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TSMC: Apple ordert neue A18-Chips wegen Macbook-Neo-Erfolg

Das Macbook Neo verkauft sich gut – so gut, dass Apple neue Chips nachordern muss. Interessant wird die kommende Preispolitik.
/ Tobias Költzsch
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Das Macbook Neo von Apple (Bild: Oliver Nickel/Golem)
Das Macbook Neo von Apple Bild: Oliver Nickel/Golem

Apple soll bei seinem Chipzulieferer TSMC neue A18-Chipets für das Einsteiger-Notebook Macbook Neo bestellt haben. Das berichtete der in Taiwan ansässige und in der Lieferkette bestens vernetzte Analyst Tim Culpan(öffnet im neuen Fenster). Seinen Informationen zufolge wurde die Order an den Zulieferer bereits erteilt.

Grund ist der Verkaufserfolg des Macbook Neo. Apple soll ursprünglich mit fünf bis sechs Millionen Einheiten geplant, das Produktionsziel nun aber auf zehn Millionen Geräte hochgeschraubt haben. Entsprechend geht die bisherige Chipstrategie nicht mehr auf, wie Culpan bereits im April 2026 vermutete.

Apple verwendete für das Macbook Neo aussortierte A18-Chips aus der iPhone-Produktion. Das iPhone 16 Pro nutzt den Chip mit sechs CPU-Kernen, für das Macbook Neo verwendet Apple den Chip mit nur 5 CPU-Kernen.

Apple nutzte bisher Chip-Ausschuss

Bei der Chipproduktion gibt es einen gewissen Ausschuss – also Chips, bei denen etwa ein Kern nicht korrekt arbeitet. Apple verwendete diese Ausschuss-Chips für das Macbook Neo. Entsprechend waren die Kosten für die Chips gering bis nicht vorhanden.

Durch die Bestellung neuer Chips verändert sich diese Kostenstruktur zum Nachteil Apples, da die neuen A18-Chipsets neu produziert werden und Geld kosten. Die Frage ist, wie Apple mit diesen Mehrkosten umgehen wird.

Eine Möglichkeit ist, dass der Konzern die Kosten schluckt und weniger Gewinn mit dem Macbook Neo macht. Culpan weist auf eine andere Variante hin: Apple könnte den Verkauf des Einstiegsmodells mit 256 GByte Speicher stoppen und nur noch die Version mit 512 GByte anbieten. Dadurch könnte die Marge womöglich verbessert werden.

Allerdings darf nicht vergessen werden, dass Apple durch jeden Hardwareverkauf die Chance auf Einnahmen durch Software steigert. Entsprechend dürfte man in Cupertino genau überlegen, ob es sich lohnt, die preiswerte Version des Macbook Neo einzustellen.


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