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Linux im Mac-Kleid und Fazit

Das installierte Elementary OS "Freya" basiert im Kern auf Ubuntu 14.04 "Trusty", nutzt jedoch mit Pantheon eine eigene Desktop-Umgebung. Ein Blick in die Datei /etc/apt/sources.list zeigt, dass Elementary den Großteil seiner Software direkt von Ubuntu bezieht, inklusive Bugfixes und Sicherheitsupdates.

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Lediglich Pantheon, Elementary-Eigenentwicklungen wie das E-Mail-Programm Geary, der Musikplayer Noise und der Editor Scratch sowie eine Reihe gepatchter Pakete stammen aus von Elementary betriebenen Paketquellen in Form zweier PPAs. Dadurch stehen unter Elementary OS die gleichen Programme zur Verfügung wie unter Ubuntu 14.04.

  • Das Tuxedo Infinitybook läuft mit Linux. (Bild: Christoph Langner / Linux User)
  • Für eine möglichst flache Bauweise verzichtet das Infinitybook auf ein optisches Laufwerk sowie einen Ethernet-Anschluss. (Bild: Christoph Langner / Linux User)
  • Anstelle einer Windows-Taste findet sich ein Tux. (Bild: Christoph Langner / Linux User)
  • Bei anspruchsvollen 3D-Animationen, wie im Heaven-Benchmark von Unigine, bekommt die integrierte Intel-Grafik schnell Probleme. (Bild: Christoph Langner / Linux User)
  • An einem typischen Arbeitstag mit Textverarbeitung, Recherche im Web und ein wenig Programmieren hielt das Tuxedo Infinitybook etwa sechs Stunden durch. (Bild: Christoph Langner / Linux User)
  • Trotz der kompakten Bauweise lässt sich das Gehäuse des Infinitybook ohne Hindernisse öffnen und die Komponenten lassen sich für Reparaturen oder Upgrades austauschen. (Bild: Christoph Langner / Linux User)
  • Elementary OS strickt aus vielen Bestandteilen aus Gnome, zahlreichen eigenen Programmen und der Optik und Bedienungsweise von Mac OS X einen modernen Desktop. (Bild: Christoph Langner / Linux User)
Elementary OS strickt aus vielen Bestandteilen aus Gnome, zahlreichen eigenen Programmen und der Optik und Bedienungsweise von Mac OS X einen modernen Desktop. (Bild: Christoph Langner / Linux User)

Das Erscheinungsbild von Elementary OS entlehnt unverhohlen viele Elemente bei Mac OS X, wobei unter der Haube zahlreiche Komponenten aus dem Baukasten der Gnome Shell stammen und oft nur leicht überarbeitet wurden. Die Wingpanel genannte Kopfleiste des Desktops stammt etwa aus der Gnome Shell, sie kann aber die von Ubuntu genutzten Indicator-Applets einbinden. Beim Bildbetrachter handelt es sich um ein erweitertes Eye of Gnome mit einfachen Bildbearbeitungsfunktionen.

Auch bei der Bedienung erinnert vieles an Mac OS X. Spürbar ist das etwa am mittlerweile Mac-typischen "natürlichen Scrollen", bei dem mit einer Zwei-Finger-Geste nach oben respektive unten das Dokument so bewegt wird, wie das auch auf einem Tablet gehandhabt wird. Dieses für einige ungewohnte Verhalten lässt sich in Elementary OS bei Bedarf über Systemeinstellungen | Maus und Touchpad | Natürlicher Bildlauf deaktivieren.

Ebenfalls wie bei der Oberfläche von Mac OS X oder anderen Linux-Desktops wird ein Ein-Klick-Prinzip umgesetzt. Die Navigation im Dateimanager erfolgt also mit einem einfachen Klick von Ordner zu Ordner, ebenso werden Dateien per Einfach-Klick direkt mit den verknüpften Anwendungen geöffnet. Dieses Verhalten lässt sich nicht über einen Einstellungsdialog ändern. Stattdessen muss es über die Kommandozeile mit folgendem Befehl deaktiviert werden werden:

gsettings set org.pantheon.files.preferences single-click false

Fazit

Das Infinitybook von Tuxedo schlägt sich in der Praxis recht gut. Von der SSD bootet das System in wenigen Augenblicken und arbeitet im (mobilen) Büroalltag flink und ohne Einschränkungen. Das Infinitybook glänzt zudem mit solider Verarbeitung sowie vollständigem Linux-Support samt stilechter Tux-Taste.

Vor allem im Vergleich mit anderen Geräten sind die mögliche einfache Wartung des Geräts und die damit ebenfalls verbundenen nachträglichen Aufrüstmöglichkeiten positiv hervorzuheben. Auch ein HDMI-Anschluss findet sich bei höherwertigen Ultrabooks mit Skylake-Plattform nicht mehr besonders häufig. Oft wird dafür einfach auf USB 3.1 Gen 1 in Verbindung mit USB-Typ C gesetzt, über den Displayport-Signale geschickt werden können.

Angenehme Kleinigkeiten wie eine mit geschlossenem Deckel ablesbare Power-LED mit Ladestandsanzeige würden das Gerät jedoch noch weiter abrunden. Auch hat es einen vergleichsweise breiten Displayrand und ist nicht besonders leicht.

Von Elementary OS als Betriebssystem ist eher abzuraten, was vor allem an dem alten Kernel liegt. Zu empfehlen ist ein Kernel ab Version 4.3, da erst dort die Unterstützung für Intels aktuelle Skylake-Reihe fest im Linux-Kern verankert wurde. Das aktuelle Ubuntu 16.04 mit Kernel 4.4 und einer Vielzahl an Backports unterstützt dagegen die Hardware des Infinitybooks ohne weitere Nacharbeiten in vollem Umfang.

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe 05/16 des Magazins Linux User, das seit September 2014 wie Golem.de zum Verlag Computec Media gehört.

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cpt.dirk 22. Mai 2016

Ah, den hatte ich noch gar nicht auf dem Schirm, diesen meinst du wohl, richtig? http...

Tolomeo 21. Mai 2016

Auch nicht schlecht. Jetzt hängst dich dich so an der Unibody Geschichte auf, dass du...

cpt.dirk 19. Mai 2016

Im Sinne der Open-Source-Philosophie (und damit hinsichtlich der Langzeitunterstützung...

throgh 19. Mai 2016

Welcher Komfort soll es denn bitte noch sein? Ganz ehrlich: Es gibt Anleitungen, es gibt...

limator 19. Mai 2016

JA, sicher, das ist ein mobiler Quad-Core, schon klar. Aber nicht mobil im eigentlichen...


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