Twitchcon 2019: Nvidia stellt Echtzeitfilter für Streamer vor

Im Rahmen der Twitchcon - eine vom Videoportal Twitch organisierte Konferenz in San Diego - hat Nvidia in seinem Blog(öffnet im neuen Fenster) neue Software vorgestellt. Sie ist für Streamer gedacht, die damit relativ kostengünstig und einfach eine Reihe von Effekten in ihren Übertragungen verwenden können. Nvidia selbst bezeichnet die drei Module als RTX Broadcast Engine. Das deutet schon an, dass sie die Tensor-Cores der auf RTX-Karten verbauten Turing-Chips verwenden.
Das vermutlich wichtigste SDK trägt den Namen RTX Greenscreen, es entfernt in Echtzeit den Hintergrund des Feeds. Gesicht und Körper bleiben so im Stream stets sichtbar. Der KI-basierte RTX Greenscreen versteht, wo der Körper des Streamers endet und der Hintergrund beginnt. Streamer können sich damit zu Hause auch ohne einen der sonst oft verwendeten blauen oder grünen Hintergründe aufnehmen, freistellen und etwa in ein Spiel einblenden.
Ein zweites Modul heißt RTX Style Filters. Es überschreibt das Bild einer Webcam mit dem Stil eines anderen Bildes. Golem.de konnte sich das in einer sehr frühen Version bereits auf der GDC 2018 anschauen: Auf Knopfdruck kann man etwa das gesamte Videobild im Stile eines Gemäldes von Picasso oder Renoir einfärben - live sieht das eher noch imposanter aus als in einem vorgefertigten Video.
.jpg)
RTX AR schließlich ist in der Lage, Gesichter und Merkmale wie Augen und Mund zu erkennen, nachzumodellieren und 3D-Inhalte daraufzulegen, etwa mehr oder weniger lustige Masken. Außerdem ist es möglich, 3D-Modelle mit dem Gesicht zu steuern.
Laut Nvidia wird RTX Greenscreen direkt in die von vielen Influencern verwendete Streamingsoftware OBS integriert. Das Publikum auf der Twitchcon kann sich das live anschauen, die fertige Version soll aber erst in einigen Monaten erscheinen. Informationen zur Veröffentlichung der anderen Module hat Nvidia nicht genannt.



