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Turris Omnia: Open-Source-Router erreicht 250.000 US-Dollar via Indiegogo

Der Open-Source-Router Turris Omnia begeistert offenbar die Indiegogo-Gemeinde. Über die Crowdfunding-Plattform wurden bereits Zusagen von über 250.000 US-Dollar erreicht und damit weit mehr, als ursprünglich erwartet wurde. Als Bonus gibt es nun eine App und einen Fork der Rpi.GPIO Python Library.

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Der Router kann auch nur als Board gekauft werden.
Der Router kann auch nur als Board gekauft werden. (Bild: Cz.nic)

Das Crowdfunding per Indiegogo für den Open-Source-Router Turris Omnia war sehr erfolgreich. Zusagen in Höhe von mehr als 250.000 US-Dollar konnten sich die Entwickler sichern. Der OpenWRT-basierte Router lockt offenbar mit einigen Besonderheiten viele Interessenten an.

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Hochaktuelle Hardware wie in vielen neuen hochpreisigen Routern findet sich nicht. Der Nutzen von Routern mit vielen kaum verwendbaren Funktionen ist allerdings ohnehin zweifelhaft.

Das Geld ist zugesichert, doch die Hardwareausstattung noch nicht final

Dementsprechend fehlt dem Turris Omnia die Unterstützung von MU-MIMO. 802.11ac mit einer 3x3-Konfiguration wird aber unterstützt. Alle anderen Standards sollen nur per 2x2 unterstützt werden. Auffällig ist die Nichterwähnung von 802.11a. 802.11b/g/n hingegen wird genannt. Die Entwickler geben in den Kommentaren jedoch zu, dass die finale Spezifikation erst später vollständig genannt werden soll. Für die WLAN-Chips haben sich die Entwickler noch nicht entschieden.

Grob bekannt ist aber die Anschlussausstattung. Fünf GBit-Ethernet-Ports gehören genauso dazu wie ein SFP-Schacht für GBIC-Module. So lässt sich etwa Glasfaser anschließen. Der SFP-Schacht ist hauptsächlich ein WAN-Anschluss und weniger für die Innenverteilung gedacht. Zusätzlich gibt es einen weiteren WAN-Anschluss für RJ45-Stecker. Zudem gibt es USB 3.0 zweifach und drei Mini-PCIe-Slots im Inneren. Einer davon ist auch mSATA-fähig. Es gibt auch einen Slot für SIM-Karten, so dass davon auszugehen ist, dass der Router mit einer nachzurüstenden Karte auch eine Mobilfunkverbindung aufbauen kann. Eine Crypto-Beschleunigung über Atmels ATSHA204 wird ebenfalls angeboten. Ein Fokus der Entwicklung soll eine hohe Sicherheit bei hoher Leistungsfähigkeit sein.

Router mit Virtualisierung

Im Inneren steckt zudem ein Dual-Core-Arm-Prozessor mit 1,6 GHz, der auf 1 GByte RAM zugreifen kann. Für das Betriebssystem und andere Dinge gibt es 4 GByte Speicher. Eine Virtualisierung soll zudem unabhängige Prozesse gewährleisten, ohne die Routing-Funktion zu beeinflussen.

Durch das Überschreiten der 100.000-Dollar-Marke für die Finanzierung sind zudem weitere Projekte geplant. Dank der ersten 50.000 US-Dollar wird es den Router in verschiedenen Farben geben. Aus technischer Sicht sind die 50.000 Dollar diesbezüglich uninteressant. Mit den nächsten 50.000 US-Dollar soll zudem die Finanzierung der Entwicklung einer mobilen App gesichert sein. Das letzte Ziel, 250.000 US-Dollar, sorgte dafür, dass die Entwickler nun einen Fork der Rpi.GPIO-Python-Bibliothek für den Turris Omnia planen.

Sollte das Projekt gelingen, ist die Auslieferung der ersten Router für April 2016 zu erwarten. Die Router werden bei Indiegogo für Preise knapp unter 200 US-Dollar angeboten. Lokale Steuern sind jedoch nur für den Versand eingerechnet. Der Handelspreis soll später bei fast 300 US-Dollar liegen. Es ist aber auch möglich, nur das Board zu erwerben, dann soll der Preis ab 100 US-Dollar losgehen. Verschickt werden die Geräte aus Europa.

Turris Omnia basiert auf einer früheren Hardwareentwicklung, die aktuell mit Turris OS 2.6 läuft. Auch dieses Gerät ist vergleichsweise flexibel beim Tausch innerer Hardwarekomponenten. Hinter dem Projekt steht die gemeinnützige Organisation Cz.nic, die sich um die Top-Level-Domain .cz kümmert.



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tunnelblick 27. Nov 2015

Hmm? Dann ist das Modem aber nicht nur mehr Modem im klassischen Sinne, sondern...

tunnelblick 26. Nov 2015

ich habe ein github-repo, wo kram drin liegt, aber das ist nicht so wild. du brauchst...

Benjamin_L 26. Nov 2015

Und wie erklärst du dir dann den direkten Bezug auf DD-WRT?

Jolla 26. Nov 2015

Viel langsamer?


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