Twitch: Amazon macht Streamer in Breakaway zu Matchmakern

Von Grund auf für die Community auf dem Streamingportal Twitch haben die Amazon Game Studios das Actionspiel Breakaway konzipiert. Golem.de konnte es bei der Präsentation ausprobieren.

Artikel veröffentlicht am ,
Patrick Gilmore stellt Breakaway in San Diego vor der Twitchcon 2016 vor.
Patrick Gilmore stellt Breakaway in San Diego vor der Twitchcon 2016 vor. (Bild: Peter Steinlechner/Golem.de)

In der altehrwürdigen Konzerthalle von San Diego in Kalifornien haben die Amazon Game Studios ihr erstes Großprojekt vorgestellt. Dabei hat Studiochef Mike Frazzini erzählt, wie er vor gut zwei Jahren nach der Übernahme von Double Helix Games die Mitarbeiter gebeten hat, ihm Konzepte für Spiele vorzustellen, die sich besonders für das Streamingportal Twitch eignen - und er dann nicht ein paar Wochen, sondern nur eine Nacht warten musste, bis die schon weit ausgearbeiteten Ideen bei ihm auf dem Schreibtisch lagen.

  • Breakaway (Bild: Amazon Game Studios)
  • Breakaway (Bild: Amazon Game Studios)
  • Breakaway (Bild: Amazon Game Studios)
  • Breakaway (Bild: Amazon Game Studios)
  • Breakaway (Bild: Amazon Game Studios)
  • Breakaway (Bild: Amazon Game Studios)
  • Breakaway (Bild: Amazon Game Studios)
  • Patrick Gilmore stellt Breakaway in San Diego vor der Twitchcon 2016 vor. (Foto: Peter Steinlechner/Golem.de)
  • Auf der Bühne durften zwei Teams schon live eine Partie Breakaway spielen. (Foto: Peter Steinlechner/Golem.de)
  • Aber auch normale Spieler konnten den Titel ausprobieren. (Foto: Peter Steinlechner/Golem.de)
  • Auf der Bühne traten ein Team "Blau" gegen "Rot" an. (Foto: Peter Steinlechner/Golem.de)
Aber auch normale Spieler konnten den Titel ausprobieren. (Foto: Peter Steinlechner/Golem.de)
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Der erste dieser Titel trägt den Namen Breakaway. Darin treten zwei Teams aus jeweils vier Mitgliedern an, die jeweils einen Helden steuern. Wer jetzt an ein Moba denkt, der täuscht sich: Das Spielgefühl unterscheidet sich deutlich etwa von Dota 2 und Heroes of the Storm. Beim Anspielen ging es um einen golden glänzenden Ball (offizieller Name: Relic), den wir aufnehmen und ins gegnerische Tor tragen sollen - in diesem Fall ein rot oder blau eingefärbtes Energiefeld. Das Ganze spielt sich extrem schnell, die Steuerung mit Tastatur und Maus (wahlweise Gamepad) geht erfahrenen Gamern sofort problemlos von der Hand. Den Ball nehmen wir mit der E-Taste auf, sobald er sich in der Nähe befindet.

In der in San Diego vorgestellten Version haben die beiden Teams insgesamt Zugriff auf vier Helden, später sollen wohl weitere dazukommen. Im Angebot sind Typen wie der an Wikinger erinnernde Nahkämpfer Thorgrim, eine auf Distanzschüsse ausgelegte Anne Bonny sowie eine Heilerin namens Alona. Beide Teams haben Zugriff auf alle Helden - es kann also passieren, dass ausschließlich der an Westernhelden erinnernde Scharfschütze Rawlings unterwegs ist. Die Arenen sollen an Orte wie Eldorado, Atlantis und den Todesfluss Styx erinnern.

Ein witziges Element ist, dass die Spieler in der ziemlich kleinen Arena auf Knopfdruck Hindernisse und Fallen aufbauen können. Anfangs war davon beim Anspielen noch nichts zu sehen, eine kurze Lernkurve später sah die Arena dann schon wie ein mittelalterlicher Folterkeller aus: Fallgruben mit Spießen, durch die Gegend rollende Fässer, Drahtkäfige und Ähnliches machen das Vorankommen entsprechend schwierig; die Hindernisse können übrigens durch normalen Beschuss beseitigt werden.

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Das Besondere an der Ausrichtung auf das ebenfalls zu Amazon gehörende Twitch ist, dass Streamer mehr Möglichkeiten bekommen als in vielen anderen Titeln. Sie können die Partien weitgehend nach ihren Vorstellungen einrichten, indem sie Spieler, die mitmachen wollen und dies per Hashtag kundtun, in eine Partie aufnehmen oder bekannte Spieler von sich aus einladen und Abstimmungen abhalten. Wie das genau läuft, soll langfristig die Community entscheiden. "Wir werden fantastische Zuhörer sein", verspricht Mark Frazzini.

Außerdem sehen die Streamer viel mehr Auswertungen und Statistiken über die Stärken und Schwächen der Teams als in anderen Titeln und können die Position der Kamera für die Zuschauer ein Stück weit festlegen. Sogar an die für Streamer geeigneten Pausen haben die Entwickler gedacht - ab und zu muss schließlich auch der beste Kommentator mal Luft holen und sich einen Überblick verschaffen.

Breakaway wird das erste Spiel sein, das auf der Lumberyard-Engine von Amazon basiert - und damit auf einer stark modifizierten Version der Cryengine. Eine Möglichkeit von Lumberyard soll Breakaway übrigens nicht unterstützten: Spieler sollen keine Ingame-Änderungen etwa per Abstimmung vornehmen können - das würde die Partien und die gerade aktiven Wettkämpfer zu sehr stören, so Chefentwickler Patrick Gilmore im Gespräch mit Golem.de.

Anmeldung zur Beta ist möglich

Nach aktuellem Stand soll Breakaway nur für Windows-PC erscheinen. Details über das Geschäftsmodell haben die Amazon Game Studios noch nicht bekanntgegeben. Demnächst sollen ausgewählte Streamer auf Twitch eine Alphaversion bekommen, nach und nach sollen es dann immer mehr Teilnehmer werden. Am kommenden Wochenende sollen sich Neugierige das Spiel auf Twitch in der Rubik Breakaway schon mal anschauen können. Wer sich für den Betatest anmelden will, kann das auf der offiziellen Homepage.

Neben Breakaway haben die Amazon Game Studios noch zwei weitere Titel kurz vorgestellt. New World wird ein offenes MMOG in einer Welt, die sich mit dem Wetter und den Jahreszeiten ständig verändern soll. Crucible wird ein Kampfspiel in einer fremden Welt. Sehr viel mehr ist über beide Titel noch nicht bekannt, sie sollen später vorgestellt werden. Beide basieren auf der Lumberyard-Engine und sollen ebenfalls auf das Engste mit Twitch verknüpft werden.

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MFGSparka 30. Sep 2016

Hallo Uli, ich kann mich deiner Einschätzung nicht anschließen. Ich finden den Artikel...

MFGSparka 30. Sep 2016

Ich kann die Verwirrung verstehen, aber die Überschrift beschreibt exakt das was Amazon...



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