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Tyranny: Böse in brutaler Fantasywelt

Von Anfang an hat der Spieler viel Einfluss, es gibt kein typisches levelbasiertes Fähigkeitensystem: Obsidian Entertainment hat Golem.de gezeigt, in welchen wesentlichen Punkten sich das Rollenspiel Tyranny vom Vorgänger Pillars of Eternity unterscheiden wird.

Artikel veröffentlicht am ,
Tyranny
Tyranny (Bild: Obsidian Entertainment)

Die epische Schlacht zwischen Gut und Böse ist geschlagen - und diesmal haben die Bösen gewonnen: Das ist die Ausgangslage von Tyranny, dem nächsten Rollenspiel des Entwicklerstudios Obsidian Entertainment. "Die üblichen supereinfachen Gegner für die ersten paar Erfahrungspunkte wird es nicht geben", erzählt uns Lead Producer Matthew Singh. "Du bist von Anfang an ein mächtiger Anführer in der Armee von Kyros."

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Dieser Kyros ist so etwas wie der oberste Herrscher - eher ein Diktator - in Tyranny. Das Rollenspiel erinnert unter anderem in Sachen Grafikengine und Perspektive sowie wegen der Steuerung des maximal vierköpfigen Heldentrupps ans hochgelobte Pillars of Eternity.

Es soll aber einige grundsätzliche Unterschiede geben. "Wir haben uns gegen mittelalterliche Highfantasy entschieden. Tyranny spielt in einer Welt, die an das Ende des Bronzezeitalters und den Beginn der Eisenzeit erinnert - und in der es richtig brutal zugeht, in der es aber auch mehr menschliche Interaktion gibt", sagt Matthew Singh. Während die Umgebungen ähnlich detailreich wie in Pillars wirken, erinnert das Aussehen der Helden wesentlich stärker an Cartoons - was in der Spielansicht kaum, in den Menüs aber deutlich sichtbar ist.

  • Tyranny (Bild: Obsidian Entertainment)
  • Tyranny (Bild: Obsidian Entertainment)
  • Tyranny (Bild: Obsidian Entertainment)
  • Tyranny (Bild: Obsidian Entertainment)
  • Tyranny (Bild: Obsidian Entertainment)
  • Tyranny (Bild: Obsidian Entertainment)
  • Tyranny (Bild: Obsidian Entertainment)
Tyranny (Bild: Obsidian Entertainment)

Eines macht Tyranny ganz anders als Pillars of Eternity: Es gibt keine Klassen, und statt Erfahrungspunkte zu sammeln und sie dann bei Aufstiegen in die gewünschten Attribute und Fähigkeiten zu investieren, verbessert der Spieler durch seine Aktionen genau diese Skills. Wer also das Schwert schwingt, wird bei jedem Treffer etwas besser im "Schwertschwingen", und wer erfolgreich schleicht, wird immer besser im "Schleichen".

Den Entwicklern ist bewusst, dass derartige Systeme längst nicht bei allen Spielern gut ankommen, sie halten ihre Entscheidung aber für richtig. "Wir wollen, dass man sich wirklich auf das konzentriert, was einem Spaß macht, und es darin langfristig zur Meisterschaft bringt", sagt uns Brian Heins, der Game Director von Tyranny.

Ein Stück weit Entwarnung gibt das Team im Gespräch auch im Hinblick auf die grundsätzlich böse Hauptfigur. "Der Held hat natürlich Blut an den Händen", erzählt Matthew Singh. "Aber er hat trotz seines Status' in der Armee natürlich eigene Vorstellungen von Ehre, von Recht und Ordnung."

Die Entwickler zeigen das anhand einer Quest, in der es um die Befreiung eines sogenannten Beastman geht - das ist ein Wesen, das halb Mensch, halb Monster ist, früher mal als Sklave ausgebeutet wurde und jetzt zurückgezogen in einer Felswüste namens Planescape lebt. Einer dieser Beastman wurde von Siedlern gefangengenommen. Der Spieler kann versuchen, ihn ähnlich wie in den aus Pillars bekannten Multiplechoice-Gesprächen mit Dorfbewohnern zu befreien.

Zerstörbare Welt und Kampf-Kombos

Wahlweise kann er in den kleinen Ort stürmen, per Dialogmenü ein paar Drohungen und Warnungen ausstoßen - oder, wenn die nichts bringen, die Dorfbewohner abschlachten. Beide Vorgehensweisen sollen laut Obsidian langfristige Folgen haben, denn Allianzen mit unterschiedlichen Fraktionen sollen eine wesentlich größere Bedeutung haben als in Pillars of Eternity. Details dazu wollten die Entwickler noch nicht verraten, ebenso wie zu einer ganzen Reihe weiterer Funktionen und Inhalte.

Nur einen kleinen Ausblick hat Obsidian auf zwei spannende Ideen gewährt: Zum einen sollen die Umgebungen durch die Aktionen des Spielers oder die Handlung viel stärker verändert werden können, als es in vergleichbaren Spielen üblich ist. Die Felswüste Planescape etwa kann zum Teil in einem Abgrund versinken und bekommt dann wegen des entsprechend geformten Zugangstores den Namen Halfgate.

Zum anderen sollen die Mitglieder des Heldentrupps ihre Fähigkeiten sehr weitgehend kombinieren können. Obsidian zeigte das anhand eines Beispiels: Einer der Recken donnerte dabei auf den Boden, was einen Fernkämpfer mit Bogen in die Höhe schleuderte und diesem dadurch einen besonders weiten und treffsicheren Schuss erlaubte.

Tyranny soll nach aktuellem Stand noch vor Ende 2016 für Windows-PC, Linux und OS X erscheinen. Anders als bei Pillars of Eternity ist keine Kickstarter-Kampagne geplant, das Publishing übernimmt Paradox Interactive.



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SeppKrautinger 23. Mär 2016

+1 ;D

TarikVaineTree 23. Mär 2016

Musste direkt an Ultima Online denken. Da wird das auch so gehandhabt, dass wenn man mit...

tingelchen 22. Mär 2016

Ich frage mich was dein Beitrag mit meinem Zitat zu tun hat :) Wenn man mit dem Konzept...


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