Limits erkennen, Ruckler verringern

Generell visualisiert das OSD schlicht das, was das Hardware-Monitoring ohnehin im Hintergrund aufzeichnet. Diese Informationen jedoch quasi in Echtzeit einsehen zu können, ist für PC-Spieler ein sehr mächtiges Werkzeug, um das eigene System besser kennenzulernen und daraus Schlüsse zu ziehen. Für uns bei Golem.de ist ein OSD daher unerlässlich um herauszufinden, wie ein Spiel auf unterschiedlicher Hardware läuft und welche Komponente gegebenenfalls den Ausschlag gibt.

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Ein klassisches Beispiel ist, ob ein CPU- oder ein GPU-Limit vorherrscht. Je nach Spiel, Szene und Einstellungen können sich beide abwechseln, die Grenzen sind ohnehin fließend. Aktuell wäre da etwa Crysis Remastered zu nennen: Mit maximalen Details wird das LoD-System quasi deaktiviert, weshalb enorm viele Drawcalls anfallen. In Szenen mit hoher Sichtweite ist es daher egal, ob wir in 720p oder 1440p (vierfache Pixelmenge) spielen, unser Ryzen 7 3800XT schafft jeweils nur 37 fps.

Die Pixelmenge hat keinen Einfluss auf die CPU, weshalb die Leistungsaufnahme (ca. 60 Watt) und die Gesamtauslastung (gut 20 Prozent) in beiden Auflösungen ähnlich ist. Stellt sich die Frage, wieso die CPU limitiert, wenn sie nur zu einem Fünftel genutzt wird? Ein Blick auf die Auslastung der einzelnen Kerne zeigt, dass einer mit über 90 Prozent läuft, zwei bis drei mit 40 bis 60 Prozent und der Rest brachliegt. Das ist typisch für Spiele, da häufig der Main-Thread limitiert und somit die Performance begrenzt.

  • Im Afterburner erreichen wir per "Settings" ... (Screenshot: Golem.de)
  • ... den "Monitoring"-Reiter für CPU/GPU-Auslastung, Frequenzen, Temperaturen oder Videospeicher. (Screenshot: Golem.de)
  • Über die drei kleinen Punkte neben "Show in OSD" lassen sich die Werte einfärben. (Screenshot: Golem.de)
  • Im "On Screen Display"-Reiter öffnen wir per "Setup" den eigentlichen RTSS. (Screenshot: Golem.de)
  • Im RTSS stellen wir Position und Schatten des OSD ein. (Screenshot: Golem.de)
  • Optional sind per "Raster3D" auch die Schrift ... (Screenshot: Golem.de)
  • ... und per "OSD Palette" die Farben anpassbar. (Screenshot: Golem.de)
  • Via "Setup" und Doppelklick öffnet sich der Overlay Editor für grafische Elemente. (Screenshot: Golem.de)
  • Optional öffnen wir HW-Info im "Sensors Only"-Modus. (Screenshot: Golem.de)
  • Per Rechtsklick können wir in HW-Info dem RTSS weitere Werte hinzufügen. (Screenshot: Golem.de)
  • Dazu müssen "Show Value in OSD" und "Show Label in OSD" angehakt sein. (Screenshot: Golem.de)
  • In 720p limitiert die CPU genauso ... (Rechteinhaber: Crytek, Screenshot: Golem.de)
  • ... wie in 1440p bei 37 fps. (Rechteinhaber: Crytek, Screenshot: Golem.de)
  • In 4K sind es 31 fps bei deutlich höherer Bildqualität. (Rechteinhaber: Crytek, Screenshot: Golem.de)
  • Per "GPU dedicated memory \ process" wird das Speicher-Budget einer Vollbildanwendung visualisiert. (Rechteinhaber: Microsoft, Screenshot: Golem.de)
In 720p limitiert die CPU genauso ... (Rechteinhaber: Crytek, Screenshot: Golem.de)

Weil die CPU mit dem Aufbereiten der Daten für die Grafikkarte nicht hinterherkommt, beträgt die Auslastung der Geforce RTX 3080 in 720p gerade einmal 40 Prozent bei 90 Watt und in 1440p immerhin 75 Prozent bei 250 Watt. Erst wenn wir auf 4K hochschalten, steigt die Auslastung auf 98 Prozent bei 315 Watt. Die Framerate fällt mit 31 fps etwas geringer aus, die Bildqualität ist aber signifikant besser. Der Afterburner hat uns in diesem Fall also geholfen, ein CPU-Limit zu erkennen und dieses für eine schönere Grafik zu instrumentalisieren.

