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Twitch.tv: 1 Cent Trinkgeld in 380 Minuten

Statt kostbares Taschengeld, Bafög oder Gehalt zu opfern, können Zuschauer auf Twitch neuerdings per Kryptomining ihre Lieblingsstreamer belohnen. Reich werden die davon wohl aber nicht werden.

Artikel veröffentlicht am , Christoph Böschow
Zuschauer können für Streamer Kryptomining betreiben.
Zuschauer können für Streamer Kryptomining betreiben. (Bild: Montage: Golem.de)

Zuschauer haben auf der Livestreamingplattform Twitch eine neue Möglichkeit, ihre Lieblingsbroadcaster zu unterstützen: Der Dienstleister Tipeeestream bietet die Option, Kryptomining als Bezahloption zu wählen. So können Zuschauer 10 bis 100 Prozent ihrer CPU-Leistung für das Mining bereitstellen und generieren so über eine selbstbestimmte Zeit eine gewisse Anzahl an Hashes. Die von ihren Fans geschürfte Summe erhalten die Broadcaster als Trinkgeld - wenn die Mindestsumme von 10 Euro erreicht wird.

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Twitch.tv ist weltweit die beliebteste Livestreamingplattform. Dort ist es üblich, dass Zuschauer den Streamern Trinkgeld zukommen lassen - etwa für gutes Gameplay, einen guten Witz oder einfach, um eine Botschaft zu übermitteln. Denn diese sogenannten Donations werden meistens mit einem Donation Alert, bestehend aus Sound und GIF, untermalt. Die Höhe der Zuwendungen variiert von wenigen Euro bis zu mehreren Tausend Euro.

Per Kryptomining eine nennenswerte Summe zu erzielen, ist allerdings schwierig. Bei einer Million Hashes hat man erst einen Cent geschürft. Und schon das kann je nach Prozessor sehr lange dauern. Bei einem Ryzen 5 und 50 Prozent CPU-Leistung benötigt man dafür beispielsweise 380 Minuten, also sechs Stunden. Der deutlich flottere Threadripper schafft das immerhin schon in 135 Minuten.

Will man dem Streamer seiner Wahl einen ganzen Euro zukommen lassen, benötigt man mit einem Ryzen 5 1600 bei 50 Prozent dafür satte 26 Tage, mit dem Threadripper 9,4 Tage - und wenn man es ganz ernst meint und 90 Prozent Leistung seines Threadrippers fürs Mining abstellt, hat man nach 5,7 Tagen einen Euro generiert. Streamer Dracon von Twitch.tv/Dracon kommentierte die Entscheidung auf Twitter daher wie folgt: "Eure Zuschauer wurden effektiv mehr (über die Stromkosten) bezahlen, als dass ihr davon was habt." Tipeeestream twitterte seinerseits: "Ja, es ist nicht viel, aber wenn es jeder im Hintergrund laufen lassen würde, könnte es was bringen."



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plutoniumsulfat 10. Jul 2018 / Themenstart

Klar. Je mehr Leute einsteigen, desto höher geht der Kurs.

chefin 09. Jul 2018 / Themenstart

Strom kann weder im Übermass noch Untermass erzeugt werden. Strom wird Punktgenau soviel...

MFGSparka 09. Jul 2018 / Themenstart

Zunächst einmal ist deine Ausdrucksweise mehr als schaurig. Streaming ist, zumindest bei...

Proctrap 08. Jul 2018 / Themenstart

es ist eine Spekulationsblase für eine Währung ist der Kurs viel zu instabil

neokawasaki 08. Jul 2018 / Themenstart

Meine Empathie für überzeugte Ignoranten hält sich tatsächlich in Grenzen.

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