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Twitter: Die CDU und ihre falschen Freunde

Und plötzlich waren es 5.000 Twitter-Follower mehr: Innerhalb von nur drei Tagen hat die CDU bei ihrem Account @cdu_news einen enormen Zuwachs gehabt. Die Partei will damit nichts zu tun haben. Twitter hat die Fake-Accounts mittlerweile vom Netzwerk entfernt.
/ Steve Haak
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Bild: Johannes Eisele/AFP/Getty Images

Es ist schon auffällig, was die Seite Twittercounter.com(öffnet im neuen Fenster) anzeigt: Am 26. April steigt die Zahl der Follower beim CDU-Account @cdu_news(öffnet im neuen Fenster) sprunghaft an – um 5.000 Follower. Alles Fake-Accounts, wie sich herausstellt. Aufgedeckt wurde das vom ZDF-Blog Hyperland(öffnet im neuen Fenster), das über netzpolitische Themen berichtet.

Agenturen, die Follower gegen Bezahlung anbieten, sind nicht neu. Dass aber die CDU es nötig hat, sich an solche Anbieter zu wenden, wäre verwunderlich. Der Account, der seit 2009 besteht, hatte im April immerhin 20.000 Follower. Die SPD hatte unter @spdde(öffnet im neuen Fenster) zu diesem Zeitpunkt rund 5.000 Follower mehr. Wäre das ein Grund für die CDU gewesen, sich falsche "Freunde" zuzulegen?

"Offenbar schon", meint Jens Schröder, der sich für seinen Artikel mit den neuen gekauften Accounts der CDU befasste und diese mit dem Rest der Follower verglich. "Nachdem sich bisher vor allem Twitterer aus Deutschland für @cdu_news interessierten, waren es nun auf einmal welche aus Venezuela, Milwaukee und Indien", schreibt Schröder.

Mit den Rechercheergebnissen konfrontiert, bemühte sich die CDU um Aufklärung "des ungewöhnlichen Anstiegs der Follower-Zahlen" und forderte Twitter auf, das zu überprüfen. Mittlerweile hat Twitter die auffälligen 5.000 Accounts aus seinem Netzwerk verbannt.

Unklar bleibt trotzdem, wer die neuen Accounts gekauft hat. Die CDU habe zu keinem Zeitpunkt und für keines ihrer Angebote den Kauf von Followern beauftragt oder veranlasst, sagte die Partei dem ZDF-Blog. Entsprechende Angebote habe sie stets entschieden abgelehnt.


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