TV-Kabelnetz: Tele Columbus investiert stark in seine Netze
Im Geschäftsjahr 2015 investierte die Tele-Columbus-Gruppe 113,6 Millionen Euro und reinvestierte somit 40,8 Prozent der Umsätze in die Netzinfrastruktur. Das gab das Unternehmen am 21. März 2016 bekannt(öffnet im neuen Fenster) . Zum Jahresende versorgte die Gruppe rund 3,6 Millionen angeschlossene Haushalte, von denen aber erst 61 Prozent rückkanalfähig aufgerüstet und für Internet- und Telefondienste erreichbar waren.
Ohne bidirektionale Verstärker können Kabelfernsehnetze nicht für andere Dienste wie Telefonie und Internetzugänge genutzt werden. Unternehmenssprecher Hannes Lindhuber sagte Golem.de, die Investitionen seien in die Bereiche "Netzaufrüstung, Netzausbau und Modernisierung" geflossen sowie in Ausgaben für "Modems und Receiver, Netzwartung sowie kleinere Transaktionen von Netzbeständen, die in der Regel auch aufgerüstet und an das eigene Signal angebunden werden" .
Tele Columbus hatte im Juli 2015 erklärt, den Konkurrenten Primacom zu übernehmen. Der Kaufpreis betrug 711 Millionen Euro. Mit dem anschließenden Kauf von Pepcom kam Tele Columbus auf rund 3,7 Millionen angeschlossene Haushalte.
"Mit der erfolgreichen Konsolidierung von Primacom und Pepcom haben wir einen neuen Ausgangspunkt für die weitere Entwicklung des Unternehmens gesetzt" , sagte Unternehmenschef Ronny Verhelst. Es werde konsequent an der Integration der drei Einheiten gearbeitet.
16.000 neue Internetkunden
Die Zahl der gebuchten Internetanschlüsse stieg im Vergleich zum 31. September 2015 um 99.000 auf 462.000, die Zahl der Telefondienste um 75.000 auf 427.000. Nur rund 16.000 Internetanschlüsse waren auf organisches Wachstum zurückzuführen.
Im Februar 2016 startete die Tele-Columbus-Gruppe in ihren Versorgungsregionen einen ersten Feldtest für das neue Advanced-TV-Angebot, das künftig zeitversetztes Fernsehen auf allen Endgeräten im Haushalt bieten soll.
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