Abo
  • IT-Karriere:

TSST-K: Ungewisse Zukunft für einen der letzten ODD-Anbieter

Der Markt für optische Laufwerke (ODD) wird immer kleiner. Schon befindet sich Toshiba Samsung Storage Technology Korea (TSST-K) in finanziellen Schwierigkeiten. Gerüchte besagen, dass das Unternehmen den Markt für optische Laufwerke verlässt.

Artikel veröffentlicht am ,
Von TSSTs Storage-Bereich dürfte nicht mehr viel übrig bleiben.
Von TSSTs Storage-Bereich dürfte nicht mehr viel übrig bleiben. (Bild: TSST Korea)

Laut Kitguru hat Toshiba Samsung Storage Technology Korea (TSST-K) die Produktion von optischen Laufwerken (Optical Disc Drives, ODD) eingestellt. Kitguru bezieht sich dabei auf zwei Abnehmer, die offenbar Probleme mit Lieferungen seitens TSST-K bekommen. Das Unternehmen, Tochter von TSST und der südkoreanischen Optis, hat schon länger finanzielle Schwierigkeiten und versucht, sich neu auszurichten.

Stellenmarkt
  1. Stadt Ingolstadt, Ingolstadt
  2. m.a.x. Informationstechnologie AG, München

2014, nachdem TSST die Tochter TSST-K teils an Optis verkaufte, gründete das Unternehmen die Tochter TSST Global und bietet seither auch Kopfhörer, portable Lautsprecher und Akkus an. Zudem hat TSST Global optische Pickup-Einheiten im Angebot. TSST-K konzentrierte sich weiter auf Laufwerke und ist einer der großen Unterstützer des M-Disc-Formats, einer Disc, die über 1.000 Jahre überstehen soll. TSST-K soll hingegen bis Ende 2016 seine letzten Laufwerke ausgeliefert haben. Die Produktion wurde schon eingestellt, so die Quellen von Kitguru. Und viel Wert ist TSST-K laut einer Mitteilung von Toshiba ohnehin nicht mehr: Der Buchwert der Aktien liegt bei mageren 100.000 Yen (circa 815 Euro). Das gilt für die 50,1 Prozent, die Toshiba an TSST-K besitzt. Und das bei einer Schuldenlast von 9 Milliarden Yen. Toshiba, selbst in Schwierigkeiten, muss aber keine Konsequenzen befürchten, da es keine finanziellen Abhängigkeiten zwischen Toshiba und TSST-K gibt.

Auch Konkurrent Liteon hat Kitguru gesagt, dass TSST-K aufgegeben hat. Übrig bleiben demnach nur noch LG und Liteon in einem Geschäftsumfeld, in dem DVD- oder Blu-ray-Laufwerke kaum noch Bedeutung haben.

Der Markt für Speichersysteme wandelt sich

Die Branche rund um die optischen Laufwerke musste eine selten gesehene Konsolidierung durchmachen. Philips und Lite-On gründeten genauso wie Hitachi und LG Töchterfirmen. Auch Sony ging mit diversen Partnern zusammen. Und um sich Profite zu sichern, gab es sogar illegale Preisabsprachen, die der Branche einen großen Skandal einbrachten. TSST musste als Folge rund 41 Millionen Euro Strafe zahlen. Und auch andere Unternehmen mussten für hohe Millionenstrafen Vorsorge treffen.

Bei Rohlingen sieht das Geschäft ebenfalls nicht besser aus. Taiyo Yuden musste 2015 aufgeben, immerhin der größte Anbieter. Und mit der Minidisc (Das letzte Speichersystem seiner Art) wurde 2013 gleich ein ganzes System eingestellt. Einzig Sony und Panasonic arbeiten noch am optisch basierten Fortschritt. Die Archival Disc ist kürzlich fertig geworden und mit der neuen, aber leistungsintensiven Generation des Optical Disc Archive sind mittlerweile mehr als 3 TByte pro Cartridge auf Basis der Archival-Disc-Stapel möglich.

Besser geht es derweil den Bandsystemen, deren Technik noch nicht am Ende ist. Hier wird noch geforscht und es gibt sogar langfristige Roadmaps.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 259€ + Versand oder kostenlose Marktabholung (aktuell günstigste GTX 1070 Mini)
  2. 83,90€
  3. 245,90€ + Versand

plutoniumsulfat 25. Mai 2016

Kann man doch lagern, nur sollte man sie auch regelmäßig mal anschließen. Passiert ja bei...

plutoniumsulfat 24. Mai 2016

Das ist es ja: Die Medien sind nicht das Problem. Wenn jetzt schon langsam die Hersteller...

John2k 24. Mai 2016

Ich hab noch keine kaputt bekomen. Selbst gefundene aus dem Dreck ließen sich später...


Folgen Sie uns
       


Tiemo Wölken (SPD) zu Artikel 13

Der SPD-Europaabgeordnete Tiemo Wölken hofft darauf, dass das Europaparlament am 26. März 2019 den umstrittenen Artikel 13 noch ablehnt.

Tiemo Wölken (SPD) zu Artikel 13 Video aufrufen
Bethesda: Ich habe TES Blades für 5,50 Euro durchgespielt
Bethesda
Ich habe TES Blades für 5,50 Euro durchgespielt

Rund sechs Wochen lang hatte ich täglich viele spaßige und auch einige frustrierende Erlebnisse in Tamriel: Mittlerweile habe ich den Hexenkönig in TES Blades besiegt - ohne dafür teuer bezahlen zu müssen.
Ein Bericht von Marc Sauter

  1. Bethesda TES Blades erhält mehr Story-Inhalte und besseres Balancing
  2. Bethesda TES Blades ist für alle verfügbar
  3. TES Blades im Test Tolles Tamriel trollt

Sicherheitslücken: Zombieload in Intel-Prozessoren
Sicherheitslücken
Zombieload in Intel-Prozessoren

Forscher haben weitere Seitenkanalangriffe auf Intel-Prozessoren entdeckt, die sie Microarchitectural Data Sampling alias Zombieload nennen. Der Hersteller wusste davon und reagiert mit CPU-Revisionen. Apple rät dazu, Hyperthreading abzuschalten - was 40 Prozent Performance kosten kann.
Ein Bericht von Marc Sauter und Sebastian Grüner

  1. Open-Source Technology Summit Intel will moderne Firmware und Rust-VMM für Server
  2. Ice Lake plus Xe-GPGPU Intel erläutert 10-nm- und 7-nm-Zukunft
  3. GPU-Architektur Intels Xe beschleunigt Raytracing in Hardware

Homeoffice: Wenn der Arbeitsplatz so anonym ist wie das Internet selbst
Homeoffice
Wenn der Arbeitsplatz so anonym ist wie das Internet selbst

Homeoffice verspricht Freiheit und Flexibilität für die Mitarbeiter und Effizienzsteigerung fürs Unternehmen - und die IT-Branche ist dafür bestens geeignet. Doch der reine Online-Kontakt bringt auch Probleme mit sich.
Ein Erfahrungsbericht von Marvin Engel

  1. Bundesagentur für Arbeit Informatikjobs bleiben 132 Tage unbesetzt
  2. IT-Berufe Bin ich Freiberufler oder Gewerbetreibender?
  3. Milla Bund sagt Pläne für KI-gesteuerte Weiterbildungsplattform ab

    •  /