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U.S. Office of Government Ethics: Trump kaufte persönlich Anteile an T-Mobile US und Intel

US-Präsident Donald Trump investierte privat in Firmen, die von seiner Industriepolitik Vorteile haben. Darunter ist die Deutsche Telekom -Tochter T-Mobile US.
/ Achim Sawall
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Trump zeigte T-Mobile US bei der Spendengala sein Bauprojekt am Weißen Haus und in Washington. (Bild: Kevin Dietsch/Getty Images)
Trump zeigte T-Mobile US bei der Spendengala sein Bauprojekt am Weißen Haus und in Washington. Bild: Kevin Dietsch/Getty Images

US-Präsident Donald Trump hat in verschiedene Tech-Unternehmen investiert, die Vorteile von seiner Politik hatten. Das geht aus einer Finanzpflichtmitteilung (Public Financial Disclosure Report) des Präsidenten hervor, die die US-Behörde für Regierungsethik (U.S. Office of Government Ethics) in einem Bericht (PDF) veröffentlicht(öffnet im neuen Fenster) hat. Demnach hat Trump Unternehmensanleihen von Intel, der Deutsche Telekom-Tochter T-Mobile US oder von Meta gekauft.

Die Investitionen waren bereits bekannt, neu sind die Angaben zur Höhe. Die Finanzoffenlegungen verwenden Spannen und geben keine genauen Kaufpreise an. Trump erwarb von Ende August bis Anfang Oktober 2025 Unternehmens- und Kommunalanleihen im Wert von mindestens 82 Millionen US-Dollar.

Den jüngsten Offenlegungen zufolge investierte Trump persönlich zwischen einer Million und fünf Millionen US-Dollar in Intel-Unternehmensanleihen (Corporate Bonds). Es gab einen eindeutigen Interessenkonflikt. Ende August kündigte Trump an, dass die USA eine zehnprozentige Beteiligung an dem angeschlagenen Halbleiter-Konzern Intel übernehmen werde.

Trump investierte 500.000 US-Dollar in T-Mobile US

Außerdem investierte Trump mindestens 500.000 US-Dollar in T-Mobile US. Konzernchef Tim Höttges hatte sich im Mai 2025 sehr positiv über die Trump-Regierung und die Situation von T-Mobile US seit dem Regierungswechsel geäußert.

"Ich kann mich nicht beklagen" , sagte er am 15. Mai 2025. Für die Telekom hätten sich durch die neue US-Regierung die Bedingungen als ausländischer Investor in den USA nicht verschlechtert. "Jeder, der eine bessere Performance, etwas Gutes für Amerika bringt, wird von der neuen Regierung respektiert" , betonte Höttges.

Bei der Übernahme von Sprint von der japanischen Softbank im Jahr 2021 habe T-Mobile US alle Ausbau- und Wettbewerbsauflagen der ersten Trump-Regierung erfüllt, sagte er. T-Mobile US zahlte 26,5 Milliarden US-Dollar. Anschließend wurden alle Übernahmen von T-Mobile US von konkurrierenden Netzbetreibern von der US-Regierung ohne wettbewerbsrechtliche Auflagen genehmigt.

T-Mobile US spendete für Trumps Prunkprojekte in Washington

T-Mobile US beteiligte sich zudem im Oktober 2025 an einer Spendengala von US-Präsident Donald Trump, bei der es um den Bau eines neuen Ballsaals im Weißen Haus im Wert von 250 Millionen US-Dollar ging.

Zu den von Trump erworbenen Unternehmensanleihen gehören Anleihen von Chipherstellern wie Broadcom und Qualcomm, Technologieunternehmen wie Meta Platforms, Einzelhändlern wie Home Depot und CVS Health sowie Wall-Street-Banken wie Goldman Sachs und Morgan Stanley.


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