Zum Hauptinhalt Zur Navigation

Twingo: VW und Renault beenden Gespräche über günstige Elektroautos

Volkswagen und Renault sollen die gemeinsame Entwicklung einer erschwinglichen Elektroversion des Twingo gestoppt haben. Offenbar macht Renault allein weiter.
/ Andreas Donath
46 Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)
Renault-Logo (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
Renault-Logo Bild: Werner Pluta/Golem.de

Volkswagen hat die Kooperation mit Renault zur Entwicklung eines günstigen Kleinwagens mit Elektroantrieb abgebrochen. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters(öffnet im neuen Fenster) .

Quellen, die mit der Angelegenheit vertraut sind, erklärten demnach, dass der deutsche Autohersteller den Verhandlungstisch verlassen habe und Renault die Entwicklung des elektrischen Twingo unabhängig weiterführe.

Von der Zusammenarbeit der beiden europäischen Hersteller wurden kostengünstige Elektroautos erwartet. Durch die Aufteilung der Entwicklungskosten hofften die beiden Unternehmen, ein erschwinglicheres Elektrofahrzeug zu entwickeln, das mit den preiswerten Angeboten der chinesischen Hersteller mithalten sollte.

Rückschlag für europäische Autohersteller

Das Scheitern der VW-Renault-Gespräche wird dem Bericht nach als Rückschlag für die Bemühungen der europäischen Automobilindustrie gesehen, mit der schnell wachsenden Präsenz chinesischer Autohersteller auf dem heimischen Markt zu konkurrieren. Branchenexperten glauben laut Reuters, dass das Scheitern einer Einigung Volkswagen dazu zwingen könnte, ein eigenes Billig-Elektroauto unabhängig zu entwickeln.

Quellen deuteten an, dass der Betriebsrat von Volkswagen eine Rolle beim Scheitern der Verhandlungen gespielt haben könne. In dem Bericht heißt es, dass Renaults Wunsch, das gemeinsam entwickelte Auto in einem seiner eigenen Werke zu bauen, mit dem Ziel von VW kollidiert sei, sein europäisches Produktionsnetzwerk auszulasten.

Trotz des Rückschlags ist Renault dem Bericht nach offen für Partnerschaften mit anderen Autoherstellern, auch im Rahmen seiner bestehenden Allianz mit Nissan und Mitsubishi. Der Vorstandsvorsitzende des französischen Automobilherstellers, Luca de Meo, setzte sich nachdrücklich für eine stärkere Zusammenarbeit zwischen den europäischen Automobilherstellern ein, um der wachsenden Bedrohung durch die chinesische Konkurrenz zu begegnen.


Relevante Themen