TV-Kabelnetz: Huawei führt funktionierende Docsis-3.1-Lösung vor
In einer Docsis-3.1-Demonstration hat Huawei eine Downloadgeschwindigkeit von 3,4 GBit/s und 500 MBit/s im Upstream erreicht. Das gab Jack Moran, Senior Director Access Networks Technologies bei Huawei, in einem Interview mit Light Reading bekannt(öffnet im neuen Fenster) . "Wir hätten weit mehr zeigen können, haben wir aber nicht" , sagte Moran.
Die neue Spezifikation Docsis 3.1 soll Datenraten von mehr als 10 GBit/s im Downstream und über 1 GBit/s im Upstream ermöglichen.
Fehlerschutz LDPC
Docsis 3.1 soll den Datendurchsatz im Downstream und im Upstream maximieren, ohne dass Änderungen an der vorhandenen HFC-Netzinfrastruktur (Hybrid Fiber Coax) notwendig werden. Der LDPC-Fehlerschutz (Low Density Parity Check) in Kombination mit OFDM-Modulation gilt als wichtiger Fortschritt. Der Fehlerschutz LDPC soll so leistungsfähig sein, dass mit Docsis 3.1 Konstellationen wie 4096QAM eingesetzt werden können, was bisher kaum vorstellbar war.
Docsis 3.1 arbeitet mit Kanalbandbreiten von 192 MHz im Downstream und von 96 MHz im Upstream, die aber bei Bedarf skaliert werden können. Da OFDM und LDPC zusammen noch nicht die angestrebte Erhöhung des Datendurchsatzes erreichten, wurden in Docsis 3.1 auch die Frequenzbereiche neu festgelegt. Die Obergrenze wurde auf 1.794 MHz angehoben, der Upstream auf 5 MHz bis 204 MHz erweitert. Mit dem kommerziellen Einsatz von Docsis 3.1 wird ab dem Jahr 2016 gerechnet.
Huawei(öffnet im neuen Fenster) und die dänische TDC Group (Tele Danmark Communications) hatten auf der Fachmesse Anga Com im Juni 2015 in Köln bei einem frühen Feldversuch mit Docsis 3.1 eine Downloadgeschwindigkeit von 840 MBit/s erreicht. Der Test wurde im Koaxialnetz von TDC in Kopenhagen durchgeführt.
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