Türen geöffnet: Studenten "hacken" Tesla Model S
Studenten der chinesischen Zhejiang-Universität sollen eine Sicherheitsbarriere des Elektroautos Tesla S überwunden haben. Sie öffneten die Türen und das Schiebedach, schalten die Lampen ein und betätigten die Hupe.
Der Hack fand im Rahmen eines jährlichen Wettbewerbs am Rande der Syscan-Konferenz in Peking statt. Das Preisgeld von 10.000 US-Dollar gebührt demjenigen, der beim Tesla die Türen öffnet und den Motor unbefugt startet.
Das Sicherheitsunternehmen Qihoo 360, das den Wettbewerb sponsert, teilte über das soziale Medium Weibo(öffnet im neuen Fenster) mit, dass weitere Details des Hacks in Kürze veröffentlicht würden. Von dritter Seite wurde der Hack bislang nicht bestätigt. Möglicherweise(öffnet im neuen Fenster) setzte er an der iOS-App(öffnet im neuen Fenster) an, die für das Auto zur Verfügung gestellt wird. Sie ist mit einem sechsstelligen PIN gegen unbefugte Benutzung gesichert.
Tesla unterstützt den Wettbewerb offiziell nicht, teilte jedoch nach Angaben(öffnet im neuen Fenster) der britischen Website The Register mit, dass es sich um eventuelle Sicherheitslücken kümmern werde. Tesla unterstütze "ein Umfeld, in dem verantwortungsbewusste Security-Forscher helfen, potentielle Sicherheitslücken zu finden" , erklärte Tesla in einer Stellungnahme.
Anfang Juni 2014 hatte Elon Musk, Chef des Elektroautoherstellers Tesla Motors, angekündigt, alle Patente des Unternehmens künftig auch Konkurrenten zur Nutzung zur Verfügung zu stellen . Gehackte Fahrzeuge beschäftigen auch schon das FBI. Die Sorge gilt autonom fahrenden Autos, die Kriminellen ganz neue Möglichkeiten bieten könnten: sei es bei Verfolgungsfahrten oder gar als rollende Bomben, die ohne Fahrer ins Ziel gesteuert werden könnten.
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