Tusimple: Truck fährt ohne Mensch an Bord durch Arizona

Der Lkw fuhr etwa 130 Kilometer autonom auf öffentlichen Straßen. Das Fahrerhaus war unbesetzt.

Artikel veröffentlicht am ,
Fahrerloser Truck von Tusimple
Fahrerloser Truck von Tusimple (Bild: Tusimple)

Der Fahrersitz ist leer, und trotzdem fährt der Truck: Das Unternehmen Tusimple hat einen schweren Sattelzug 130 Kilometer über öffentliche Straßen durch den US-Bundesstaat Arizona geschickt.

Stellenmarkt
  1. Payroll Technology Solution Lead (m/f/x)
    Autodoc AG, Berlin, Szczecin (Polen), Cheb (Tschechien)
  2. Quality Engineer* Natural Mainframe
    Software AG, Darmstadt
Detailsuche

Die Fahrt startete der Class-8-Truck auf einem Schrottplatz in Tucson und ging zu einem Großverteilerzentrum in der Peripherie von Phoenix. Der mit dem System von Tusimple ausgestattete Lkw brauchte 1 Stunde und 20 Minuten für die etwa 130 Kilometer lange Strecke. Ein Mensch war nicht an Bord, wie ein Video von Tusimple auf Youtube zeigt.

Die Fahrt fand bereits am 22. Dezember statt, wie Tusimple erst jetzt mitgeteilt hat. Der Truck fuhr auf Landstraßen und auf Highways. Zur Sicherheit fand der Test nachts statt. Mehrere Sicherheitsfahrzeuge von Tusimple und der Polizei begleiteten den Sattelschlepper: Eines fuhr etwa 8 Kilometer voraus, ein weiteres Fahrzeug von Tusimple und ein Streifenwagen folgten ihm in knapp einem Kilometer Entfernung.

Der autonome Truck fand sich auf den Straßen zurecht

Es war nach Angaben von Tusimple das erste Mal, "dass ein autonomer Lkw der Klasse 8 ohne menschliches Eingreifen auf öffentlichen Straßen unterwegs war". Das Fahrzeug habe sich auf Auf- und Abfahrten sowie auf Spuren für Rettungsfahrzeuge zurechtgefunden, Verkehrszeichen erkannt und die Fahrspuren auf dem Highway gewechselt. Mit der Fahrt habe Tusimple gezeigt, wozu sein autonomes Fahrsystem in der Lage sei, sagte Unternehmenschef Cheng Lu.

Golem Akademie
  1. Linux-Shellprogrammierung: virtueller Vier-Tage-Workshop
    8.–11. März 2022, Virtuell
  2. Webentwicklung mit React and Typescript: virtueller Fünf-Halbtage-Workshop
Weitere IT-Trainings

Tusimple entwickelt Systeme für automatisiert fahrende Lkw. Diese nutzen zwar auch Lidar, in erster Linie setzt Tusimple jedoch auf Kameras zur Umwelterfassung. Durch das automatisierte Fahren sollen sich die Transportkosten um rund 30 Prozent senken lassen. Das Unternehmen testet sein System seit gut zwei Jahren. Dabei arbeitet Tusimple unter anderem mit dem US Postal Service (USPS), also der US-Post und dem Logistikunternehmen United Parcel Service (UPS) zusammen.

Tusimple ist ein chinesisch-amerikanisches Unternehmen, das Zentralen in der chinesischen Hauptstadt Peking sowie in San Diego im US-Bundesstaat Kalifornien unterhält. Die beiden größten Investoren des 2015 gegründeten Unternehmens sind der chinesische Internetkonzern Sina und das US-Unternehmen Nvidia, das unter anderem Chips für autonom fahrende Autos entwickelt.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Avarion 31. Dez 2021 / Themenstart

Wird voraussichtlich nicht kommen. So schön es wäre, aber viele Schienen wurden...

Truckdriver 31. Dez 2021 / Themenstart

Irgendwo hab ich mal gehört, dass auch Paketdienste ihre Routen so legen, dass möglichst...

Azzuro 30. Dez 2021 / Themenstart

Schon vor 20 Jahren habe ich eine Fernsehserie darüber gesehen. Aber die Lastwagenfahrer...

Kommentieren



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Digitalisierung
500-Euro-Laptops für Lehrer "leistungsfähig und gut nutzbar"

Das Land NRW hat seine Lehrkräfte mit Dienst-Laptops ausgestattet. Doch diese äußern deutliche Kritik und verwenden wohl weiter private Geräte.

Digitalisierung: 500-Euro-Laptops für Lehrer leistungsfähig und gut nutzbar
Artikel
  1. Bundesservice Telekommunikation: Schlecht getarnte Tarnorganisation praktisch enttarnt
    Bundesservice Telekommunikation
    Schlecht getarnte Tarnorganisation praktisch enttarnt

    Inzwischen ist offensichtlich, dass der Bundesservice Telekommunikation zum Bundesamt für Verfassungsschutz gehört.

  2. Volkswagen Payments: VW entlässt Mitarbeiter wohl wegen Cybersicherheits-Bedenken
    Volkswagen Payments
    VW entlässt Mitarbeiter wohl wegen Cybersicherheits-Bedenken

    Volkswagen entlässt einem Bericht nach einen Mitarbeiter, nachdem dieser Bedenken hinsichtlich der Cybersicherheit von Volkswagen Payments äußerte.

  3. Frequenzen: Bundesnetzagentur erfüllt Forderungen der Mobilfunkkonzerne
    Frequenzen
    Bundesnetzagentur erfüllt Forderungen der Mobilfunkkonzerne

    Jochen Homann könnte vor seinem Ruhestand noch einmal Vodafone, Deutsche Telekom und Telefónica erfreuen.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • RTX 3080 Ti 12GB 1.699€ • Intel i9-10900K 444,88€ • Huawei Curved Gaming-Monitor 27" 299€ • Hisense-TVs zu Bestpreisen (u. a. 55" OLED 739€) • RX 6900 1.449€ • MindStar (u.a. Intel i7-10700KF 279€) • 4 Blu-rays für 22€ • LG OLED (2021) 77 Zoll 120Hz 2.799€ [Werbung]
    •  /