Twitch: Kein Spiele-Streaming in der Badehose

Das Videoportal Twitch hat die Regeln für seine Community überarbeitet. Die zu Amazon gehörende Firma äußert sich auch zur Kleidung von Streamern, ist dabei aber liberal. Für Kritik könnte sorgen, dass auch das Fehlverhalten von Zuschauern auf anderen Plattformen geahndet werden soll.

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Twitch hat die Regeln für seine Community überarbeitet.
Twitch hat die Regeln für seine Community überarbeitet. (Bild: Peter Steinlechner / Golem.de)

Wer eine Fitnesssendung aus dem Schwimmbad überträgt, soll bei Twitch ruhig in der Badehose auftreten. Für einen Stream zu einem Computerspiel hingegen wäre derart knappe Kleidung eher unangemessen, schreibt das zu Amazon gehörende Videoportal in seinen neuen Community Guidelines. Die sind vor allem in einem Punkt spürbar erweitert worden: Den Empfehlungen, wie Streamer in der Öffentlichkeit auftreten und sich verhalten sollen. Schließlich seien die Kreativen "Vorbilder und Anführer der Gemeinschaften, die sie um sich herum schaffen oder fördern", so Twitch.

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Allzu streng ist sind die Kleidungsvorgaben aber nicht. Als passendes Outfit für Spiele-Streamer während der Übertragungen sei im Normalfall das geeignet, was man bei vergleichbaren Gelegenheiten auch jenseits der Kamera tragen würde. Das Portal geht auf Sonderfälle wie Bodypainting ein, gibt aber keine ganz klare Antwort: Es komme auf den Kontext und den Einzelfall an. Offensichtlich sexuelle oder pornografische Inhalte sind seit jeher untersagt.

Auf das sonstige Auftreten der Streamer und der Zuschauer will das Portal nur bedingt Einfluss nehmen, solange es sich an eigentlich selbstverständlichen Standards orientiert: "Twitch sollte nicht dazu verwendet werden, hasserfülltes Verhalten oder Belästigung anzuheizen", heißt es etwa. Allerdings schreibt Twitch, dass es das Auftreten von Mitgliedern der Community nicht nur auf seinem eigenen Portal wichtig finde.

Wer sich auf anderen Kanälen oder Plattformen danebenbenimmt, müsse unter Umständen auch auf Twitch mit Problemen rechnen - etwa einer Sperre. Zwar will Twitch selbst nicht aktiv überprüfen, was seine Streamer oder Zuschauer etwa auf Mixer, Youtube oder Facebook so treiben. Aber falls es Hinweise auf Fehlerverhalten und entsprechende Belege gebe, werde man der Sache grundsätzlich nachgehen und auch zu Sanktionen greifen.

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Mit den neuen Richtlinien dürfte Twitch indirekt auch auf die Probleme antworten, die Youtube mit Streamern wie Logan Paul hat, der mit bewussten Verstößen gegen Geschmack und gute Sitten für Klicks sorgt. Derlei Skandale mögen zwar kurzfristig mehr Zuschauer bringen, vergraulen aber Werbekunden und sind damit Gift für die Bilanz der Videoportale.

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