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Twitch macht alles richtig

Twitch ist im Moment der mit Abstand größte Anbieter von Gameplay-Streaming weltweit. Täglich sind rund 15 Millionen Nutzer aktiv, pro Monat werden über zwei Millionen Videos hochgeladen. Laut Statistiken verbringt die Hälfte der Zuschauer mehr als 20 Stunden wöchentlich auf Twitch.

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Dabei hilft es natürlich, dass der Anbieter inzwischen auf nahezu allen stationären und mobilen Plattformen vertreten ist. Gestreamt und geschaut werden kann unter anderem auf PC, Xbox One, Playstation 4, Chromecast, Fire TV, Smartphones und Tablets. Die Apps für Desktop und unterwegs sind übersichtlich, lassen aber wie schon erwähnt kein Zurückspulen des Streams zu. Die Videos werden jedoch laufend archiviert - mit einem Abstand von ungefähr 5 Minuten können Inhalte also abgerufen werden. Dazu muss man natürlich den Stream unterbrechen. Es ist außerdem nicht immer einfach, die gewünschten Inhalte zu finden. Twitch hat zwar eine gute Suchfunktion und Kategorien wie Sprache, Spiel und sogar Spielfigur - aber wer nicht genau weiß, was er möchte, verliert schnell den Überblick. Andererseits sind gerade die ausgefeilten Suchparameter für viele Spieler interessant. Wer zum Beispiel seine Fähigkeiten in Hearthstone verbessern möchte, findet seinen Rang und seine Heldenklasse recht einfach und kann sich Tricks bei anderen Gamern abschauen.

  • Mixer legt Wert auf schnelle Interaktion mit dem Publikum. (Screenshot: Michael Wieczorek/Golem.de)
  • Bei Mixer können mehrere Spieler gleichzeitig streamen. (Screenshot: Michael Wieczorek/Golem.de)
  • Die Oberfläche von Mixer ist modern und aufgeräumt, ... (Screenshot: Michael Wieczorek/Golem.de)
  • ... das gilt auch für die Menüs. (Screenshot: Michael Wieczorek/Golem.de)
  • Twitch setzt Gamification - Achievements zeigen den Status der Monetarisierung an. (Screenshot: Michael Wieczorek/Golem.de)
  • Im Twitch-Chat können Zuschauer ihre Streamer mit kostenlosen und bezahlten Emoticons anfeuern. (Screenshot: Michael Wieczorek/Golem.de)
  • Das Menü für Streamer ist bei Twitch nicht sonderlich übersichtlich.(Screenshot: Michael Wieczorek/Golem.de)
  • Twitch-Erweiterungen bieten Zusatzfunktionen wie virtuelle Tiere, die im Videobild leben. (Screenshot: Michael Wieczorek/Golem.de)
  • Die Übersichtsseite von Twitch ist nicht übersichtlich. (Screenshot: Michael Wieczorek/Golem.de)
  • Wer Youtube benutzt, kommt auch mit Youtube Gaming klar. (Screenshot: Michael Wieczorek/Golem.de)
  • Die Oberfläche ist aufgeräumt und altbekannt. (Screenshot: Michael Wieczorek/Golem.de)
  • Auf dem Youtube-Homescreen tauchen die Live-Kanäle noch nicht auf. (Screenshot: Michael Wieczorek/Golem.de)
  • Die Youtube-Gaming-Seite wirkt mit ihrem dunklen Layout moderner als das klassische Youtube. (Screenshot: Michael Wieczorek/Golem.de)
Im Twitch-Chat können Zuschauer ihre Streamer mit kostenlosen und bezahlten Emoticons anfeuern. (Screenshot: Michael Wieczorek/Golem.de)

Die Videoqualität lässt sich manuell einstellen und reicht von 160p bis zu Full-HD; es werden Bitraten zwischen 3.000 und 6.000 MBit/s unterstützt. Ein gängiges Format ist der Kompromiss einer Auflösung von 720p bei 60 Bildern pro Sekunde.

Zuschauer können Videos teilen

Für Zuschauer bietet Twitch einige interessante Funktionen. Dazu gehören eine eigene Desktop-App für Windows und die Möglichkeit, den laufenden Stream am unteren Bildrand weiter anzusehen, während man auf der Seite navigiert. Smartphone- und Tabletnutzern ist dieses Feature aus der Youtube-App bekannt, auch Youtube Gaming hat diese Funktion im Browser inzwischen integriert. Einzigartig ist das Teilen von Abschnitten des gesehenen Streams. Mit dieser sinnvollen Funktion kann ein Ausschnitt jederzeit extrahiert und an Freunde verschickt werden. Apropos Freunde: Wer auf Steam unterwegs ist, kann seine Buddylist einfach importieren und sieht sofort, wer noch Twitch nutzt.

