Twitter: Twitcident unterstützt Einsatzkräfte im Katastrophenfall

Twitter ist längst zu einer wichtigen Nachrichtenquelle geworden. Die Software Twitcident nutzt das aus und kann Einsatzkräfte bei einem Notfall mit Informationen versorgen.

Artikel veröffentlicht am ,
Rettungskräfte könnten von Twitcident unterstützt werden.
Rettungskräfte könnten von Twitcident unterstützt werden. (Bild: Miguel Riopa/AFP/Getty Images)

Forscher an der Technischen Universität Delft in den Niederlanden haben eine Software entwickelt, um Einsatzkräfte im Katastrophenfall mit zusätzlichen Informationen versorgen zu können. Twitcident soll aktuelle Informationen über Erdbeben, Feuer und andere Katastrophen praktisch in Echtzeit wiedergeben. Dazu sucht es Nachrichten aus dem Microbloggingdienst Twitter heraus.

Tweets werden gefiltert

Stellenmarkt
  1. Mitarbeiter (m/w/d) Werks-IT
    DAIKIN Manufacturing Germany GmbH, Güglingen
  2. Development Worker (m/f/d) for Digital Transformation
    GIZ Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit GmbH, Nairobi (Kenia)
Detailsuche

Die webbasierte Software filtert mit speziellen Algorithmen die Informationen aus den Tweets, die für den Einsatz relevant sind. Zum Beispiel kann die Feuerwehr informiert werden, wenn sich am Einsatzort ein zweiter Brand entwickeln sollte. Ein Team könnte dann den neuen Brand bekämpfen. Die Filter können auch verwendet werden, um bei einer Katastrophe den Ort herauszufinden und die Anzahl der Verletzten und den Schaden einschätzen zu können.

 
Video: Twitcident-Demonstrationsvideo der Entwickler

Im Katastrophenfall twittern Menschen über blockierte Straßen, Staus, eingestürzte Häuser und andere relevante Vorkommnisse. Normalerweise können diese Nachrichten nur schwer aus der Informationsflut herausgefiltert werden. Twitcident soll diese Aufgabe übernehmen: "Es war eine große Herausforderung, das hinzubekommen", schreiben die Entwickler auf der Homepage des Projekts. "Bei über 150 Millionen veröffentlichten Tweets täglich dauert es ziemlich lange, um die benötigten Inhalte zu finden. Wir halten es für wichtig, auf die Menschen zu hören, die an dem Vorfall beteiligt sind und diese Aussagen herausfiltern."

Neben Behörden sollen auch Privatpersonen Zugriff auf den Dienst haben, damit sie sich von den Notfallgebieten fernhalten können.

Das System wurde bereits erfolgreich getestet

Golem Akademie
  1. ITIL 4® Foundation: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    24.–25. Januar 2022, virtuell
  2. Scrum Product Owner: Vorbereitung auf den PSPO I (Scrum.org): virtueller Zwei-Tage-Workshop
    3.–4. März 2022, virtuell
Weitere IT-Trainings

Bei Einsätzen mit der niederländischen Polizei und Feuerwehr wurde das System in den vergangenen zehn Monaten erfolgreich getestet. Demnächst soll ein öffentlicher Betatest von Twitcident beginnen.

Die Entwickler stellen ihre Software auf der Konferenz World Wide Web 2012 vor, die in diesen Tagen im französischen Lyon stattfindet.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Open-Source-Sprachassistent Mycroft
Basteln mit Thorsten statt Alexa

Das US-Unternehmen Mycroft AI arbeitet an einem Open-Source-Sprachassistenten. Die Alexa-Alternative ist etwas für lange Winterabende.
Ein Praxistest von Thorsten Müller

Open-Source-Sprachassistent Mycroft: Basteln mit Thorsten statt Alexa
Artikel
  1. Hosting: Hetzner erhöht Preise teils um 30 Prozent wegen Stromkosten
    Hosting
    Hetzner erhöht Preise teils um 30 Prozent wegen Stromkosten

    Die Server aus seiner Auktion kann der Hoster Hetzner offenbar nicht kostendeckend betreiben. Das könnte die ganze Branche betreffen.

  2. Diem: Metas Kryptowährung steht vor dem Aus
    Diem
    Metas Kryptowährung steht vor dem Aus

    Diem alias Libra könnte an der US-Zentralbank scheitern: Metas Kryptowährungsprojekt soll offenbar beendet und zu Geld gemacht werden.

  3. Musterfeststellungsklage: Parship kann eine Kündigungswelle erwarten
    Musterfeststellungsklage
    Parship kann eine Kündigungswelle erwarten

    Die Verbraucherzentrale ruft zur Kündigung bei Parship und zur Teilnahme an einer Musterfeststellungsklage auf. Doch laut Betreiber PE Digital ist das aussichtslos.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • RTX 3070 Ti 8GB 1.039€ • 1TB SSD PCIe 4.0 127,67€ • RX 6900XT 16 GB 1.495€ • Razer Gaming-Tastatur 155€ • LG OLED 65 Zoll 1.599€ • Alternate (u.a. Razer Gaming-Maus 39,99€) • RX 6800XT 16GB 1.229€ • Thrustmaster Ferrari Lenkrad 349,99€ • Razer Gaming-Stuhl 179,99€ • MS 365 Family 54,99€ [Werbung]
    •  /