Abo
  • IT-Karriere:

TV-Kabelnetz: Unitymedia will sein Netz nicht öffnen

Unitymedia glaubt nicht an Open Access und ist gegen die Öffnung seiner Netze. Was wie brutale kapitalistische Bissigkeit aussieht, ergibt für den Kabelnetzbetreiber jedoch Sinn.

Artikel veröffentlicht am ,
Beim Breitbandgipfel in Hessen
Beim Breitbandgipfel in Hessen (Bild: Achim Sawall/Golem.de)

Unitymedia will sein Netz nicht für Open-Access-Modelle öffnen. Das sagte Firmenchef Unitymedia-Chef Lutz Schüler am 6. Juni 2018 auf dem 9. Hessischen Breitbandgipfel in Frankfurt am Main. "Wir investieren 25 Prozent unseres Umsatzes in unser Netz. Wir glauben an Infrastrukturwettbewerb, deswegen würden wir unser Netz nicht öffnen."

Stellenmarkt
  1. ista International GmbH, Essen
  2. HiPP GmbH & Co. Produktion KG, Pfaffenhofen Raum Ingolstadt

Nach der geplanten Übernahme von Unitymedia durch Vodafone will der Präsident der Bundesnetzagentur, Jochen Homann, den TV-Kabelnetzmarkt untersuchen. Er wolle genau hinschauen, ob es irgendwo Regionen gebe, wo das Kabel dominant und marktmächtig sei. Dann müsse das Kabel in diesen Fällen reguliert werden, sagte Homann am 27. Mai 2018. Vodafone hat mit Liberty Global vereinbart, die Kabelnetze in Deutschland, der Tschechischen Republik, Ungarn und Rumänien für einen Preis von 18,4 Milliarden Euro zu übernehmen.

Schüler erklärte zu der Übernahme auf dem Breitbandgipfel: "Vodafone will uns kaufen. Der Kaufvertrag ist unterschrieben. Weil es noch andere europäische Länder betrifft, wird dies auf EU-Ebene und eingebettet vom Bundeskartellamt geklärt. Das wird voraussichtlich bis zum nächsten Sommer 2019 dauern".

Breko geht auf Unitymedia zu

Stephan Albers, Chef des Breko (Bundesverband Breitbandkommunikation) hätte sich gewünscht, dass Unitymedia sagt: "Ja, wir öffnen unsere Netze". Wenn die Fusion von Vodafone und Unitymedia zustande komme, müsse ein solches Netz geöffnet werden, forderte er. Er sagte, bei der Open-Access-Plattform vom Breko sollte auch Unitymedia mitmachen. Derzeit betreibt Vodafone TV-Kabelnetze in 13 deutschen Bundesländern, Unitymedia ist in Hessen, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen aktiv. Ziel sei die Zusammenführung von Breitband, Mobilfunk, Festnetz und TV-Diensten, hatte Vodafone erklärt.

Schüler hielt dagegen, dass Open Access in ganz Deutschland bedeuten würde, "dass wir keinen Infrastrukturwettbewerb mehr haben. Wir glauben an alternative Infrastruktur. Die Gefahr ist, dass wir reguliert werden, und dann das Netz in ganz Deutschland öffnen müssen."

Unitymedia hält ebenfalls dagegen, dass kommunale Zweckverbände nicht allein und ohne Wettbewerb Gebiete mit Glasfaser erschließen sollten. Eine Mitnutzung der vorhandenen Infrastruktur wäre für die Konzern nicht wirtschaftlich. Die Open-Access-Preise seien zu hoch.



Anzeige
Top-Angebote
  1. 124,99€ (Bestpreis!)
  2. 61,80€
  3. (u. a. Football Manager 2019 für 17,99€, Car Mechanic Simulator 2018 für 7,99€, Forza Horizon...

Prokopfverbrauch 07. Jun 2018

Naja klar ist privat besser, wenn man die Kunden mit seinen Monopolen melken will. Besser...

Prokopfverbrauch 07. Jun 2018

Ganz deiner Meinung. Ich schwanke immer wieder zwischen "so bescheuert kann man doch gar...

Der Spatz 06. Jun 2018

Wenn es so ähnlich ist wie in unserem Mehrparteienhaus: Alter Kabelvertrag läuft aus...

Dwalinn 06. Jun 2018

Ich weiß nicht ganz worauf du hinaus willst. Telekom und EWE haben sich doch...


Folgen Sie uns
       


Huawei P30 Pro - Hands on

Das P30 Pro ist Huaweis jüngstes Top-Smartphone, das erstmals mit einem Teleobjektiv mit Fünffachvergrößerung kommt. Im ersten Kurztest macht die Kamera mit neu entwickeltem Bildsensor einen guten Eindruck.

Huawei P30 Pro - Hands on Video aufrufen
Bundestagsanhörung: Beim NetzDG drohen erste Bußgelder
Bundestagsanhörung
Beim NetzDG drohen erste Bußgelder

Aufgrund des Netzwerkdurchsetzungsgesetzes laufen mittlerweile über 70 Verfahren gegen Betreiber sozialer Netzwerke. Das erklärte der zuständige Behördenchef bei einer Anhörung im Bundestag. Die Regeln gegen Hass und Hetze auf Facebook & Co. entzweien nach wie vor die Expertenwelt.
Ein Bericht von Justus Staufburg

  1. NetzDG Grüne halten Löschberichte für "trügerisch unspektakulär"
  2. NetzDG Justizministerium sieht Gesetz gegen Hass im Netz als Erfolg
  3. Virtuelles Hausrecht Facebook muss beim Löschen Meinungsfreiheit beachten

Mobile-Games-Auslese: Games-Kunstwerke für die Hosentasche
Mobile-Games-Auslese
Games-Kunstwerke für die Hosentasche

Cultist Simulator, Photographs, Dungeon Warfare 2 und mehr: Diesen Monat lockt eine besonders hochkarätige Auswahl an kniffligen, gruseligen und komplexen Games an die mobilen Spielgeräte.
Von Rainer Sigl

  1. Spielebranche Auch buntes Spieleblut ist in China künftig verboten
  2. Remake Agent XIII kämpft wieder um seine Identität
  3. Workers & Resources im Test Vorwärts immer, rückwärts nimmer

Zulassung autonomer Autos: Der Mensch fährt besser als gedacht
Zulassung autonomer Autos
Der Mensch fährt besser als gedacht

Mehrere Jahre haben Wissenschaftler und Autokonzerne an Testverfahren für einen Autobahnpiloten geforscht. Die Ergebnisse sprechen für den umfangreichen Einsatz von Simulation. Und gegen den schnellen Einsatz der Technik.
Von Friedhelm Greis

  1. Mercedes-Sicherheitsstudie Wenn das Warndreieck autonom aus dem Auto fährt
  2. Einride T-Pod Autonomer Lkw fährt in Schweden Waren aus
  3. Ingolstadt Audi vernetzt Autos mit Ampeln

    •  /