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Twitter: Aggressive Trump-Tweets wegen Nachrichtenwert nicht gelöscht

Noch eindeutiger als mit Kriegsdrohungen können Nutzer kaum gegen die Nutzungsbedingungen von Twitter verstoßen – bislang kommt der US-Präsident aber zum Ärger vieler anderer Nutzer damit durch. Nun will Twitter die Regeln ändern.
/ Peter Steinlechner , dpa
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Twitter will für Trump seine Nutzungsbedingungen überarbeiten. (Bild: Mary Turner/Getty Images)
Twitter will für Trump seine Nutzungsbedingungen überarbeiten. Bild: Mary Turner/Getty Images

Twitter will seine Nutzungsbedingungen anpassen, nachdem aggressive Tweets von US-Präsident Donald Trump in Richtung Nordkorea dem Kurznachrichtendienst den Vorwurf einer Sonderbehandlung des US-Präsidenten einbrachten. Trump hatte am Wochenende getwittert, Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un und seine Regierung könnten "nicht mehr lange hier sein" . Nordkorea bezeichnete dies als "Kriegserklärung" .

Viele Twitter-Nutzer kritisierten, dass Trumps Botschaft als eindeutige Drohung gegen die Regeln des Dienstes verstoße. So heißt es dort unter anderem(öffnet im neuen Fenster) : "Ihnen sind gewalttätige Drohungen oder Aufforderungen zur Gewalt gegen andere untersagt."

Twitter kündigte nun in der Nacht zum Dienstag an, dass die bisherige interne Praxis, bei Entscheidungen zum Löschen von Tweets auch "Nachrichtenwert" und "öffentliches Interesse" abzuwägen, in den Nutzungsregeln festgeschrieben werden solle. Der Kurznachrichtendienst wolle in dieser Hinsicht transparenter werden.

Twitter-Chef Jack Dorsey hatte bereits vor zwei Wochen in einem dpa-Interview gesagt, für Trump gälten zwar die gleichen Regeln und der Dienst würde nicht davor zurückschrecken, den Präsidenten zu sperren. Er schränkte aber auch ein: "Wir hinterfragen zugleich in Zusammenarbeit mit Journalisten unsere Nutzungsbedingungen, wenn es um Tweets mit Nachrichtenwert geht."

Eine grundsätzliche Änderung der Nutzungsbedingungen könnte bedeuten, dass Twitter mehr Inhalte mit Drohungen oder Gewaltdarstellung auf der Plattform stehen lassen müsste, wenn sie eine öffentliche Resonanz erzeugen. Facebook macht bereits seit längerem eine Ausnahme für Inhalte, die Gewalt zeigen, wenn Beiträge zeitgeschichtlich relevant sind.


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