Twitter-Übernahme: US-Aktionär beschuldigt Elon Musk der Wertpapiermanipulation

Es gibt eine neue Klage eines Twitter-Aktionärs gegen Elon Musk, nachdem er die Twitter-Übernahme öffentlich machte.

Artikel veröffentlicht am , /dpa
Weitere Klage gegen Elon Musk rund um Twitter-Übernahme eingereicht
Weitere Klage gegen Elon Musk rund um Twitter-Übernahme eingereicht (Bild: Dado Ruvic/Illustration/Reuters)

Elon Musks Vorgehensweise bei der geplanten Übernahme von Twitter hat eine weitere Aktionärsklage gegen ihn und das Unternehmen ausgelöst. Bereits Mitte April 2022 hat ein Twitter-Aktionär wegen angeblichen Wertpapierbetrugs eine potenzielle Sammelklage gegen Elon Musk eingereicht. Der Kläger beschuldigt Musk, seine Twitter-Investitionen nicht innerhalb der gesetzlichen Meldefrist öffentlich gemacht zu haben.

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Ein US-Anteilseigner wirft dem Tech-Milliardär in der neuen Klage unter anderem vor, er habe durch Verletzung von Informationspflichten beim Aufkauf von Twitter-Aktien viel Geld auf Kosten von Aktionären gespart. Auch hält er ihm vor, mit seinen Äußerungen nach Abschluss des Übernahmeangebots den Preis der Twitter-Aktien auf Talfahrt geschickt zu haben.

Der Aktionär aus dem Bundesstaat Virginia strebt den Status einer Sammelklage an, wie aus der eingereichten Klageschrift hervorgeht. Musk äußerte sich bisher nicht zu der Klage.

Beging Elon Musk Rechtsbruch?

Musk hatte schon vor Bekanntgabe seines Übernahmeplans für Twitter einen Anteil von gut neun Prozent an dem Onlinedienst zusammengekauft. Nach US-Regeln ist vorgeschrieben, das Überschreiten der Marke von fünf Prozent binnen zehn Tagen öffentlich zu machen - Musk überschritt diese Frist jedoch um elf Tage.

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Diese Bekanntmachung löste einen Anstieg des Aktienpreises aus. Basierend auf dem Kursunterschied wirft der klagende Aktionär Musk nun vor, durch die verspätete Mitteilung 156 Millionen US-Dollar gespart zu haben. Laut Medienberichten prüfen auch US-Behörden Musks Vorgehensweise.

Musk hatte Übernahme ausgesetzt

Nachdem Musk sich mit dem Twitter-Verwaltungsrat auf eine Übernahme zum Preis von 54,20 US-Dollar pro Aktie einigte, löste er mit seinen Äußerungen für Turbulenzen rund um das Geschäft aus. So erklärte er die Übernahme für ausgesetzt, da er den Verdacht habe, dass der Anteil von Spam- und Bot-Konten über den von Twitter oft genannten Schätzungen von weniger als fünf Prozent liege.

Er wolle erst Beweise von Twitter sehen. Aus Sicht von Twitter kann der Tech-Milliardär die Vereinbarung jedoch nicht einseitig auf Eis legen, und der Verwaltungsrat zeigt sich entschlossen, das Geschäft für die vereinbarten 54,20 US-Dollar pro Aktie abzuwickeln. Eine Abstimmung der Aktionäre über die Annahme von Musks Angebots steht noch aus.

Die Twitter-Aktie notierte im vorbörslichen Handel am 27. Mai 2022 nur noch bei 39 US-Dollar und damit weit entfernt von Musks Angebot. Der klagende Aktionär wirft Musk vor, den Kursrückgang gezielt herbeigeführt zu haben.

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