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Türkei: Wikileaks veröffentlicht E-Mails der AKP

Wenige Interna, aber dennoch ein Coup: Wikileaks hat mehrere Hunderttausend Mails der türkischen Regierungspartei AKP ins Internet gestellt. Die Veröffentlichung, die per Cyberattacke verhindert werden sollte, hat nichts mit dem Putschversuch zu tun, der Termin schon.
/ Werner Pluta
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Wikileaks-Tweet zu AKP E-Mails: Daten eine Woche vor dem Putschversuch erhalten (Bild: Wikileaks/Screenshot: Golem.de)
Wikileaks-Tweet zu AKP E-Mails: Daten eine Woche vor dem Putschversuch erhalten Bild: Wikileaks/Screenshot: Golem.de

Neuer Coup von Wikileaks: Die Plattform hat knapp 300.000 E-Mails der türkischen Partei AKP veröffentlicht. Die AKP ist die Partei des türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdoğan. Den Link(öffnet im neuen Fenster) zu den Dokumenten postete die Enthüllungsplattform Wikileaks auf Twitter(öffnet im neuen Fenster) .

Wikileaks stellt auf der Seite eine durchsuchbare Datenbank mit 294.548 E-Mails, viele davon mit Anhang, aus 762 Mailboxen bereit. Die Mails stammen von der Domain akparti.org.tr. Die älteste Mail stammt laut Wikileaks aus dem Jahr 2010, die jüngste vom 6. Juli dieses Jahres.

E-Mails enthalten wenig Brisantes

Die Mailboxen umfassten die Buchstaben A bis I. Das lässt den Schluss zu, dass Wikileaks über weitere Dokumente verfügt. Die Mails enthalten laut Wikileaks kaum brisante Interna aus der Regierung.

Wikileaks ist nach eigenen Angaben eine Woche vor dem Putschversuch des Militärs in den Besitz der Mails gekommen. Dessentwegen sei die Veröffentlichung vorgezogen worden. Material und Quelle seien überprüft worden. Die Quelle habe weder eine Verbindung zu den Putschisten noch zu einer Oppositionspartei oder zu einem anderen Staat.

Wikileaks wurde angegriffen

Wikileaks hatte die Veröffentlichung am Vortag auf Twitter angekündigt(öffnet im neuen Fenster) . Daraufhin seien die Wikileaks-Rechner angegriffen worden. Die hätten den "24-Stunden-Cyberwar" jedoch unbeschadet überstanden, erklärte Wikileaks(öffnet im neuen Fenster) .

Der Zugang zu der Seite ist in der Türkei blockiert. Wikileaks hatte so etwas geahnt und vorab Nutzern in dem Land geraten(öffnet im neuen Fenster) , über Tor oder uTorrent darauf zuzugreifen.


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