Private Ladestelle: Kosten, Angebot und Installation

Die Frage nach den Kosten einer solchen Installation ist nicht pauschal zu beantworten. Zudem müssen hierbei die Folgekosten beispielsweise durch Dienstleistungen wie Backend-Systeme, Updates und Wartungen berücksichtigt werden. Einfacher ist hingegen die Frage zu klären, wie viel der einzelne Anschluss einer Wallbox kostet. Das hängt von der Entfernung zwischen Unterverteilung und dem Preis der Wallbox ab. Bei Doppelparkersystemen kann der Aufwand größer sein.

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Gerade im Bereich privater Tiefgaragen gibt es bislang nur wenige Musterbeispiele, die als Vergleich herangezogen werden können. Eine Ausnahme ist eine private Tiefgarage im bayerischen Ebersberg, bei der es die Eigentümer schon vor der Gesetzesreform geschafft haben, eine Entscheidung in der WEG herbeizuführen. Miteigentümer Peter Kraume dokumentierte inzwischen ausführlich das Vorgehen der Elektroautobesitzer (PDF).

Auf Anfrage von Golem.de hat Kraume die entstandenen Kosten aufgeschlüsselt: "1.260 Euro für die Wallbox inkl. extra FI von Yourcharge, 330 Euro für den Elektriker für die Installation und Verkabelung der Wallbox (Unterverteilung bis Stellplatz). Dazu kommen noch 200 Euro pro Jahr für zentrale Infrastruktur, die von der Eigentümergemeinschaft in Vorleistung bezahlt wurde. Die 200 Euro pro Jahr sind auf maximal 10 Jahre gedeckelt, wobei ich entsprechend weniger zahle, wenn mehr Eigentümer sich an den Kosten beteiligen."

Laut Kraume zahlte die Eigentümergemeinschaft für die zentrale Infrastruktur und Lastmanagement etwa 8.000 Euro für den Elektriker und 3.000 Euro für Yourcharge. Die beiden Tiefgaragen verfügen jeweils über 40 Stellplätze. Darüber hinaus wurde die Anlage als abschaltbare Last eingerichtet. Der Energieversorger kann daher bei Stromengpässen den Anschluss vorübergehend um 50 oder 100 Prozent drosseln. "Im Gegenzug bekommen wir die Kilowattstunde für 23 statt 31 Cent. Das hat natürlich deutliche Auswirkungen auf die Stromkosten", sagte Kraume.

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Mit Kosten für die Grundinstallation zwischen 5.000 und 10.000 Euro muss wohl bei den meisten Tiefgaragen gerechnet werden. Die Kosten für das Lastmanagement und die Wallboxen hängen hingegen stärker vom verwendeten System ab. Am günstigsten dürfte dabei EAutolader abschneiden, da einfache Wallboxen verwendet werden können. Richtig teuer kann es werden, wenn der Hausanschluss über keine Reserven verfügt und verstärkt werden muss.

Wie komme ich an ein Angebot?

Um eine Entscheidung auf einer Eigentümerversammlung herbeizuführen, müssen in der Regel mehrere Vergleichsangebote eingeholt werden. Das Problem: Hausverwaltungen verfügen in der Regel nicht über die Expertise, um für jedes der betreuten Objekte die am besten geeignete Lösung herauszufinden und dann die entsprechenden Angebote der Anbieter und Elektriker einzuholen. Eine Hilfe können in einem solchen Fall neutrale Dienstleister wie das Münchner Unternehmen Frequentum bieten. Auch über The Mobility House sind herstellerunabhängige Beratungen möglich.

Frequentum bietet beispielsweise "E-Mobility Ready Pakete für Mehrfamilienhäuser" an. Das "kleine Paket" für rund 1.500 Euro umfasst unter anderem eine lokale Besichtigung, eine technische Prüfung sowie die Konzeption einer Ladeinfrastruktur. Ein Mess- und Abrechnungskonzept, eine neutrale Empfehlung für Hardware und Ausstattungslevel sowie eine Präsentation ist ebenfalls inbegriffen. Das "große Paket" für 2.500 Euro enthält zusätzlich eine zweiwöchige Lastgangmessung am Hausanschluss und deren Auswertung. Weitere Leistungen wie Fördermittelberatung, die Erstellung eines Leistungsverzeichnisses und die Spesen müssen extra bezahlt werden. Daher ist es natürlich günstiger, ein solches Beratungsunternehmen in der Nähe des eigenen Wohnortes zu finden.

Noch günstiger ist es sicherlich, wenn sich interessierte Elektroautofahrer in Zusammenarbeit mit dem Beirat vorab für ein Konzept oder einen Anbieter entscheiden. Die Anbieter offerieren meist auch Unterstützung bei der Erstellung eines Leistungsverzeichnisses. Dann steht die WEG schließlich vor dem Problem, einen geeigneten Installateur für das Projekt zu finden, der ein Angebot abgibt.

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Wie finde ich einen Elektroinstallateur?

Bislang gibt es erst wenige Elektroinstallateure, die über Erfahrung mit Elektromobilität verfügen. Das betrifft vor allem die Konzeption einer kompletten Anlage. Die eigentliche Installation ist hingegen kein Hexenwerk, wenn eine gute Planung vorliegt. Der Zentralverband der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH) bietet auf seiner Internetseite eine Suche nach E-Mobilitäts-Fachbetrieben an. Dies lässt sich über den Suchfilter einstellen. Darüber hinaus kann es hilfreich sein, beim Netzbetreiber nachzufragen, ob er mit bestimmten Betrieben bei diesem Thema kooperiert. Wallbox-Hersteller wie Mennekes bieten ebenfalls eine Suche nach Partnerbetrieben an. Dabei wird zwischen "geschulten Elektroinstallateuren" und "Qualitätspartnern" unterschieden. The Mobility House verfügt nach eigenen Angaben ebenfalls über eine Liste von qualifizierten Betrieben.

Nach Angaben Kraumes hatten viele regional angefragte Elektroinstallateure keine Expertise beim Lastmanagement oder der Konzeption der Anlage. Zudem habe es große Preisunterschiede bei den Angeboten gegeben. Thomas Klug von EAutolader gibt interessierten Eigentümern daher den Tipp: "Wenn Sie einen x-beliebigen Elektriker bitten, er möge doch zu Ihnen in die Wohnanlage kommen, sich dort alles ansehen und dann ein verbindliches Angebot schreiben für eine Leistung, die er noch nicht oft gemacht hat, werden Sie nicht viele Angebot bekommen. Wenn Sie dem Elektriker eine Grobplanung schicken, inklusive einem Leistungsverzeichnis, in dem der Elektriker nur seine Preise eintragen muss, dann erspart ihm das sehr viel Arbeit." Die Wahrscheinlichkeit, Angebote zu bekommen, wenn man eine Grobplanung und ein Leistungsverzeichnis versende, sei daher "sehr viel höher".

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 Einfache Controller und KomplettpaketeFörderung privater Ladeinfrastruktur und Besonderheiten für Mieter 
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Eheran 03. Dez 2020

Warum sollte eine Wallbox brennen? Aufgrund der extremen Verbreitung sowie oft billigst...

Fernando-05 02. Dez 2020

Ein E-Auto benoetigt keine Tausend Fabriken wie ein Diesel für die ganzen...

Oktavian 01. Dez 2020

Ich habe da immer die Empfindung, WEG kombiniert auf elegante Weise die Nachteile eines...

mj 01. Dez 2020

Ich würd wegen der Beschleunigung gern einen fahren. Hab überlegt nächstes Jahr hybrid...



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