Twitter: Neue Sortierung der Timeline kommt
Twitter plant offenbar eine grundlegende Überarbeitung in der Art und Weise, wie Nutzer ihre Nachrichten in ihrer Timeline angezeigt bekommen. Nach jahrelangen Experimenten stehe nun die Veröffentlichung einer von Algorithmen sortierten Timeline unmittelbar bevor, heißt es bei Buzzfeed(öffnet im neuen Fenster) mit Bezug auf nicht genannte Quellen. Ähnlich wie auf Facebook sollen die Beiträge der Nutzer schon ab der kommenden Woche in der Reihenfolge anzeigt werden, wie die Computer des Mikrobloggingdienstes es für besonders viele Menschen interessant finden.
Laut Buzzfeed sei nicht klar, ob es die chronologische Timeline weiterhin geben solle. Das US-Magazin The Verge(öffnet im neuen Fenster) weist allerdings darauf hin, dass es die chronologische Sortierung wohl auch weiterhin geben werde – ähnlich wie auf Facebook. Dort springt diese Funktion zwar immer wieder mal auf die algorithmische Sortierung zurück, aber grundsätzlich verfügbar ist die zeitliche Anordnung der Beiträge schon.
Dringend mehr Nutzer gesucht
Laut den US-Medien gehe es Twitter darum, endlich mehr Nutzer zu finden. Das Unternehmen kann seinen Mitgliederstamm derzeit kaum noch vergrößern. Die Nutzerzahlen stagnieren bei etwas mehr als 300 Millionen, während Konkurrenten wie Whatsapp und Instagram stark wachsen. Twitter prüft Gerüchten zufolge derzeit einige grundlegende Änderungen, um populärer zu werden – sogar die Begrenzung auf 140 Zeichen soll zugunsten eines 10.000-Zeichen-Limits fallen, ist zu hören.
Einer relativ einfachen, von sehr vielen Nutzern gewünschten Änderung verweigert sich das Unternehmen aber schon länger: Noch immer ist es nicht möglich, etwa Tippfehler in einmal veröffentlichten Tweets nachträglich zu korrigieren.
Nachtrag vom 7. Februar 2016, 14:57 Uhr
Twitter-Chef Jack Dorsey sagte bei Twitter(öffnet im neuen Fenster) , es sei nicht für nächste Woche geplant gewesen, die Echtzeit-Timeline neu zu sortieren. Sie bleibe chronologisch, werde aber verfeinert – ins Detail ging Dorsey jedoch nicht. Die Betonung auf "nächste Woche" statt "nie" lässt sich allerdings so interpretieren, dass die Sortierung mittelfristig doch geändert wird.
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