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Ein anderes Beispiel ist die Frage, wie viel Videospeicher ein Spiel benötigt. Dank des Mitte September 2020 aktualisierten GPU-Plugins mit zwei neuen Performance-Countern kann der RTTS die Allokalisierung eines Vordergrundprozesses und damit dessen tatsächlichen Commit auslesen. Per "GPU dedicated memory \ process" wird das Speicher-Budget einer Vollbildanwendung visualisiert, wobei zu berücksichtigen ist, dass auch der Grafiktreiber sowie Windows selbst und weitere Prozesse wie Browser oder Steam ebenfalls Daten im lokalen Videospeicher ablegen. Dessen gesamte Auslastung ist per "Memory Usage" darstellbar.

  • Im Afterburner erreichen wir per "Settings" ... (Screenshot: Golem.de)
  • ... den "Monitoring"-Reiter für CPU/GPU-Auslastung, Frequenzen, Temperaturen oder Videospeicher. (Screenshot: Golem.de)
  • Über die drei kleinen Punkte neben "Show in OSD" lassen sich die Werte einfärben. (Screenshot: Golem.de)
  • Im "On Screen Display"-Reiter öffnen wir per "Setup" den eigentlichen RTSS. (Screenshot: Golem.de)
  • Im RTSS stellen wir Position und Schatten des OSD ein. (Screenshot: Golem.de)
  • Optional sind per "Raster3D" auch die Schrift ... (Screenshot: Golem.de)
  • ... und per "OSD Palette" die Farben anpassbar. (Screenshot: Golem.de)
  • Via "Setup" und Doppelklick öffnet sich der Overlay Editor für grafische Elemente. (Screenshot: Golem.de)
  • Optional öffnen wir HW-Info im "Sensors Only"-Modus. (Screenshot: Golem.de)
  • Per Rechtsklick können wir in HW-Info dem RTSS weitere Werte hinzufügen. (Screenshot: Golem.de)
  • Dazu müssen "Show Value in OSD" und "Show Label in OSD" angehakt sein. (Screenshot: Golem.de)
  • In 720p limitiert die CPU genauso ... (Rechteinhaber: Crytek, Screenshot: Golem.de)
  • ... wie in 1440p bei 37 fps. (Rechteinhaber: Crytek, Screenshot: Golem.de)
  • In 4K sind es 31 fps bei deutlich höherer Bildqualität. (Rechteinhaber: Crytek, Screenshot: Golem.de)
  • Per "GPU dedicated memory \ process" wird das Speicher-Budget einer Vollbildanwendung visualisiert. (Rechteinhaber: Microsoft, Screenshot: Golem.de)
Per "GPU dedicated memory \ process" wird das Speicher-Budget einer Vollbildanwendung visualisiert. (Rechteinhaber: Microsoft, Screenshot: Golem.de)

Fast kein Spiel hat die Option, das Speicher-Budget ingame anzuzeigen, der Flight Simulator ist hier die Ausnahme. Sollte der Videospeicher zu knapp werden, reduziert die Streaming-Engine der meisten Titel automatisch die Texturqualität, sprich: Statt der Mipmap 0 wird eine kleinere und somit unschärfere Variante geladen. Die Framerate bleibt davon unbeeindruckt, die Grafikqualität aber sinkt. Erst wenn das Speicher-Budget viel zu weit überschritten wird, kommt es zu stotternden Frametimes oder Nachladerucklern. Wer also die Auslastung des Videospeichers im Blick behält, sieht immer schöne Texturen und hat eine glattere Bildrate.

Hinweis: Der Golem.de-Werkzeugkasten ist unser How-To-Format. Wir zeigen anhand von Tutorials und Erlebnisberichten, wie sich Hard- oder Software im Praxisalltag effektiv einsetzen lassen.

Die Golem-Community ist gefragt: Habt Ihr Ideen oder Anregungen für einen künftigen Werkzeugkasten? Dann schickt uns bitte Eure Vorschläge an: werkzeugkasten@golem.de

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 OSD einstellen, Werte importieren
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DetlefS 13. Okt 2020

Ich nutze mein StreamDeck um diverse Hardwaredaten anzuzeigen. Vorteil, keine...

dantist 12. Okt 2020

Ich nutze für sowas seit ich denken kann SequoiaView.

Marsellus 11. Okt 2020

Ich kann hier iStat Menus aus dem AppStore empfehlen. Damit lassen sich Werte und...

D43 10. Okt 2020

Guter Tipp, danke dafür +1

ms (Golem.de) 09. Okt 2020

Sofern das hier gut ankommt, kann ich den Overlay Editor noch mal dediziert bringen =)



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