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TV-Kabelnetz: Unitymedia-Kauf durch Vodafone in wenigen Tagen möglich

Bereits in der kommenden Woche könnte der Vertrag zwischen Vodafone und Liberty Media zum Verkauf von Unitymedia fertig sein. Die Stadtnetzbetreiber wollen das verhindern.
/ Achim Sawall
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Techniker von Unitymedia bei der Arbeit (Bild: Unitymedia)
Techniker von Unitymedia bei der Arbeit Bild: Unitymedia

Vodafone verhandelt offenbar in London über die letzten Details für eine Übernahme von Unitymedia. Ein Vertragsabschluss mit dem Kabelnetzkonzern Liberty Global könnte bereits in der kommenden Woche angekündigt werden, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters(öffnet im neuen Fenster) unter Berufung auf informierte Kreise. Zuvor hatte bereits die britische Financial Times Informationen veröffentlicht, nach denen die Gespräche zwischen Vodafone und Liberty Global kurz vor dem Abschluss stehen.

Die Anteile haben zusammen mit der Verschuldung von Unitymedia einen Wert von 16,5 Milliarden Euro. Vodafone bestätigte im Februar 2018 die Gespräche. Es gehe um eine Übernahme von "bestimmten überlappenden kontinentalen Vermögenswerten im Besitz von Liberty".

Vodafone und Liberty Global hatten Ende September 2015 ihre Verhandlungen über einen Tausch ihrer Firmen in Europa beendet. Die Konzerne konnten sich nicht auf eine Bewertung ihrer Landestöchter einigen. Dabei ging es um Libertys Kabelnetze in Deutschland und anderswo in Europa. Doch die Verhandlungen könnten zu einem späteren Zeitpunkt auch wieder aufgenommen werden, hieß es damals.

Buglas: Stadtnetzbetreiber wollen Fusion verhindern

Der Stadtnetzbetreiberverband Buglas (Bundesverband Glasfaseranschluss) lehnt das Fusionsvorhaben im Kabelnetz ab und wendet sich deswegen an Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU). Mit großer Sorge sehe man die geplante Übernahme des Netzes der Unitymedia durch Vodafone, "die deutliche Auswirkungen auf den Wettbewerb haben und den zur Erfüllung der Ziele der Bundesregierung notwendigen FTTB/H-Ausbau erheblich erschweren wird. Die mit einer Fusion verbundenen Größen- und Verbundvorteile für den Betrieb eines dann bundesweiten Kabelnetzmonopols würden die Wirtschaftlichkeit des überwiegend regionalen Ausbaus der Gigabit-Netze (FTTB/H) ernsthaft gefährden." Die Konzentration der Marktmacht in der Hand eines neuen Monopolisten würde zudem den Wettbewerb im Bereich der Versorgung der Wohnungswirtschaft sowie der TV-Rechte erheblich verzerren und regionalen Anbietern jegliche Wettbewerbschancen nehmen. Das geplante Vorhaben sei "nicht genehmigungsfähig".


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