Turing-Grafikkarte: RTX 2060 hat zu wenig Speicher für Wolfenstein-Raytracing

Schon beim Test der Geforce RTX 2060 haben wir darauf hingewiesen: 6 GByte Videospeicher könnten in Zukunft für Probleme sorgen, auch in 1080p-Auflösung. Genau dieser Fall ist nun bei Wolfenstein Youngblood (Test) eingetreten, welches vergangene Woche einen Patch mit Raytracing für Spiegelungen und eine Umgebungslichtverschattung (RTAO) erhalten hat.
Benchmarks von Wolfenstein Youngblood bei PC Games Hardware(öffnet im neuen Fenster) zeigen, dass mit der höchsten Grafikqualitätsvoreinstellung – Mein Leben! – die 6 GByte Videospeicher der Geforce RTX 2060 nicht ausreichen. Die Folge sind niedrige Bildraten und häufige Ruckler sowie schlechte Frametimes, also eine ungleichmäßige Bildausgabe. Dabei stellt 'Mein Leben!' nicht einmal die maximale Stufe dar, was Wolfenstein Youngblood manuell zulässt, denn das 'Bild-Streaming' kann von Ultra noch auf Extreme hochgesetzt werden.
Fairerweise sei gesagt, dass der Coop-Shooter generell vergleichsweise viel Videospeicher durch Texturen und Schatten belegt. Mit Raytracing wird es nicht weniger, da sich auch Objekte spiegeln können, die sich nicht im direkten Screen Space – also dem Blickfeld der virtuellen Kamera – befinden und daher im Speicher liegen müssen. Bei 8-GByte-RTX-Karten sorgt 'Mein Leben!' in 1440p für reproduzierbare Abstürze, nur die Geforce RTX 2080 Ti mit 11 GByte und die Titan RTX mit 24 GByte haben keine Probleme.

PCGH appelliert an Nvidia, die nächste Generation – vielleicht RTX 3000 genannt – mit doppelt so viel Videospeicher wie bisher auszustatten. Bisher gibt es keine offiziellen Informationen zu diesen Grafikkarten, wir erwarten jedoch für März 2020 eine Ankündigung der Ampere genannten Architektur als Nachfolger für die Volta-Technik (siehe GV100 ). Diese dürfte jedoch zuerst bei Tesla-HPC-Beschleunigern für Server eingesetzt werden, die Geforce-Ableger könnten einige Monate später folgen.



