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Tweether: Empfangsmodul für 94 GHz kommt aus Kassel

Ein Unternehmen aus Kassel baut ein Empfangsmodul im Frequenzbereich um 94 Gigahertz. Das soll die Richtfunkversorgung von Mobilfunk-Stationen erheblich verbessern.

Artikel veröffentlicht am ,
So cool ist das Empfangsmodul.
So cool ist das Empfangsmodul. (Bild: HF Systems Engineering (HFSE))

Die HF Systems Engineering (HFSE) aus Kassel hat in dem EU-Forschungsprojekt Tweether eine neue Übertragungstechnologie entwickelt. Das gab das Unternehmen am 12. November 2018 bekannt. "Für den schnellen Datentransfer mit kurzen Latenzzeiten wurde der Frequenzbereich um 94 Gigahertz (GHz) ausgewählt, der erstmalig in Europa mit neuer Technologie erschlossen worden ist", sagte Daniel Hübsch, operativer Leiter HFSE.

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Die bisherige Versorgungsfrequenz von Basisstationen zur Übertragung von Mobilfunkdaten lag mit Richtfunk bei 60 GHz. Mit der nun höheren Frequenz seien deutlich höhere Bandbreiten und damit höhere Datenübertragungsraten möglich.

Hübsch erklärte: "Nutzen zu viele Menschen auf engsten Raum ihr Mobilfunkgerät, brechen die bisherigen 4G/LTE-Netze zusammen oder verlieren erheblich an Datenübertragungsgeschwindigkeit." Der nun genutzte Frequenzbereich könne bis zu 10 GBit/s bereitstellen.

Schlüsselkomponenten für Ultrawave

In dem EU-Forschungsprojekt Tweether hat die HF Systems Engineering in einem Verbund mit Hochschulen und Unternehmen aus Frankreich, Großbritannien, Spanien und Deutschland die Technik entwickelt. Es geht den Forschern um die Schaffung eines Millimeterwellen-Point-Multipoint-Bereiches, um Glasfaser und Sub-6-GHz-Verbreitung zu einem Hybridnetzwerk zu verbinden.

Ein Feldversuch dazu fand auf dem Campus der Universität Politècnica de Valencia in Spanien statt. Dies soll die weltweit erste Datenübertragung im Point-to-Multipoint-Betriebsmodus im W-Band sein, das den Millimeterwellenbereich von 75 bis 110 GHz umfasst. Mit einem festen Sendeknotenpunkt und drei Empfangsstationen in 300, 500 und 1.100 Metern Entfernung wurde ein entsprechend belastbares Netz aufgebaut.

Millimeterwellen werden über die Distanz stärker abgeschwächt als langwellige Signale. Das soll durch die Kombination von Vakuumelektronik, Festkörperelektronik und Photonik kompensiert werden. Diese Einheiten sollen zu einem drahtlosen System verbunden werden durch die Bereitstellung von Hochfrequenzleistung im Multiwattbereich bei Frequenzen oberhalb von 100 GHz. Die hohe Leistung werde nur durch neue Millimeterwellen-Vakuumkomponenten erreicht, welche die Entwickler als Schlüsselkomponenten für Ultrawave bezeichnen.

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ternot 13. Nov 2018

Laser bedingt eine Sichtverbindung und exakte Ausrichtung. Funk ist da deutlich...

Denker 13. Nov 2018

Ländliche Regionen können auch mit jetztigen Richtfunk erschlossen werden, bei uns gibt...

barforbarfoo 12. Nov 2018

Dann wird es aber kalt :-)


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