Turing-Mobile-Workstations: Nvidia bringt Quadro RTX für Notebooks

Die sogenannten Studio Laptops sind die ersten mobilen Workstations mit den neuen Quadro RTX von Nvidia. So ausgerüstete 15- und 17-Zöller nutzen die Turing-Grafikeinheiten zur Beschleunigung von Adobe- oder Blackmagic-Software, teilweise unterstützt durch künstliche Intelligenz.

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Mehrere Studio Laptops mit Quadro RTX
Mehrere Studio Laptops mit Quadro RTX (Bild: Nvidia)

Nvidia hat die Quadro RTX für Notebooks vorgestellt, also Profi-Grafikeinheiten für mobile Workstations. Diese weisen teils den doppelten Speicher der Geforce-RTX-Modelle auf, nutzen zertifizierte Quadro-Treiber und werden in sogenannten Studio Laptops verbaut. Passend dazu liefert Nvidia noch die Studio Drivers aus, was allerdings schlicht umbenannte Creator Drivers sind, die laut Hersteller für professionelle Anwendungen optimiert wurden.

Damit ein Hersteller seine Notebooks als Studio Laptop bewerben darf, muss mindesten ein Core i7 der 9th Gen (Coffee Lake Refresh) mit sechs Kernen verbaut sein. Hinzu kommen wenigstens 16 GByte Arbeitsspeicher und 512 GByte Storage sowie 1080p- oder 4K-Displays mit bestimmten Anforderungen beim Farbraum; diese wurden vorab allerdings nicht kommuniziert. Während Geforce RTX 2060, RTX 2070 und RTX 2080 sowie die Max-Q-Varianten davon bekannt sind, gibt es nun auch die Quadro RTX für Mobile statt wie bisher nur für Desktops.

  • Studio Laptops mit Quadro RTX Mobile (Bild: Nvidia)
  • Studio Laptops mit Quadro RTX Mobile (Bild: Nvidia)
  • Studio Laptops mit Quadro RTX Mobile (Bild: Nvidia)
  • Studio Laptops mit Quadro RTX Mobile (Bild: Nvidia)
  • Studio Laptops mit Quadro RTX Mobile (Bild: Nvidia)
  • Studio Laptops mit Quadro RTX Mobile (Bild: Nvidia)
Studio Laptops mit Quadro RTX Mobile (Bild: Nvidia)

Topmodell ist die Quadro RTX 5000 mit 16 GByte GDDR5-Videospeicher: Sie hat 3.072 Shader-Einheiten und ein 256-Bit-Interface, weshalb sie vermutlich auf dem TU104-Chip basiert. Nvidia zufolge ist die thermische Verlustleistung auf 80 Watt bis 110 Watt einstellbar, was auch für die Quadro RTX 4000 gilt. Die hat 2.560 Rechenkerne und 8 GByte Speicher mit gleichem Takt und nutzt ebenfalls eine TU104-GPU. Darunter gibt es noch die Quadro RTX 3000 mit 2.304 ALUs an einem 192-Bit-Interface mit 6 Gbyt GDDR6, sie ist auf 60 Watt bis 80 Watt ausgelegt.

Überdies hat Nvidia noch die Quadro T2000 und Quadro T1000 vorgestellt, sie scheinen den TU117-Chip ohne RT- und Tensor-Cores zu nutzen. Mit 1.024 sowie 896 Shader-Einheiten samt 128-Bit-Interface und 4 GByte GDDR5-Videpspeicher sind sie ergo mit der Geforce GTX 1650 vergleichbar. Die RT- und Tensor-Cores helfen allerdings in immer mehr Anwendungen, bestimmte Workloads deutlich zu beschleunigen, was im Alltag wertvolle Zeit und damit Geld sparen kann. Obendrein helfen 16 GByte Videospeicher bei der flüssigen Wiedergabe von 4K- oder 6K-Videomaterial in der Timeline-Vorschau.

Adobe Lightroom Desktop etwa hat seit Version 2.2 eine Enhance Detail genannte Funktion via Windows ML, um feine Strukturen wie Schrift detaillierter darzustellen. Verglichen zu einer CPU oder einer Radeon Pro Vega 20 ohne Hardware-Beschleunigung soll AI Enhanced auf einer Quadro RTX 5000 Max-Q die vierfache Geschwindigkeit aufweisen. Eine weitere Anwendung ist Davinci Resolve von Blackmagic ab Version 16: Hier soll eine Quadro RTX 5000 Max-Q dank ihrer Tensor-Cores das Color Grading doppelt so flott erledigen wie eine Radeon Pro Vega 20 - die ist das Topmodell für Apples Macbook Pro 15.

Nvidia zufolge arbeiten Hersteller wie Acer, Asus, Dell, Gigabte, HP, MSI und Razer an Studio Latops. Einige davon sollen schon im Juni 2019 erscheinen, die Verfügbarkeit der einzelnen Geräte hängt aber wie üblich von der Region ab.

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