Tsinghua Unigroup: Chinas größtes Chip-Konglomerat ist "bankrott"

Ein Kreditgeber der Tsinghua Unigroup fordert eine Restrukturierung des halbstaatlichen Unternehmens wegen ausstehender Zahlungen.

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Flash-Chip-Wafer der zur Tsinghua Unigroup gehörenden YMTC
Flash-Chip-Wafer der zur Tsinghua Unigroup gehörenden YMTC (Bild: YMTC)

Die Tsinghua Unigroup soll so hoch verschuldet ein, dass einer der Investoren eine Neustrukturierung des nominell insolventen Konzerns fordert. Wie die Gruppe selbst vermeldet, hat die Tsinghua Unigroup eine entsprechende Mitteilung des Mittleren Volksgerichts von Peking erhalten.

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Laut dem Kreditgeber ist die Tsinghua Unigroup nicht in der Lage, ihre Anleihen zu bezahlen, seit November 2020 würden mehrere in Folge ausstehen. Die Tsinghua Unigroup soll bis Sommer vergangenen Jahres über 30 Milliarden US-Dollar an Schulden angehäuft, aber nur rund 8 Milliarden US-Dollar bar zur Verfügung haben.

Bei der Tsinghua Unigroup handelt es sich um ein Firmengeflecht, das mit 51 Prozent mehrheitlich der Tsinghua Holdings und damit der staatlichen Tsinghua University gehört. Die anderen 49 Prozent hält die Beijing Jiankun Investment Group, deren Vorsitzender wiederum der CEO der Tsinghua Unigroup ist.

Flash- und SoC-Technik aus China

Zu den wichtigsten Abteilungen der Tsinghua Unigroup zählen UniSoC (einst Spreadtrum) als Entwickler von Smartphone-Chips und die Yangtze Memory Technologies Company, kurz YMTC. Diese entwirft und produziert Flash-Speicher, die Serienfertigung des 128-lagigen Xtacking-NAND ging jedoch verspätet in die Serienfertigung und YMTC erreicht nicht die gewünschte Menge an Wafer-Starts. Weitere Firmen der Tsinghua Unigroup sind Unicloud und Unisplendour, zu denen auch H3C Technologies gehört.

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Bei dem Investor, der die Neustrukturierung der Tsinghua Unigroup fordert, handelt es sich laut der japanischen Tageszeitung Nikkei um die staatliche Huishang Bank aus Honkong. Da die Tsinghua Unigroup praktisch selbst Teil des chinesischen Staates ist, sagte eine Sprecherperson, eine gerichtlich angeordnete Neustrukturierung werde keine Auswirkungen auf die Produktion oder andere Operationen haben; der Einfluss auf die Tochterfirmen wurde heruntergespielt.

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Made in China 2025

Die Tsinghua Unigroup ist eine wichtige Säule für den von China ausgerufenen Plan, bis 2025 den inländischen Anteil von Kernmaterialien auf 70 Prozent anzuheben; dazu zählen auch und vor allem Halbleiter. Bisher werden Logik- und Speicherchips primär in Südkorea und den USA produziert, wohingegen China weltweit keine allzu große Rolle spielt.

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mnementh 26. Jul 2021

Die Ein-Kind-Politik ist seit Jahren schon eine Zwei-Kind-Politik und seit kurzem eine...

KGJD 13. Jul 2021

Die anderen 49 Prozent hält die Beijing Jiankun Investment Group, die wiederum...

Trockenobst 13. Jul 2021

Und sie sind die besten der Welt. Damit hätte ich kein Problem. Bis auf Airbus ist die...

AllDayPiano 12. Jul 2021

Klar, all die neue Kriegstechnik. Das fing bei Panzern an und hörte bei Giftgas auf...



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