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U-Boot: China feuert Rakete in den Pazifik ab

Ein chinesisches U-Boot hat eine ballistische Rakete im offenen Meer abgefeuert. Die Pazifik-Region reagiert alarmiert.
/ Andreas Donath
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Teststart einer strategischen U-Boot-gestützten Rakete (Bild: Chinesische Marine)
Teststart einer strategischen U-Boot-gestützten Rakete Bild: Chinesische Marine

China hat einen Raketentest durchgeführt. Am 6. Juli 2026 feuerte ein U-Boot der chinesischen Marine offenbar eine seegestützte ballistische Rakete ab, entweder eine JL 2 oder eine JL 3, wie The War Zone berichtete(öffnet im neuen Fenster). Der Start erfolgte im westlichen Pazifik. Analysten zufolge gab es einen solchen Start, sofern er tatsächlich von einem getauchten U-Boot stattfand, seit Jahren nicht mehr.

Laut einer der Marine der Volksbefreiungsarmee zugeschriebenen Erklärung(öffnet im neuen Fenster) trug die Rakete einen Übungssprengkopf und wurde in einer jährlichen Übung abgefeuert. Der Test sei routinemäßig gewesen, andere Länder seien vorab informiert worden. Man habe sich an internationale Normen gehalten, statt gezielt ein Land zu adressieren.

Wo genau der Start stattgefunden habe, teilten die Behörden bislang nicht mit. Zwei getrennte Warnzonen waren vorab ausgewiesen worden, sie deuten auf mögliche Startpunkte im nördlichen Südchinesischen Meer oder im Gelben Meer hin. Der Übungssprengkopf soll westlich der Salomonen niedergegangen sein.

Chinas U-Boot-Flotte

Bei dem beteiligten U-Boot soll es sich um eines der Typ-094-Klasse handeln, den derzeit einzigen nuklear angetriebenen Raketen-U-Booten in Chinas Flotte. Etwa sechs Einheiten gelten als aktiv im Dienst, weitere Rümpfe sollen sich im Bau befinden. Eine neuere Klasse, die Typ 096, soll in der Entwicklung sein.

Offiziell ist weiterhin unklar, ob es sich bei der abgefeuerten Rakete um eine JL 2 oder die neuere JL 3 handelte. Öffentliches Bildmaterial zur JL 3 ist rar, und beide Raketentypen sollen sich äußerlich stark ähneln. Schätzungen zufolge liegt die Reichweite der JL 2 bei etwa 3.900 nautischen Meilen (7200 km), die der JL 3 bei rund 5.400 (10.000 km).

Reaktionen in der Region

Australien, Japan, Neuseeland und Taiwan äußerten jeweils Bedenken, sowohl zur kurzfristigen Vorwarnung als auch zu den weiterreichenden Folgen für die Stabilität der Region.

Der Test fügt sich in ein längerfristiges Muster ein. Das US-Verteidigungsministerium verfolgt seit einiger Zeit eine stetige Ausweitung von Chinas Nukleararsenal, das bis 2030 die Marke von 1.000 Sprengköpfen überschreiten soll. Begleitet wird diese Entwicklung von einem raschen Ausbau der U-Boot-Flotte. Es gibt Schätzungen, denen zufolge China die Vereinigten Staaten in den vergangenen Jahren beim U-Boot-Bau überholte.

Ob dieser Start einen Wandel hin zu häufigeren SLBM-Tests markiert oder ein Einzelfall bleibt, ist offen.


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