U145: Airbus schickt autonomen Hubschrauber ins Rennen
Kein Cockpit, kein Pilot, aber dieselbe Zelle: Airbus Helikopters hat den U145(öffnet im neuen Fenster) präsentiert, einen vollautonomen Ableger des bewährten H145-Zweimotorhubschraubers(öffnet im neuen Fenster). Gezeigt wurde zunächst ein Modell in Originalgröße.
Ein H145 ohne Pilotensitz, aber mit KI an Bord
Der U145 übernimmt Zelle, Antrieb und Nutzlastkapazität des H145, verzichtet aber vollständig auf das physische Cockpit. Das maximale Abfluggewicht liegt bei 3.800 Kilogramm. Für den autonomen Betrieb erhält die Maschine ein Sensorsystem sowie KI-gestützte Steuerungssoftware. Frachtspezifische Umbauten umfassen eine integrierte Bugklappe mit ausklappbarem Ladetisch sowie einen verstärkten Frachtraumboden. Diese Änderungen unterscheiden den U145 baulich klar vom bemannten Modell.
Airbus baut seine Drohnenfamilie planmäßig aus
Der U145 ist das zweite bemannte Muster, das Airbus in eine unbemannte Plattform überführt. Den Anfang machte der VSR700(öffnet im neuen Fenster), abgeleitet vom Leichthubschrauber Cabri G2, der vorrangig für den Marineeinsatz entwickelt wurde.
Für den US-Markt hat Airbus mit Shield AI, L3 Harris und Parry Lab den MQ-72C(öffnet im neuen Fenster) entwickelt, einer vollautonomen Variante des Transporthubschraubers UH-72B Lakota.
Indienststellung frühestens Anfang der 2030er
Ein Erstflug des U145 mit einem Sicherheitspilot an Bord ist für Ende 2026 geplant. Die Indienststellung wird nicht vor Beginn des nächsten Jahrzehnts erwartet. Das modulare Konzept soll künftig auch Einsätze in Katastrophenschutz, Brandbekämpfung, Überwachung und bewaffneter Aufklärung ermöglichen.
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