen Cardreader.

Da die neue Ultrasharp-Serie nun in allen Größen von 24 bis 30 Zoll angeboten wird, hat Dell auch zwei Halterungen angekündigt, in welche die Displays ohne Werkzeug eingesetzt werden können. Das ist auch bei den mit den Monitoren gelieferten Standfüßen so, sie rasten in den Rückseiten der Monitore ein.

Der Schwenkarm MSA14 wird mittels einer Schraubklemme am Schreibtisch befestigt, der Monitor kann dann beispielsweise schnell einem benachbarten Kollegen zum Einblick zugewandt werden. Auch in der Höhe ist der Halter verstellbar, die Pivot-Funktion bleibt dabei erhalten. Für zwei Displays, die dauerhaft im Querformat genutzt werden, ist die zweite Halterung MDS14 vorgesehen. Je nach Größe der zu befestigenden Monitore kostet der Schwenkarm ab 149 US-Dollar, der Dual-Display-Halter ab 169 US-Dollar. Eine Halterung für drei Monitore, wie sie bei Spielern beliebt sind, hat Dell nicht im Programm. In Deutschland sind die beiden Halter noch nicht erhältlich.

Nachtrag vom 4. März 2013, 9:45 Uhr

Dell hat den U3014 nun auch in seinem deutschen Webshop aufgeführt, geliefert werden soll der 30-Zoll-Monitor ab dem 8. März 2013. Er kostet bei Dell selbst rund 1.500 Euro, andere Händler wie Alternate und Mix listen das Gerät für rund 1.100 Euro.

Auch die technischen Daten liegen jetzt vor. So deckt der U3014 Dell zufolge 99 Prozent des Farbraums nach Adobe RGB ab. Für sRGB gibt Dell nur 100 Prozent an, in Bezug auf die ähnliche CIE-Norm sind es aber 120 Prozent. 10 Bit pro Farbkanal kann der Monitor verarbeiten, intern arbeitet das Gerät mit einer Lookup-Tabelle (LUT) von 14 Bit. Diese Tabelle kann beim Kalibrieren angepasst werden.

Da das Display mit LEDs beleuchtet wird, ist die Leistungsaufnahme für einen so großen Monitor vergleichsweise gering. Typischerweise sollen es 60 Watt sein, maximal 120 Watt. Im Standby-Modus benötigt der U3014 nur ein halbes Watt.

Analoge Bildeingänge sind wie bei anderen neuen Ultrasharps verschwunden, es gibt nur noch je einmal Displayport in voller Größe sowie Mini-Displayport, Dual-Link-DVI und HDMI. Über einen Ausgang für Displayport können mehrere Monitore per Daisy-Chaining verbunden werden, wobei zum PC nur noch ein Kabel für alle Displays führen muss.


Relevante Themen