Abo
  • IT-Karriere:

U-Cat: Roboterschildkröte aus Estland

U-Cat sieht aus wie ein zu groß geratenes Überraschungsei mit Flossen. Der von estnischen Wissenschaftlern entwickelte Tauchroboter ist aber überaus wendig und soll künftig gesunkene Schiffe erkunden.

Artikel veröffentlicht am ,
Tauchroboter U-Cat: alternative technische Lösungen von der Natur abschauen
Tauchroboter U-Cat: alternative technische Lösungen von der Natur abschauen (Bild: Mikhell/Centre for Biorobotics, Tallinn University of Technology)

Ab ins Wasser: Wissenschaftler von der Technischen Universität der estnischen Hauptstadt Tallinn haben einen Roboter nach dem Vorbild einer Meeresschildkröte entwickelt. Der Tauchroboter, der ein wenig an die Kapseln in den Überraschungseiern erinnert, hat dieser Tage in London Weltpremiere.

Stellenmarkt
  1. RUAG Defence Deutschland GmbH, Wedel bei Hamburg
  2. i-SOLUTIONS Health GmbH, Bochum

Angetrieben wird der etwa 50 Zentimeter große Unterwasserroboter von vier Flossen, die durch Paddeln für Vortrieb sorgen. Die Flossen können einzeln angesteuert werden, damit der Roboter manövrieren kann. Sie sind um 360 Grad drehbar. Will der Roboter die Richtung ändern, muss er nicht wenden: Die Flossen werden einfach nach hinten geklappt und der Roboter schwimmt in die entgegengesetzte Richtung zurück. U-Cat kann sich aber auch auf der Stelle um die eigene Achse drehen.

Diese Wendigkeit ist wichtig: Der Roboter ist dafür konzipiert, in Schiffswracks zu tauchen und diese zu erkunden. Der Flossenantrieb mache aber nicht nur wendiger als der herkömmliche Schraubenantrieb. Er bewege auch das Wasser nicht so stark und wirbele weniger Sand vom Meeresboden auf, erklärt Taavi Salumäe, einer der Entwickler von U-Cat.

Europäisches Projekt Arrows

Entwickelt wurde U-Cat im Rahmen des europäischen Forschungsprojektes Arrows, eine Abkürzung für Archaeological Robot Systems for the World's Seas. Ziel ist, technische Systeme für die Unterwasserarchäologie zu bauen. Da die Unterwasserroboter, die beispielsweise bei der Öl- oder Gasförderung eingesetzt werden, zu groß und unhandlich sind, werden Wracks heutzutage immer noch hauptsächlich von Tauchern erkundet.

Deren Einsatzdauer unter Wasser ist beschränkt. Zudem ist das Tauchen in Wracks gefährlich. Roboter wie U-Cat sollen künftig diese Aufgabe übernehmen: Er ist mit einer Kamera ausgestattet, die Bilder aus dem Inneren des gesunkenen Schiffs liefert. U-Cat soll zuerst in der heimischen Ostsee sowie im Mittelmeer getestet werden.

Inspiration Natur

"Die sogenannten biomimetischen Roboter - also Roboter, die Tieren oder Pflanzen nachempfunden sind - sind ein wachsender Trend in der Robotik", sagt Maarja Kruusmaa, Leiterin des Centre for Biorobotics an der Universität in Talinn. "Dabei versuchen wir, technische Hemmnisse zu überwinden, indem wir uns alternative technische Lösungen von der Natur abschauen."

Die Esten präsentieren ihren Schwimmroboter erstmals der Öffentlichkeit im Rahmen der Robot Safari. Das ist eine Ausstellung des Londoner Wissenschaftsmuseums, die 13 Dutzend Roboter zeigt, die nach dem Vorbild von Tieren und Pflanzen konstruiert sind. Die Ausstellung ist vom 29. November bis 1. Dezember 2013 zu sehen.



Anzeige
Top-Angebote
  1. 189€
  2. 319€/429€
  3. (u. a. HP Omen X 25 240-Hz-Monitor für 479€ und Apple iPhone 6s Plus 32 GB für 319€ und 128...

Folgen Sie uns
       


Hyundai Kona Elektro - Test

Das Elektro-SUV ist ein echter Langläufer.

Hyundai Kona Elektro - Test Video aufrufen
IMHO: Porsche prescht beim Preis übers Ziel hinaus
IMHO
Porsche prescht beim Preis übers Ziel hinaus

Die technischen Werte der beiden elektrischen Porsche Taycan-Versionen sind beeindruckend. Viele werden sie als "Tesla-Killer" bezeichnen. Doch preislich peilt Porsche damit eine extrem kleine Zielgruppe an: Ein gut ausgestatteter Turbo S kostet 214.000 Euro.
Ein IMHO von Dirk Kunde

  1. Gaming Konsolenkrieg statt Spielestreaming
  2. IMHO Valve, so geht es nicht weiter!
  3. Onlinehandel Tesla schlägt Kaufinteressenten die Ladentür vor der Nase zu

MX Series im Hands on: Logitechs edle Eingabegeräte
MX Series im Hands on
Logitechs edle Eingabegeräte

Beleuchtet, tolles Tippgefühl und kabellos, dazu eine Maus mit magnetischem Schweizer Präzisionsrad: Logitech hat neue Eingabegeräte für seine Premium-Reihe veröffentlicht - beide unterstützen USB Typ C. Golem.de konnte MX Keys und MX Master 3 unter Windows und MacOS bereits ausprobieren.
Ein Hands on von Peter Steinlechner

  1. Unifying Sicherheitsupdate für Logitech-Tastaturen umgangen
  2. Gaming Logitech bringt mechanische Tastaturen mit flachen Schaltern
  3. Logitacker Kabellose Logitech-Tastaturen leicht zu hacken

IT-Studium: Kein Abitur? Kein Problem!
IT-Studium
Kein Abitur? Kein Problem!

Martin Fricke studiert Informatik, obwohl er kein Abitur hat. Das darf er, weil Universitäten Berufserfahrung für die Zulassung anerkennen. Davon profitieren Menschen wie Unternehmen gleichermaßen.
Von Tarek Barkouni

  1. IT Welches Informatikstudium passt zu mir?
  2. Bitkom Nur jeder siebte Bewerber für IT-Jobs ist weiblich

    •  /