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Youtube Gaming macht alles nach

Google versucht über Youtube Gaming, mit der Popularität der weltweit größten Videoplattform auch vom Game-Streaming-Boom zu profitieren. Vorteilhaft für Streamer und Zuschauer ist die Ähnlichkeit der beiden Angebote. Wer bei Youtube schon eine Gefolgschaft mit seinen Videos aufbauen konnte, hat es leicht, diese auch zu Youtube Gaming zu migrieren.

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Live-Inhalte sind auf Youtube und Youtube Gaming mit einer kleinen roten Markierung in der Ecke hervorgehoben. Im Homescreen werden viele normale Youtube-Videos empfohlen, aber passende Live-Videos fehlen. Es gibt aber auch eine eigene Seite für Live-Inhalte und auch eine Sortierung nach Spielen wie bei Twitch. Live-Streams lassen sich zu Playlisten wie "später ansehen" hinzufügen und tauchen im Youtube-Verlauf auf. Das bekannte Youtube-Layout macht es leicht, sich zu orientieren, auch wenn die Seite in dezentem Dunkelgrau gehalten ist.

Zuschauer finden sich schnell zurecht

Leider geht die Integration von Youtube Gaming nicht so weit, dass Abos von Live-Streamern auch auf der normalen Youtube-Seite aufgeführt werden. Es ist also immer nötig, Youtube Gaming separat aufzurufen, um zu sehen, wer gerade online ist. Dafür bietet die Plattform als einzige in unserem Vergleich die Möglichkeit, bis zu drei Stunden im Stream zurückzuspulen, auch wenn man erst später eingeschaltet hat - das trifft aber nicht auf den Chat zu, der weiter live läuft.

Die Videoqualität lässt sich manuell einstellen und kann bis zu 4k mit 60 Bildern pro Sekunde betragen - dabei sind Bitraten von bis zu 51 MBit/s wählbar. Am unteren Ende steht eine Auflösung von 240p mit mindestens 300 KBit/s.

  • Mixer legt Wert auf schnelle Interaktion mit dem Publikum. (Screenshot: Michael Wieczorek/Golem.de)
  • Bei Mixer können mehrere Spieler gleichzeitig streamen. (Screenshot: Michael Wieczorek/Golem.de)
  • Die Oberfläche von Mixer ist modern und aufgeräumt, ... (Screenshot: Michael Wieczorek/Golem.de)
  • ... das gilt auch für die Menüs. (Screenshot: Michael Wieczorek/Golem.de)
  • Twitch setzt Gamification - Achievements zeigen den Status der Monetarisierung an. (Screenshot: Michael Wieczorek/Golem.de)
  • Im Twitch-Chat können Zuschauer ihre Streamer mit kostenlosen und bezahlten Emoticons anfeuern. (Screenshot: Michael Wieczorek/Golem.de)
  • Das Menü für Streamer ist bei Twitch nicht sonderlich übersichtlich.(Screenshot: Michael Wieczorek/Golem.de)
  • Twitch-Erweiterungen bieten Zusatzfunktionen wie virtuelle Tiere, die im Videobild leben. (Screenshot: Michael Wieczorek/Golem.de)
  • Die Übersichtsseite von Twitch ist nicht übersichtlich. (Screenshot: Michael Wieczorek/Golem.de)
  • Wer Youtube benutzt, kommt auch mit Youtube Gaming klar. (Screenshot: Michael Wieczorek/Golem.de)
  • Die Oberfläche ist aufgeräumt und altbekannt. (Screenshot: Michael Wieczorek/Golem.de)
  • Auf dem Youtube-Homescreen tauchen die Live-Kanäle noch nicht auf. (Screenshot: Michael Wieczorek/Golem.de)
  • Die Youtube-Gaming-Seite wirkt mit ihrem dunklen Layout moderner als das klassische Youtube. (Screenshot: Michael Wieczorek/Golem.de)
Wer Youtube benutzt, kommt auch mit Youtube Gaming klar. (Screenshot: Michael Wieczorek/Golem.de)

