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Twitch.tv: Kein "Adult Only" - aber USK-18

Twitch.tv hat seine Jugendschutzvorgaben geändert. Ab sofort sind grundsätzlich Streams von Spielen untersagt, denen die zuständige US-Stelle eine Freigabe ab 18 Jahren erteilt hat. Die Systeme anderer Länder sind dem Portal egal.
/ Peter Steinlechner
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Kanal auf Twitch.tv (Bild: Twitch.tv)
Kanal auf Twitch.tv Bild: Twitch.tv

Das aus San Francisco stammende Videoportal Twitch.tv hat seine Jugendschutzrichtlinien überarbeitet. Aus den bislang wenig konkreten Vorgaben, die letztlich zu Entscheidungen im Einzelfall geführt hatten, ist nun eine klare Richtlinie geworden: Inhalte von Games, denen die für Spiele zuständige US-Jugendschutzeinrichtung ESRB(öffnet im neuen Fenster) das Logo "Adult Only" verpasst hat, dürfen nicht übertragen werden.

"Adult Only" ist von der ESRB definiert als "ab 18", wird allerdings nur äußerst selten vergeben. Titel wie GTA 5 oder die Call-of-Duty-Reihe bekommen in den USA ein "Mature" – nach Angaben der ESRB ist das "ab 17". Kritiker bemängeln seit langem, dass die Unterteilung in diesem Alter aus pädagogischer Sicht keinen Sinn ergibt und dass sich die Spieleindustrie mit diesem Kniff vor allzu strenger Regulierung schützt.

GTA San Andreas – Trailer
GTA San Andreas – Trailer (01:05)

Die Konsolenhersteller erlauben auf ihren Systemen normalerweise keine Spiele mit "Adult Only"-Freigabe, sondern verlangen im Zweifel Schnitte. Nur in Ausnahmefällen kommt es vor, dass ein Spiel nachträglich ein "Adult Only" statt eines "Mature" erhält. Prominentestes Beispiel dürfte GTA San Andreas sein, das wegen der versteckten Hot-Coffee-Mod mit Sexszenen nach seiner Veröffentlichung hochgestuft wurde. Die später wieder entschärfte "Mature"-Version darf auf Twitch.tv übrigens gesendet werden.

Die Altersfreigaben anderer Länder spielen auf Twitch.tv ausdrücklich keine Rolle: "Spiele mit einer Einstufung 18 oder älter von anderen Altersfreigabestellen dürfen gerne gestreamt werden, solange sie nicht auch ein 'Adult Only' von der ESRB erhalten haben und nicht gegen unsere Nutzungsbedingungen verstoßen" , schreibt die zu Amazon gehörende Firma in ihrem Blog(öffnet im neuen Fenster) .


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