Tübingen: SUV-Fahrer sollen das Zwölffache fürs Parken zahlen

Anwohnerparken soll in Tübingen je nach Fahrzeuggewicht deutlich teurer werden. Für schwere Elektroautos gibt es Rabatt, für Plugin-Hybride nicht.

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Parkende Autos in Tübingen
Parkende Autos in Tübingen (Bild: Golem.de)

Die baden-württembergische Stadt Tübingen will ihre Bürger für das Anwohnerparken deutlich stärker zur Kasse bitten. Halter von schweren Fahrzeugen mit einem Leergewicht von mehr als 1.800 kg sollen künftig statt 30 Euro im Jahr 360 Euro für das Anwohnerparken bezahlen. Das geht aus der Beschlussvorlage für die kommende Sitzung des Tübinger Ausschusses zur Fortschreibung des Klimaschutzprogramms am 22. Juli 2021 hervor. Das Portal T-Online hatte zuerst über die Pläne berichtet.

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Die Gebühr hängt in Tübingen künftig unter anderem vom Fahrzeuggewicht ab. Für Autos in den Fahrzeugsegmenten Minis, Kleinwagen, Kompaktklasse, Mittelklasse oder Mini-Vans mit einem Leergewicht von maximal 1.800 kg sollen künftig pro Jahr 180 Euro fällig werden. Menschen, die Sozialleistungen beziehen, sollen jeweils die Hälfte bezahlen.

Für Elektroautos, die aufgrund der schweren Batterie häufig mehr als 2.000 kg wiegen, wird die Gebühr auf 120 Euro reduziert. Das gilt jedoch nur für Fahrzeuge mit "rein elektrischem Antrieb", so dass Plugin-Hybride nicht begünstigt werden.

Palmer wünscht sich Umstieg auf elektrisches Carsharing

Dem Antrag zufolge erhofft sich die Stadt dadurch Mehreinnahmen von 850.000 Euro im Jahr. Dabei geht die Verwaltung davon aus, dass sich die Zahl der ausgestellten Parkausweise von derzeit 6.400 erst einmal um zehn Prozent verringern wird. Allerdings heißt es in dem Antrag auch: "Mit der Ausweitung der Parkraumbewirtschaftung können die Einnahmen in den Folgejahren sich vervielfachen." Laut T-Online müssen Anwohner nur etwa in einem Viertel des Stadtgebiets fürs Parken bezahlen, vor allem im Zentrum. Künftig soll die gesamte Kernstadt gebührenpflichtig werden.

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"Wir wollen als Stadt bis 2030 klimaneutral sein", sagte Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer auf Nachfrage von T-Online und fügte hinzu: "Der Nahverkehr muss dafür massiv ausgebaut und deutlich günstiger werden." Finanzieren wolle die Stadt das auch über die Parkgebühren. "Das verdoppelt den Anreiz, sich klimafreundlich zu bewegen und das Stehzeug Stadt-SUV durch ein Elektrosharing-Fahrzeug zu ersetzen."

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gadthrawn 20. Jul 2021

Ich finde es lustig, dass du Gewicht und PS als hauptverbrauchsbestimmend siehst. Ich...

purerzufall 20. Jul 2021

KnutRider kann es nicht. pz

mj 20. Jul 2021

ja ? CO2 Steuer ? KFZ Steuer ? Mineralölsteuer ? und darauf noch mehrwertssteuer ? oh...

Sniperschorsch 20. Jul 2021

Ein Suv tut niemandem weh wenn es steht. Besteuert den Sprit CO2 schadensasäquat.



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