TSMC: Nvidia erhält erste Blackwell-Chips aus Arizona-Fab

Anders als im Heimatland muss sich Halbleiterhersteller TSMC in den USA stärker um die öffentliche Meinung bemühen. Entsprechend groß werden Meilensteine der Fab 21 im Norden von Phoenix, Arizona(öffnet im neuen Fenster) , zelebriert: Zusammen mit Nvidia-CEO Jensen Huang präsentierte TSMC den ersten in den USA gefertigten Wafer mit Blackwell-GPUs(öffnet im neuen Fenster) . Das konkrete Modell wird nicht benannt, eine kurze Sequenz im zugehörigen Video(öffnet im neuen Fenster) lässt aber auf die KI-Beschleuniger für Rechenzentren (GB200 oder GB300) schließen.
Zum Packaging geht es für die Blackwell-Wafer anschließend allerdings nach Taiwan. Entsprechende Werke will TSMC in den USA erst noch bauen , was auch in einem vor rund eineinhalb Monaten veröffentlichten PR-Video nochmals betont wird. Hier gibt TSMC, das eigentlich nicht für seine Offenheit bekannt ist, zudem Einblick in sein Werk: Das bei Youtube veröffentlichte Video(öffnet im neuen Fenster) zeigt nicht nur Aufnahmen aus der Bauphase, sondern auch aus den Reinräumen.
Selbstverständlich darf das Herzstück jedes modernen Halbleiterprozesses nicht fehlen: Ein EUV-Belichter von ASML. Während unweit in Intels Fab 52 mit dem NXE:3800E die neuesten Modelle stehen, setzt TSMC auf den Vorgänger NXE:3600D. Der ist kompakter und vom Hersteller für 5-nm-Prozesse empfohlen – die TSMC in der ersten Phase mit N5 und N4 seit einem guten Jahr fertigt .
Für ein positives Außenbild in den USA tut TSMC darüber hinaus noch mehr: Die Fab 21 steht in einer Wüstenregion. Wie Nachbar Intel betreibt TSMC eine eigene Wasseraufbereitung. Hervorgehoben wird, dass 90 Prozent des genutzten Wassers wiederverwendet wird.