Youtube Gaming profitiert vom hohen Verbreitungsgrad der Youtube-App auf mobilen Geräten ebenso wie der Allgegenwart der Hauptplattform auf dem PC. Auf allen Geräten lassen sich Live-Streams über die Suche finden und abspielen. Dabei erscheinen die Inhalte auf dem PC im gewohnten Layout - es wird also nicht auf Youtube Gaming umgeleitet, lediglich der Chat erscheint an der rechten Bildschirmseite. Mobil wird der Chat in der normalen Youtube-App nicht angezeigt, in der separat für Android und iOS erhältlichen Youtube-Gaming-App hingegen schon. Einen Miniplayer im Desktopbrowser, bei dem der aktuelle Stream am unteren Bildrand weiterläuft, hat Youtube Gaming inzwischen nachgerüstet.

Trotzdem kann Youtube Gaming hier nicht mit Twitch konkurrieren - einige Hardwareplattformen wie die Xbox One oder Fire TV werden nur mittelbar unterstützt. Man kann darüber zwar Youtube-App-Live-Videos ansehen, muss aber auf Chat oder gar eigene Streams verzichten.

Streamer nehmen ihre Youtube-Fans mit

Wer als Streamer bei Youtube Gaming beginnen möchte, hat im Idealfall schon eine treue Gefolgschaft auf seinem Youtube-Kanal. Diese Zuschauer werden zum Beispiel per Mail auf den Livestream hingewiesen und profitieren davon, dass sie nur eine Plattform nutzen müssen, um ihre Lieblingsinhalte zu sehen. Auf den unterstützten Systemen unterscheidet sich die Erstellung eines Live-Streams nicht grundlegend von Twitch. Wer allerdings von seiner Xbox One senden möchte, benötigt einen PC mit Video-Capture-Karte und entsprechende Software. Professionelle Streamer lassen ihren Rechner jedoch oft auch ohnehin nebenbei laufen, um Statistiken und den Chat besser im Auge zu behalten. Letzterer kann ebenso wie bei Twitch von Menschen moderiert werden, aber auch eine Automod-Funktion mit geblockten Worten und Wortgruppen ist vorhanden.

Geld gibt es recht schnell

Auch beim Geldverdienen haben Youtube-Nutzer mit einem vorhandenen Publikum Vorteile. Wie beim Youtube-Partnerprogramm kann mit aufgezeichneten Videos ab 10.000 Gesamtabrufen auf dem Kanal Pre-, Mid- und Postrollwerbung ausgespielt werden. Das reicht allerdings wohl in den wenigsten Fällen, um die Kosten eines Streamers aufzufangen. Am meisten Geld bringen hier ebenfalls Kanal-Abonnements ab 5 Euro monatlich sowie Sponsoren, die den Kanal kontinuierlich unterstützen. Kleinere Beträge können auf Android und dem PC durch die Funktion Superchat erwirtschaftet werden: Ein Beitrag wird für bis zu fünf Stunden prominent im Chat präsentiert. Das kann sofort zwischen 1 und 500 Euro einbringen. Auch bei Youtube Gaming besteht natürlich jederzeit die Möglichkeit, externe Finanzierung durch Sponsoringdienste einzuwerben.

Youtube Gaming hat sich dank der Hauptplattform Youtube auf den zweiten Platz der größten Gameplay-Streaming-Anbieter vorgekämpft. Für Mixer ist es noch ein langer Weg.

 Twitch macht alles richtigMixer macht alles anders 
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Pansen 15. Dez 2017

Genau, der Streamer bekommt allerdings nur 50% davon, geht leider nicht alles an ihn.

Zeperus 13. Dez 2017

Um übermorgen ist vid.me Geschichte :/

SoulEvan 12. Dez 2017

Wenn man Spiele liebt, investiert man auch die Zeit dafür! Was habe ich von einem Spiel...

Pansen 06. Dez 2017

Für die Wissenschaft!

stuempel 05. Dez 2017

Bis zur Übernahme durch MS hieß das Ding noch Beam.


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