U-Bahn: Telefónica baut BTS-Hotels im Berliner Untergrund

Die Einzelheiten über den längst fälligen Mobilfunk-Ausbau in der Berliner U-Bahn werden erst langsam öffentlich. Dank moderner Technik brauchen die Betreiber weniger Betriebsräume.

Artikel veröffentlicht am ,
Die 3G- und 4G-Anlage der Telefónica im Berliner Bezirk Neukölln im Mai 2014
Die 3G- und 4G-Anlage der Telefónica im Berliner Bezirk Neukölln im Mai 2014 (Bild: Achim Sawall/Golem.de)

Telefónica Deutschland, Deutsche Telekom und Vodafone wollen in der Berliner U-Bahn das Mobilfunknetz zusammen ausbauen. Das gab die Telefónica am 18. Oktober 2017 bekannt. Statt einzelner Mobilfunkanlagen, verteilt auf viele Betriebsräume im Großraum Berlin, setzen die Mobilfunkunternehmen auf gemeinsam betriebene BTS-Hotels (BTS - Base Transceiver Station).

Stellenmarkt
  1. IT-Systemadministrator (m/w/d)
    Triology GmbH, Braunschweig
  2. Programmierer C++ (Informatiker, Softwareentwickler) (m/w/d)
    Kithara Software, Berlin
Detailsuche

Wenige, zentral gelegene Betriebsräume beherbergen die Mobilfunktechnik für die Versorgung des Untergrunds der drei Anbieter. Von dort aus führen Glasfaserverbindungen zu technischen Einheiten in den Tunneln, die die Versorgung im Untergrund sicherstellen sollen.

Test am Hermannplatz erfolgreich

Nur die Telefónica bietet in der U-Bahn LTE- und UMTS an. Kunden der Telekom und von Vodafone müssen in der U-Bahn das GSM-Netz mit einem sehr langsamen mobilen Internet über GPRS und EDGE nutzen. "Es gibt bestehende Verträge zwischen der BVG und allen drei Betreibern", sagte BVG-Sprecher Jannes Schwentuchowski.

Die Kosten für einen eigenen Ausbau sind hoch: Laut Brancheninformationen sollen die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) Mietforderungen von 500.000 Euro pro Mobilfunkbetreiber stellen. Bei der Kooperation geht es offenbar für die beiden anderen Betreiber darum, die Antennen- und Technik-Standorte der Telefónica mitzunutzen, um so weniger an die BVG zahlen zu müssen. Die BVG hat auf eine Anfrage von Golem.de dazu bisher nicht reagiert.

Golem Akademie
  1. Jira für Anwender: virtueller Ein-Tages-Workshop
    10. November 2021, virtuell
  2. Kotlin für Java-Entwickler: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    14.–15. Oktober 2021, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Der Ausbau erfolgt unter Führung der Telefónica Deutschland. Ein erster Test der drei Anbieter am Bahnhof Hermannplatz sei erfolgreich verlaufen. "Der Umbau des gesamten U-Bahn-Netzes soll bis Ende 2018 fertiggestellt sein. Die dafür notwendigen Arbeiten finden ausschließlich in den nächtlichen Betriebspausen der U-Bahn statt", erklärte die Telefónica.

Die Mobilfunktechnik soll eigenständig erkennen, in welchen Tunnelbereichen spontan höhere Kapazitätsanforderungen entstehen und entsprechend reagieren können.

Erstmals nutzten Vodafone und Telefónica ein solches Basisstationshotel vor etwa zwei Jahren auf der Berliner Fanmeile, um vielen Fußballfreunden eine Versorgung mit Datendiensten zu ermöglichen.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Informatik
"Programmieren lernen tut weh"

Doris Aschenbrenner ist eine der jüngsten Professorinnen für Informatik in Deutschland. Ein Porträt über eine Frau mit einer großen Liebe für Roboter.
Ein Porträt von Peter Ilg

Informatik: Programmieren lernen tut weh
Artikel
  1. Streaming: Google droht mit Youtube-Aus auf Roku-Geräten
    Streaming
    Google droht mit Youtube-Aus auf Roku-Geräten

    Roku wirft Google eine unfaire Behandlung vor und will erreichen, dass die Youtube-App weiterhin für Roku-Geräte verfügbar bleibt.

  2. Wie die Deutsche Bahn auf Distributed Ledger setzt
     
    Wie die Deutsche Bahn auf Distributed Ledger setzt

    Die Deutsche Bahn beschäftigt sich seit 2018 intensiv mit der Blockchain-Technologie. Die Ansätze reichen von dezentraler Mobilität und Verkehrssteuerung über gesicherte digitale Identitäten bis hin zu papierlosen Transportketten.
    Sponsored Post von Deutsche Bahn

  3. Plugin-Hybride: Endet die Förderung trotz höherer Reichweiten?
    Plugin-Hybride
    Endet die Förderung trotz höherer Reichweiten?

    Die Plugin-Hybride der Mercedes C-Klasse sollen elektrisch mehr als 100 km weit kommen. Doch die Ampelkoalition könnte die umstrittene Förderung streichen.
    Von Friedhelm Greis

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • PS5 in Kürze bestellbar • Seagate Exos 18TB 319€ • Samsung-TVs günstiger (u. a. 50" QLED 2021 749€) • Alternate-Deals (u. a. Asus B550-Plus Maiboard 118€) • Neues Xiaomi 11T 256GB 549,90€ • Speicherprodukte von Sandisk & WD zu Bestpreisen (u. a. Sandisk SSD Plus 2TB 140,99€) [Werbung]
    •  /