TV-Kabel: Ende des analogen TV-Signals in zwei Jahren möglich

Immer noch sieben Millionen TV-Haushalte empfangen ihr Programm über analoge Signale. Auf dem Medientreffpunkt Mitteldeutschland sprachen Experten heute darüber, wann dies beendet werde. Im Prozess der Umstellung seien vor allem die Kabelnetzbetreiber gefragt.

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Server bei UPC Austria
Server bei UPC Austria (Bild: UPC Austria)

Mit dem Ende der analogen Signalübertragung des Fernsehprogramms in Deutschland sei frühestens in zwei bis drei Jahren zu rechnen. Das sagte Andreas Fischer, Direktor der Niedersächsischen Landesmedienanstalt, am 6. Mai 2014 auf dem Medientreffpunkt Mitteldeutschland. Bei der Beendigung der analogen Fernsehübertragung in einem koordinierten Prozess seien die Landesmedienanstalten in einer Vermittlerrolle.

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Fischer kündigte an, dass eine Initiative dazu bereits auf den Weg gebracht worden sei. Mit dem Ende der analogen Übertragung sei aber frühestens in zwei bis drei Jahren zu rechnen. Immer noch sieben Millionen TV-Haushalte empfangen ihr Programm über analoge Signale, wurde in der Diskussionsrunde berichtet.

Stefan Liebig von Viacom International Media Networks kritisierte, der derzeitige Umstellungsprozess auf digitale Übertragungswege ginge vor allem zulasten kleiner Sender, die dadurch unter einem besonderen Zeitdruck stünden. Ein "schleichender Rückgang" sei daher nicht gewollt, der Umstieg müsse vielleicht mit Sachsen als Pilotregion an einem fixen Datum für alle erfolgen.

Heinz-Peter Labonte, Vorsitzender des Fachverbands für Rundfunk- und Breitbandkommunikation (FRK), erklärte, "mit der Aufrechterhaltung analoger Signale" werde "in die Vergangenheit investiert". Der Gesetzgeber halte sich nicht an die eigenen Vorgaben, der Prozess der Umstellung werde noch sehr lange andauern.

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Claus Wedemeier vom Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen sagte, dass die Wohnungswirtschaft weiterhin auf die Ausstrahlung analoger Programme bestehe. "Wenn 85 Prozent digital schauen, kann über eine analoge Abschaltung nachgedacht werden". Voraussetzung dafür sei, so Wedemeier, dass es auch weiterhin dauerhaft eine unverschlüsselte Übertragungsart gebe.

Mit der Umstellung der eigenen Programminhalte auf digital folge man lediglich einer Marktentwicklung. Wenn Kabelnetzbetreiber diese Signale reanalogisieren, würde dies von den öffentlich-rechtlichen Sendern geduldet, sagte Michael Albrecht, Koordinator DVB bei ARD Digital. Im Prozess der Umstellung seien vor allem die Kabelnetzbetreiber gefragt, so Albrecht weiter, man selbst würde sich dabei aber "kommunikativ engagieren".

"In wenigen Jahren werden alle TV-Programme auch bei UPC komplett digital verbreitet", erklärte der TV-Kabelnetzbetreiber im April 2014 in Österreich. In der Schweiz stelle UPC Cablecom 2015 das analoge Senderangebot definitiv ein.

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TheUnichi 14. Mai 2014

Das war auch eher generell gemeint. Sagen wir, BluRay ist für die, die keine vernünftige...

TheUnichi 12. Mai 2014

Du machst deine gesamte Ansicht und Argumentation auf Basis einer Milchmädchenrechnung...

TheUnichi 12. Mai 2014

Auch generell, lüg dich doch nicht selbst an, nur um Recht zu haben. Du sollst auch...

TC 08. Mai 2014

jop, wegen der 20 Mhz macht keiner einen Aufstand

plutoniumsulfat 08. Mai 2014

DVB-T wird doch bestimmt auch bald ersetzt, da wird doch sicherlich viel Bandbreite für...



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