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Twitch, Youtube Gaming und Mixer: Weltweites Aufmerksamkeitsdefizit

Videospielstreaming ist in den vergangenen Jahren zu einer beliebten Unterhaltungsform geworden. Die Stars haben Einschaltquoten, die manchen Fernsehsender neidisch machen. Wir haben uns Twitch, Youtube Gaming und Mixer angesehen und fassen ihre Vor- und Nachteile für Streamer und Zuschauer zusammen.

Artikel von Martin Wolf veröffentlicht am
Auf Twitch, Youtube Gaming und Mixer warten hunderte Streamer darauf, entdeckt zu werden.
Auf Twitch, Youtube Gaming und Mixer warten hunderte Streamer darauf, entdeckt zu werden. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Bei aktuellen Spielen braucht es oft viel Zeit, bis man in ihre Geschichte eingetaucht ist und ihre Mechaniken gemeistert hat. Wer diese Muße nicht hat, dem bleibt immer noch, anderen beim Spielen zuzusehen. Das mag manchem sinnlos erscheinen - ist nicht das Tolle an Spielen gerade die Interaktion? Aber Plattformen wie Twitch, Youtube Gaming und Mixer bieten mit Chats und Gamification Anreize, die über das bloße Zuschauen hinausgehen.

Inhalt:
  1. Twitch, Youtube Gaming und Mixer: Weltweites Aufmerksamkeitsdefizit
  2. Twitch macht alles richtig
  3. Youtube Gaming macht alles nach
  4. Mixer macht alles anders
  5. Fazit

Auf der anderen Seite stehen die Streamer: Wer mit seinem Hobby das Geld für neue Titel und Hardware einspielen kann, ist meist schon gut dran. Geldgeber suchen sich natürlich die Kanäle mit den meisten Zuschauern aus, um ihre Produkte zu bewerben. Dabei gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die eigenen Streams zu monetarisieren. Abonnements, Werbeeinblendungen oder auch der Verkauf von Merchandisingartikeln sind wohl die häufigsten Methoden, um Inhalte zu monetarisieren.

Sieht man sich die Statistiken der Plattformen an, scheint die Lage klar zu sein: Twitch hat mit Abstand die meisten Benutzer, danach folgen Youtube Gaming und weit abgeschlagen Mixer. Der Marktführer bietet zudem sowohl das Streaming als auch das Zuschauen auf nahezu jeder Hardware vom PC bis zum Smartphone an. Youtube Gaming kann nicht nativ mit der Xbox One genutzt werden und Mixer fehlt auf der PS4.

TwitchYoutube GamingMixer
PlattformenPC, PS4, Xbox One, Mobile (iOS und Android), Fire TV, Kindle, ChromecastPC, PS4, Mobile (Android und iOS), Chromecast und weitere Plattformen über Youtube-App mit eingeschränkten FunktionenPC, Xbox One, Mobile (Android und iOS)
NutzerbasisÜber 730.000 Streamer im vergangenen Quartal aktivÜber 260.000 Streamer im vergangenen Quartal aktivÜber 10.000 Streamer im vergangenen Quartal aktiv
Maximale Bandbreite/Auflösung6 MBit/s und 1080p 60fps51 MBit/s und 4k 60fps10 MBit/s und 1080p 60fps
Bedingungen für Affliliate-/PartnerprogrammMindestens dreimal wöchentlich und mehr als 500 Zuschauer pro StreamMindestens 10.000 Gesamtabrufe auf dem KanalMindestens 750 Follower, 50 Zuschauer pro Stream konstant über zwei Monate und Anzeichen für weiteres Wachstum
BesonderheitenKurze Clips können aus dem Stream geschnitten und geteilt werden.DVR-Funktion für bis zu 3 StundenSehr geringe Latenz
Vergleich Twitch, Youtube Gaming und Mixer

Die Quartalszahlen der Tabelle stammen von Streamlabs.

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Aber ein großes potenzielles Publikum bedeutet nicht zwangsläufig hohe Zuschauerzahlen für Streamer. Gerade wegen der Vielzahl an Nutzern ist es auf Twitch mitunter schwieriger, gefunden zu werden als beispielsweise auf Mixer. Auch für Zuschauer gibt es Unterschiede. Das Zurückspulen in einem Stream, in dem man zu spät gelandet ist, ist beispielsweise nur auf Youtube Gaming möglich. Auf Twitch und Mixer muss man warten, bis der Stream archiviert zur Verfügung steht - was bei Twitch nur fünf Minuten dauert - und hat eventuell wichtige Szenen verpasst.

Wir haben uns genau angesehen, wie sich die Dienste voneinander unterscheiden. Dafür haben wir Twitch, Youtube Gaming und Mixer ausgesucht, weil sie sowohl auf dem PC als auch Konsolen ohne Zusatzhardware funktionieren. Wir haben festgestellt: Wer zuschaut, hat bei allen dreien eine sehr gute Auswahl, wer streamen möchte, sollte sich seine Plattform aber gut überlegen.

Twitch macht alles richtig 
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Pansen 15. Dez 2017

Genau, der Streamer bekommt allerdings nur 50% davon, geht leider nicht alles an ihn.

Zeperus 13. Dez 2017

Um übermorgen ist vid.me Geschichte :/

SoulEvan 12. Dez 2017

Wenn man Spiele liebt, investiert man auch die Zeit dafür! Was habe ich von einem Spiel...

Pansen 06. Dez 2017

Für die Wissenschaft!

stuempel 05. Dez 2017

Bis zur Übernahme durch MS hieß das Ding noch Beam.


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