Twitter: Elon Musk soll 400 Millionen gehackte Daten kaufen

Offenbar wurden viele weitere Twitter-Accounts ausgespäht. Etwa 400 Millionen Datensätze konnten von Hackern abgegriffen werden. Es handelt sich dabei erneut um Kombinationen aus E-Mail-Adressen, Namen, Telefonnummern und Alias – teilweise eigentlich unzugängliches Material.
Im Forum Breached.vc(öffnet im neuen Fenster) richtet sich der mutmaßliche Verantwortliche Ryushi direkt an Twitter-CEO Elon Musk. "Twitter oder Elon Musk, wenn Sie dies lesen: Sie riskieren bereits eine DSGVO-Geldstrafe über 5,4 Millionen Verstöße. Dann stellen Sie sich die Geldstrafe von 400 Millionen Benutzerverletzungen vor" , schreibt der User. Zusätzlich dazu wird ein Teil der abgegriffenen Informationen veröffentlicht.
E-Mails, Telefonnummern und Aliases
Zu den betroffenen Personen zählen auch Prominente wie der Youtube-Kanal Linus Tech Tips, Markiplier oder Apple-Co-Gründer Steve Wozniak. Auch Daten von Ex-US-Präsident Donald Trump sind darin enthalten. Es scheint sich dabei um zum ehemaligen Datenleak ähnliche Informationen zu handeln. Möglicherweise wurde hier die gleiche Sicherheitslücke ausgenutzt.
Ryushi und die Mitakteure (unter anderem Userkonten Pompompurin und Baphomet) verlangen von Musk und Twitter nun eine nicht näher genannte Geldsumme für die 400 Millionen Datensätze. Das könne verhindern, dass Twitter wie Facebook eine Geldstrafe von mehreren Hundert Millionen US-Dollar für Datenschutzverstöße zahlen müsste. Dessen Mutterkonzern Meta hat etwa im Falle des Cambridge-Analytica-Skandals einer Zahlung von 725 Millionen US-Dollar zugestimmt.
Da Datenschutzbehörden für gewöhnlich unabhängig von Leakern agieren, könnte eine Geldstrafe für Twitter aber sowieso anstehen. Aktuell hat Twitter etwa 1,3 Milliarden Konten. Die Zahl von 400 Millionen ist also nicht unrealistisch. Zudem scheinen die bisher geleakten Informationen zumindest zu stimmen.