Da Twitch vor einiger Zeit von Amazon gekauft wurde, können über Twitch Prime beide Konten miteinander verknüpft werden. Die Vorteile sind werbefreie Streams und mitunter Nachlässe beim Spielekauf auf Amazon.

Auch außerhalb von Gameplay-Videos hat Twitch inzwischen einiges zu bieten. So kann man Cosplayern, Spielentwicklern und Programmierern live über die Schulter - oder besser: aufs Display schauen.

Streamer sind nicht leicht zu finden

Die große Vielfalt von Twitch ist für Streamer mitunter ein Nachteil - wer nicht bekannt ist, hat nur relativ geringe Chancen, per Zufall gefunden zu werden. Wer eine Gefolgschaft aufgebaut hat, dem eröffnet Twitch aber recht gute Optionen, seine Streams zu monetarisieren. Weil die mobilen Apps zudem nicht nur abspielen, sondern auch senden können, ist das Streaming sogar unterwegs möglich. Eine Performance-Anzeige hilft dabei, die Bandbreite (und damit die Qualität) des Streams im Auge zu behalten.

Ein wichtiges Instrument der Interaktion mit dem Publikum sind bei allen drei Streamingdiensten die Chats, die parallel zum Video eingeblendet werden. Wer einen größeren Kanal hat, kann Moderatoren ernennen, die den Chat überwachen. Wer das nicht möchte, kann auf den Automod zurückgreifen. Diese Funktion erkennt zu sperrende Worte und Wortgruppen, um beispielsweise Jugendfreiheit zu garantieren. Das gilt allerdings nicht für die ebenfalls angebotenen Voice-Chat-Räume.

Geld nur für Partner

Wenn der eigene Kanal Geld einspielen soll, ist der einfachste Weg, zahlende Abonnenten zu finden. Diese können zwischen 5 und 25 Euro pro Monat spenden. Kleinere Summen können über sogenannte Cheering Bits eingenommen werden. Das sind Emoticons, die Spender zwischen knapp über einem Euro bis zu über 300 Euro kosten können. Sie werden im Chat eingefügt und belohnen Aktionen von Streamern sofort.

Andere Möglichkeiten, kontinuierlich Geld zu erwirtschaften, sind Werbespots und -einblendungen, Kanalsponsorings durch Firmen, Affiliate-Links und der Verkauf von Merchandisingartikeln.

Voraussetzung für die Monetarisierung ist ein Twitch-Partnerstatus. Dieser kann durch eine kontinuierliche Zuschauerschaft von über 500 Personen sowie regelmäßiges Streaming - mindestens dreimal wöchentlich - erreicht werden. Diese Zahlen sind jedoch keine absoluten Werte, da Twitch selbst angibt, auf Fall-zu-Fall-Basis zu entscheiden und somit auch wesentlich geringere Zuschauerzahlen eine Partnerschaft oder Affiliatestatus ermöglichen können. Twitch unterstützt Anfänger aber in diesem Prozess mit Tipps und gibt auch mittels Dashboard einen Überblick über den aktuellen Status.

Sollte das nicht klappen, bleibt wie bei den anderen von uns vorgestellten Plattformen auch immer noch der Weg des Einwerbens von Spenden über unabhängige Dienste wie Patreon.

Twitch hat für Streamer und Zuschauer interessante Funktionen - aber Google war nicht untätig und hat sich für Youtube Gaming einiges abgeguckt.

 Twitch, Youtube Gaming und Mixer: Weltweites AufmerksamkeitsdefizitYoutube Gaming macht alles nach 
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Pansen 15. Dez 2017

Genau, der Streamer bekommt allerdings nur 50% davon, geht leider nicht alles an ihn.

Zeperus 13. Dez 2017

Um übermorgen ist vid.me Geschichte :/

SoulEvan 12. Dez 2017

Wenn man Spiele liebt, investiert man auch die Zeit dafür! Was habe ich von einem Spiel...

Pansen 06. Dez 2017

Für die Wissenschaft!

stuempel 05. Dez 2017

Bis zur Übernahme durch MS hieß das Ding noch Beam.


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