Turing-Grafikkarte: Nvidia stellt drei Geforce RTX mit Raytracing-Cores vor

Ab September 2018 verkauft Nvidia die Geforce RTX 2080 Ti, die Geforce RTX 2080 und später die Geforce RTX 2070. Die Grafikkarten mit Turing-Architektur schlagen ihre Vorgänger, die Preise und die Leistungsaufnahme steigen. Dafür sieht Raytracing in Battlefield 5 schick aus.

Ein Bericht von veröffentlicht am
Nvidia-CEO Jensen Huang zeigt die Geforce RTX 2080 Ti.
Nvidia-CEO Jensen Huang zeigt die Geforce RTX 2080 Ti. (Bild: Marc Sauter/Golem.de)

Nvidia hat einen Tag vor der Spielemesse Gamescom 2018 in Köln drei neue Grafikkarten angekündigt: Die Geforce RTX basieren wie die Quadro RTX auf der Turing-Architektur und integrieren neben den bekannten Tensor-Cores auch Raytracing-Cores. Die werden in Assetto Corsa Competizione, in Battlefield 5, in Metro Exodus und in Shadow of the Tomb Raider für bessere Schatten und vor allem für sehr viel realistischere Reflexionen eingesetzt.

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Die Geforce RTX 2080 Ti kostet 1.200 US-Dollar (1.260 Euro), die Geforce RTX 2080 wird für 800 US-Dollar (850 Euro) verkauft und die Geforce RTX 2070 für 600 US-Dollar (640 Euro). Die beiden schnelleren Modelle sollen ab dem 20. September 2018 verfügbar sein, die kleinere Grafikkarte erscheint im Oktober. Die Founder's Edition der Geforce GTX 1080 Ti veröffentlichte Nvidia für 820 Euro, die der Geforce GTX 1080 für 790 Euro und die der Geforce GTX 1070 für 500 Euro. Günstigere Partnerkarten der Turing-Modelle ab 500 US-Dollar, ab 700 US-Dollar und ab 1.000 US-Dollar sollen folgen.

Technische Basis der Geforce RTX 2080 Ti ist der TU102-Chip, bei dem 4.352 von 4.602 Shadern und 352 Bit von 384 Bit aktiv sind. Der GDDR6-Videospeicher fasst 11 GByte. Die Geforce RTX 2080 und die Geforce RTX 2070 nutzen den TU104-Chip mit 2.944 und 2.304 von möglichen 3.072 Rechenkernen, das 256-Bit-Interface bindet jeweils 8 GByte GDDR6 an. Weitere Verbesserungen etwa am L1- und am L2-Cache hatte Nvidia bei der Ankündigung der Quadro RTX benannt, der Hersteller wird in den nächsten Tagen zusätzliche Informationen zur Turing-Architektur und den Tensor- sowie Raytracing-Einheiten bekanntgeben.

  • Nvidia stellt die Geforce RTX vor. (Bild: Marc Sauter/Golem.de)
  • Nvidia stellt die Geforce RTX vor. (Bild: Marc Sauter/Golem.de)
  • Nvidia stellt die Geforce RTX vor. (Bild: Marc Sauter/Golem.de)
  • Nvidia stellt die Geforce RTX vor. (Bild: Marc Sauter/Golem.de)
  • Nvidia stellt die Geforce RTX vor. (Bild: Marc Sauter/Golem.de)
  • Nvidia stellt die Geforce RTX vor. (Bild: Marc Sauter/Golem.de)
  • Nvidia stellt die Geforce RTX vor. (Bild: Marc Sauter/Golem.de)
Nvidia stellt die Geforce RTX vor. (Bild: Marc Sauter/Golem.de)

Die sich in den TU10-GPUs befindlichen RT-Cores beschleunigen bestimmte Algorithmen, was Echtzeit-Raytacing für einige Effekte flüssig darstellbar macht: Nvidia zeigte eine Demo von Battlefield 5, bei der sich eine hinter einem Panzer ereignende Explosion dennoch im daneben stehenden Auto spiegelte. Mit bisheriger Rastertechnik klappt das in dieser Form nicht, da die Flammen außerhalb des Screen-Space sind. In Shadow of the Tomb Raider demonstrierte Nvidia weiche, durch Point Lights geworfene Schatten, die ohne RTX-Option allerdings schlicht fehlen. Neben Raytracing kündigte Nvidia mit DLSS (Deep Learning Super Sampling) auch eine KI-gestützte Kantenglättung an.

Geforce RTX 2080 TiGeforce RTX 2080Geforce RTX 2070Geforce RTX 2060
GrafikchipTU102-300A-A1TU104-400A-A1TU106-400A-A1TU106-200A-A1
Shader-ALUs4.3522.9442.3041.920
Textur-Einheiten272184144120
Raytracing-Cores68463630
Tensor-Cores v2544368288240
Basis/Boost-Takt1.350/1.635 MHz1.515/1.800 MHz1.410/1.710 MHz1.365/1.680 MHz
Videospeicher11 GByte GDDR68 GByte GDDR68 GByte GDDR66 GByte GDDR6
Speicher-Interface352 Bit @ 7 GHz256 Bit @ 7 GHz256 Bit @ 7 GHz192 Bit @ 7 GHz
Raster-Endstufen88646448
Board Power260 Watt225 Watt185 Watt160 Watt
Stromstecker8P + 8P8P + 6P8P8P
Spezifikationen der Geforce RTX 2000 (Turing) als Founder's Edition
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Auffällig bei der Geforce RTX 2080 (Ti) und Geforce RTX 2070 ist die Kühlung mit zwei axialen Lüftern statt mit einem radialen. Ähnliches gab es zuletzt bei der Geforce 7800 GTX mit 512 MByte Videospeicher und der Geforce 7900 GTX. Die Leistungsaufnahme der neuen Grafikkarten ist höher als bei den Vorgängern, da die 12-nm-Technik statt des 16-nm-Nodes die höheren Taktraten nicht ausgleichen kann. Die Geforce RTX 2080 Ti kommt auf 260 Watt statt auf 250 Watt, die Geforce RTX 2080 auf 225 Watt statt auf 180 Watt und die Geforce RTX 2070 auf 185 Watt anstelle von 150 Watt. Die Turing-Modelle nutzen drei Displayports, ein HDMI und einen Virtual Link für VR-Headsets.

Offenlegung: Golem.de hat auf Einladung von Nvidia am Editor's Day in Köln teilgenommen, die Reisekosten wurden zur Gänze von Nvidia bezahlt. Unsere Berichterstattung ist davon nicht beeinflusst und bleibt gewohnt neutral und kritisch. Der Artikel ist, wie alle anderen auf unserem Portal, unabhängig verfasst und unterliegt keinerlei Vorgaben seitens Dritter.

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Clown 23. Aug 2018

Indirekt: Nicht selten stellen sie den Studios Entwickler zur Verfügung, die die Technik...

neocron 23. Aug 2018

... verstehst du evtl. dass genau dieser Kauf dein ganzes Gefasel vorher gaenzlich...

Clown 23. Aug 2018

Worauf ich hinaus wollte ist, dass obwohl es unterm Strich kaum bis keinen nennenswerten...

abufrejoval 22. Aug 2018

Das hängt alles von der Größe ab bzw. Betrachtungsabstand ab. Ich habe ein 15.4" Laptop...

cran 22. Aug 2018

Bei Computerspielegrafik (realtime, nicht vorgerendert), insbesondere bei Gesichtern...



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